Honda CRF1000L Africa Twin (2016) | Honda True Adventure


Das Warten hat ein Ende. Die seit 2004 schwer vermisste Honda XRV 750 Africa Twin hat in der CRF1000L Africa Twin eine würdige Nachfolgerin gefunden. INach der Ankündigung auf der Mailänder Motorradmesse EICMA 2014 hat es dann doch noch eine gefühlte Ewigkeit gedauert, bis der Auslieferungstermin am Ende klar war. Nun sind auch die ersten Africa Twin ausgliefert wurden und es bestätigt sich, dass Honda hier wieder ein Abenteuer-Bike mit Langstrecken-Eigenschaften kreiert hat.

Off-Roader mit gutem Sitzkomfort

Für hervorragende Geländeeigenschaften sprechen alleine schon das mit 21 Zoll recht große Vorderrad sowie Federwege, die zwar noch nicht veröffentlicht sind, aber um die 200 Millimeter liegen werden. Dazu kommt eine Bremsanlage vom Feinsten mit 310 Millimeter Doppelscheiben-Vierkolben-Wave-Bremsen vorne und 256 Millimeter Einscheiben-Doppelkolben-Bremsen hinten. Die zwischen 85 und 87 Zentimeter verstellbare Sitzhöhe sowie die Ergonomie der CRF 1000 L unterstützen eine aufrechte Sitzposition. Damit ist auch der Einsatz für längere Strecken auf der Landstraße oder Autobahn kein Problem. Dafür spricht auch das Tankvolumen, das mit 18,8 Litern Fassungsvermögen für mehr als 400 Kilometer reichen soll.

Die Africa Twin 2016 kommt mit völlig neu konstruiertem Motor

Im Inneren der Africa Twin Nachfolgerin bubbert kein flüssigkeitsgekühlter V2-Motor wie bei der Vorgängerin XRV 750 sondern ein auf 998 Kubikzentimeter angewachsener Parallel-Twin. Die Leistungsspitze des völlig neu entwickelten Triebwerks ist bei 7.500 U/min mit 95 PS oder 70 kW erreicht. Das maximale Drehmoment ist mit 98 Nm bei 6.000 U/min ebenfalls ordentlich aber nicht brachial ausgelegt und spricht für knackige Beschleunigung bei niedrigeren Geschwindigkeiten, die auch im oberen Speed-Bereich noch einige Reserven auf die Räder bringen kann. Trotz dieser kräftigen Daten bleibt die Bauweise überraschend kompakt. Das liegt auch an einer neuen Ventilsteuerung, die mit einer an Stelle von zwei Nockenwellen auskommt. Mit der Angabe der Spitzengeschwindigkeit hält sich Honda jedoch noch zurück.

Spezielles Doppelkupplungsgetriebe für den Offroad Einsatz

Standardmäßig ist die CRF 1000 L mit einem Sechs-Gang-Getriebe ausgestattet. Optional kann aber auch ein Sechs-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DCT) geordert werden. Dieses DCT ist um einige Features erweitert worden, weswegen sich hier ein genauerer Blick lohnt. Zunächst einmal ist es um einen Schalter angewachsen. Diese sogenannte G-Drucktaste hält sich am rechten Lenkerende bereit und schaltet sich bei Betätigen in das Verhalten beim Gangwechsel, Schlupfverhalten und Traktion ein. Zudem ist das deutlich an Adventure-Anforderungen angepasste DCT nun auch in der Lage, sich auf Steigungswinkel einzustellen. Die auffälligste Weiterentwicklung aber ist, dass das DCT der CRF 1000 L nicht nur einen Sport-Modus aufweist sondern derer gleich drei. Das lässt auf ein wahlweise bissiges Fahrverhalten der neuen Africa Twin schließen. Allerdings wird für das DCT ein Aufpreis von etwas über 1.100 Euro fällig.

Abschaltbares ABS inklusive Traktionskontrolle als Zusatzausstattung

Ebenfalls nicht serienmäßig ist das ABS, welches am Hinterrad abschaltbar ist. Damit auch beim Anfahren ein Durchdrehen der Räder vermieden wird, ist es gemeinsam mit einer mehrstufigen Traktionskontrolle im Angebot. Zusammen werden dafür 600 Euro extra aufgerufen. Aufgrund dessen, dass DCT und ABS nicht serienmäßig sind, variiert das Gewicht der CRF 1000 L von 208 Kilogramm unbetankt und ohne Extras sowie 242 Kilogramm mit vollem Tank, ABS und DCT. Der Preis in der Standardausführung liegt bei 12.100 Euro. Dafür gibt es die Black oder Silver Metallic Ausführung. Wer sich für die Tricolor oder CRF Rally Lackierung entscheidet, muss zusätzlich 300 Euro berappen. Darüber hinaus dürfte nun bald auch weiteres Zubehör vorgestellt werden, mit dem die neue CRF 1000 L individualisiert werden kann.

Die meisten Spekulationen haben sich erfüllt – einige nicht

Viele Merkmale der neuen Africa Twin entsprechen damit den Erwartungen, die seit 2014 in so manchem Forum für Diskussionen sorgten. Allerdings waren frühere Vermutungen über ein Gewicht von unter 200 Kilogramm und einen Ladenpreis von weniger als 10.000 Euro wohl tatsächlich mehr Wunschdenken als im Rahmen des Machbaren. Aufgrund ihrer ausgezeichneten Off-Road-Eigenschaften ohne den Reise-Komfort dabei einzuschränken, dürfte die Honda CRF 1000 L eines der interessantesten Bikes des Jahres 2016 werden.

 


Beitrag vom 23 Juni 2015

Africa Twin 2016 Die Fakten in der Übersicht:

• Neu entwickelter 1000er Parallel-Twin Motor mit 70 kW (95 PS) Leistung und 98 Nm Drehmoment
• Kompakter Motor in leichtem Rahmen für überzeugende Offroad- Performance, hohen Touring-Komfort sowie agilem Handling für den Alltag
• Optional mit Doppelkupplungsgetriebe (DCT) mit erweiterten Funktionen
• Abschaltbares ABS und HSTC für optimale Traktion im On – und Offroad-Einsatz
• Drei Farben stehen zur Auswahl: CRF Rally, Tricolour und Schwarz
• Erste Fotos (Studio und Action)


Beitrag vom 16. April 2015

Auf der EICMA 2014 vorgestellt – Honda CRF1000L

Im gegenwärtigen Segment der großen Enduros dominieren Top-Bikes mit Spitzenausstattung und jedem Komfort, den sich ein Fahrer nur wünschen kann – während eines langen Trips auf der Autobahn. Dagegen ist nichts zu sagen. Wenn es aber richtig ernst zur Sache geht und der Dreck bis ans Visier spritzt, machen die Reise-Enduros eine ebenso unzufrieden stellende Figur wie für den Wochenendeinkauf optimierte SUVs aus der Welt der PKWs. Wo bleibt denn da – außer im Design – das Abenteuer?

Hier kommt die neue Honda CRF1000L Africa Twin 2016

Die Onroad-Zeiten scheinen sich aber für einen Teil der Maschinen mit neckisch angehobenem Hinterteil dem Ende zuzuneigen. So sieht es zumindest nach der Mailänder Motorradmesse EICMA 2014 aus. Dort nämlich sorgte Honda mit einem schlammverschmierten und offensichtlich muskelstarken Prototyp für eine Sensation. Leider ließen die Japaner nur einen Blick von Weitem auf den martialisch daherkommenden Offroader zu. Ein Versprechen gaben Sie doch: Hier wird ein True Adventure entstehen. So auch der Name des Bikes im Military-Look. Das genügte jedoch schon, um die Anwesenden von der neuen Africa Twin raunen zu lassen.

Die Africa Twin 2016 mit Doppelkupplungsgetriebe (DCT)?

Auch, wenn bisher noch keine weiteren Details bekannt sind, gibt es doch schon einige Vermutungen. High-Tech wird an der True Adventure in jedem Falle zu finden sein. Zumindest prangt vor dem Lenker ein voll digitales Cockpit-Instrument, auf dem Platz für etliche Anzeigen ist. Die bange Frage vieler Fans lautet nun, ob in der True Adventure auch ein Doppelkupplungsgetriebe (DCT) verbaut werden wird. Die Automatik kann zwar für einen erheblichen Push nach vorne sorgen und auch auf heftige Manöver des Fahrers reagieren. Aber DCT entspricht auch einem Komfortgedanken, der nach Auffassung einiger nicht recht zur Offroad-Philosophie passen will.

Steht die True Adventure bei Auslieferung auf Straßenreifen

Was der Fall sein wird, bleibt ebenso abzuwarten, wie die Antwort auf die Frage, ob Honda seiner True Adventure auch eine Straßenbereifung spendieren will. Sicher hingegen sind – das war schon bei der Erstpräsentation zu erheischen – dicke Bleche unter dem Motor sowie über dem Hinterrad, die den Steinschlag rund um den Globus sicher abfangen können.
Denn genau das wird die Aufgabe der CRF 1000L sein: Ihren Fahrer auf einer Tour um die ganze Welt begleiten zu können, vor allem, wenn dort keine befestigten Wege vorhanden sind. In dieses Konzept fließen natürlich auch die Dakar-Erfahrungen Hondas ein.

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Beitrag vom 21. Januar 2015

Gerüchte um die Honda Africa Twin Nachfolgerin

Sommer 2014: Etwas Großes und dabei aller Wahrscheinlichkeit nach überraschend Leichtes kommt auf uns aus dem Hause Honda zu. Die Vorgeschichte der erwarteten Neuvorstellung beginnt im Jahre 1988 mit der XRV 650 Africa Twin beziehungsweise im Jahre 1990 mit der XRV 750 Africa Twin. Beide Modelle liefen unter dem Label Reiseenduro und hatten hervorragende Geländeeigenschaften. Um die Jahrtausendwende jedoch wurde die Africa Twin Linie aufgegeben und durch die erheblich schwerere aber auch leistungsstärkere XL 1000V Varadero ersetzt. Der aktuelle Varadero-Nachfolger Crosstourer hat nochmals deutlich an Gewicht und Leistung zugelegt und zeigt sich als hervorragende Staßenenduro allerdings mit wenig Geländegängigkeit.

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Im Herbst 2015 ist es so weit – Honda CRF1000L True Adventure

Nun deuten alle Zeichen darauf hin, dass sich Honda wieder auf die Africa Twin besinnt und schon in Kürze einen Nachfolger präsentieren wird, der dann wieder auch für echtes Off-Road-Vergnügen stehen soll. Vielleicht ist es auf der INTERMOT in Köln Anfang Oktober 2014 schon so weit. Andere mutmaßen, dass sich Honda einen Monat mehr Zeit lassen könnte, um die neue Africa Twin unter dem Namen CRF1000L auf der Konkurrenzmesse EICMA in Mailand vorzustellen. In jedem Falle könnte die neue CRF1000L schon zur Saison 2015 beim Händler stehen.

180 Kilogramm Leergewicht sind das Ziel

Wie ihr Name schon vermuten lässt, wird die CRF 1000 ein ganzes Literchen Hubraum aufweisen. Auch scheint sicher zu sein, dass sie ihre Dakar-Tauglichkeit durch ein Rallye-Design zum Ausdruck bringen wird. Das heißt bei Honda, dass sie neben weiteren Outfit-Elementen wohl rot-schwarze Anleihen von der CRF 450 Rallye nehmen wird. Noch jedoch hat die neue Africa Twin niemand gesehen, der befugt ist, Details weiterzugeben. Dennoch ist einiges durchgesickert. An vorderster Stelle steht dabei das veranschlagte Leergewicht. Mit 180 Kilogramm soll die CRF 1000 (2015) rund 100 Kilogramm leichter werden als die Crosstourer. Damit würde selbst mit vollem 20-Liter-Tank die 200-Kilogrenze gerade so eben angekratzt. Sollte dies den Honda-Konstrukteuren inklusive eines 1.000-Kubikzentimeter Motors mit knapp 100 PS so gelingen, wäre es ein Meilenstein, wenn der avisierte Preis von um die 10.000 Euro oder sogar etwas darunter eingehalten werden kann. Eine Leichtbauweise ist eben auch mit erhöhten Materialkosten verbunden. Das um so mehr, wenn – und davon ist auszugehen – Honda keine Kompromisse in Punkto Qualität, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit machen wird. So konnte an den Vorgängermodellen der stets einsatzbereite Honda-Reparatur-Service bis heute nur wenige Erfahrungen durch defekte Bikes sammeln. Wird die neue CRF 1000 Africa Twin ebenso hochwertig an den Start gehen und dabei die genannten technischen Eckdaten bei geringem Gewicht zu einem Preis an der Grenze der Fünfstelligkeit erfüllen, ist ein echter Kracher zu erwarten, der Maßstäbe setzt.

Abschaltbares Gelände-ABS und Traktionskontrolle?

Es ist anzunehmen, dass Honda zur Kosten- und gleichzeitig Gewichtsreduktion statt eines V2-Motors einen Parallel-Twin genannten Zweizylinder-Reihenmotor einsetzen wird. Auch wird der Hersteller aus Tokio für die Kurbelwelle wohl einen Hubzapfenversatz von 270 Grad wählen. Schließlich will der Enduro-Biker ja auch einen Sound nach seinem Geschmack erleben. Das Kürzel CRF deutet zudem darauf hin, dass die neue 1000er mit lediglich einer Nockenwelle eine Unicam-Ventilsteuerung für die Vierventil-Zylinderköpfe nutzen wird. Auch dies dürfte zu einem Gewichtsvorteil kombiniert mit geringeren Produktionskosten führen. Darüber hinaus wird die CRF 1000 serienmäßig über ein ABS verfügen. Für diese Voraussage ist keine Kaffesatzleserei notwendig. Ab 2016 sollen alle neuen Motorräder in der EU allemal mit ABS ausgestattet sein. Da ist es naheliegender, ein Modell, das einige Monate vorher auf den Markt kommt, gleich bei der Erstveröffentlichung mit einer Stotterbremse zu versehen, als kurze Zeit später ein Modell-Update auf den Markt zu schieben. Nach Vorabinformationen soll sogar ein eignes entwickeltes Gelände-ABS vorgesehen sein. Die große Frage ist jedoch, ob das ABS, mit dem Zusatz Gelände oder nicht, abschaltbar sein wird. Dafür spricht, dass die Wiedergeburt der Africa Twin ein Off-Roader werden soll. So sehr ABS auch zur Verkehrssicherheit einer Reiseenduro auf dem Asphalt beiträgt, in waghalsigem Gelände wird der Fahrer gerne darauf verzichten. Als ausgemacht gilt jedoch, dass die Konstrukteure der CRF1000L (2015) eine Traktionskontrolle mit auf den Weg geben, die ein Durchdrehen der Räder verhindern soll und bei der CRF 450 Rally während der Rallye Dakar in 2014 ein Alleinstellungsmerkmal war.

Kommt die CRF 1000 wie vermutet, wird sie ein harter Brocken für die Konkurrenz

Schließlich ist, da dem Einsatz im Gelände voll Rechnung getragen werden soll, davon auszugehen, dass bei der Bereifung vorne ein 21-Zoll-Rad verbaut werden wird und hinten eines mit 17 Zoll. Kommen nun noch an beiden Enden Federweg von 250 Millimetern hinzu, kann sich eingedenk der bisher genannten vermuteten und wahrscheinlichen Merkmale der CRF1000L Africa Twin 2015 die Konkurrenz warm anziehen. Da ist zunächst einmal die KTM 1195 Adventure zu sehen, die jedoch seit den Zeiten der 950 Adventure gewaltig an Pfunden und Leistung zugelegt hat und bei der heute der Reiseaspekt mit sehr kräftiger Motorisierung im Vordergrund steht. Etwas näher an den mutmaßlichen Daten der CRF1000L liegt die BMW F 800 GS, die ihrerseits eine Antwort unter anderem auf Honda XRV 750 Africa Twin war und für knapp 11.000 Euro ab Werk angeboten wird. Kann die CRF 1000 hier mithalten und den Honda-Joker der überlegenen Zuverlässigkeit und Langlebigkeit ziehen, dürften die rückläufigen Verkaufszahlen der BMW weiter nach unten gedrückt werden.