TET Reise, Herangehensweise

  • #1

    Hallo,

    das Thema TET lässt mich nicht ganz los.

    Ich habe mir einigen gpx Dateien ins Basecamp importiert und sehe, dass das alles Bröselspuren sind.

    Nur zur Info. Ich spiele mir diese Spur aufs ZumoXT und fahre dann dieser Linie nach? Das wars dann schon? In der Hoffnung, dass dort keine Fahrverbotsschilder stehen.

    Wer von euch machte das schon und hat was dabei beachtet?

    Danke euch

    OLI

    Si natare non potes, numquam culpa subligaris est balnearis.

    :romance-caress:

  • #2

    Genau, Du kannst einfach der Linie folgen, wobei ich annehme, dass Dein Zumo das auch routen kann.

    • Da die Tracks immer wieder aktualisiert werden, sollte man keinen uralt-Download verwenden.
    • Auf der TET Webseite gibt es Tips zu Streckensperrungen. So sind bspw. in Frankreich und Spanien ggf. manche Abschnitte im Hochsommer wegen Waldbrandgefahr absolut verboten.
    • Auch die TET Facebookgruppe ist wohl ein guter Tip, um ueber aktuelle Sperrungen, Streckenzustand etc. informiert zu werden.
    • Ich meine, die TET Dateien enthalten auch eine Auswahl empfehlenswerter Restaurants etc. entlang der Route.

    Wir werden uebermorgen Frankreich Sektion 13 probieren.

    :neener:

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  • #3

    Danke,

    ja, da sind auch Wegpunkte interessante dabei. Das Thema ist echt spannend. Nur alleine ohne Geländeerfahrung ist halt so ein Ding. Wenn ein ein Weg in der Nähe gäbe. Auch überlege ich, ob und wie die ATAS vorbereitet werden muss.

    Si natare non potes, numquam culpa subligaris est balnearis.

    :romance-caress:

  • #4

    Die wichtigste Vorbereitung ist eigentlich nicht beim Motorrad sondern bei dir. Motorrad sollte gut gewartet und den Anforderungen entsprechend bereift sein (kein Straßenreifen drauf), dann kann die das schon.


    Wichtig für dich ist, dass du grundlegende Reparaturen selbst machen kannst. Ganz wichtig ist bei den Schlauchfelgen der Wechsel eines Schlauchs mit dem Werkzeug, das du dabei hast. Ansonsten sind alle Bowdenzüge 1 mal als reserve am Motorrad verlegt nicht verkehrt aber je nach km stand auch nicht unbedingt erforderlich.

    Und ich bin TET noch nicht selbst gefahren aber nach dem was man so hört und liest ist das alles fahrbar aber nicht unbedingt kinderleicht. Also alleine ohne vorherige Offroad Erfahrung vielleicht nicht unbedingt zu empfehlen. Mit einem Motorrad wie der ATAS ist das allerdings generell nicht so wirklich alleine zu empfehlen. Du kannst immer blöd fallen, so dass das Mopped auf dem Stiefel liegt und du da nicht mehr alleine raus kommst. Aber das ist dann eine eher philosophische Einstellung. Ich persönlich fahr "Offroad" (also alles was ich als Anspruchsvoll empfinde und wo die Gefahr besteht, dass ich keinen Handy Empfang habe) nie alleine. Andere sind schon alleine bis nach Asien gefahren.

  • #5

    Ich wuerde Dir auch empfehlen, Dich mit jemandem zusammen zu tun. Es muss gar kein Unfall sein, selbst wenn Du nur im Schlamm festsitzt, ist Begleitung gut. Und wenn doch mal ein Reifen platt ist oder etwas kaputt geht, kann der Kollege helfen, hilfe holen, mit dem platten Rad hinten drauf eben zum naechsten Reifenhaendler fahren ...

    Schlag einfach einen Zeitrahmen und eine Strecke vor, und vielleicht findet sich sogar hier jemand. Es gibt auch herstellerunabhaengige Foren, auf denen man nach Mitfahrern suchen kann.


    Bei den ersten Ausfluegen auf unbefestigte Wege kann es durchaus passieren, dass Dir das Motorrad umfaellt. In den seltensten Faellen hast Du da Geschwindigkeit drauf, so dass das nicht schlimm ist - es sei denn, Du landest unter dem Motorrad oder den Koffern. Schutzbuegel sind sinnvoll, um dabei die Verkleidung zu schuetzen, da gibt es hier diverse Themen, in denen die Varianten diskutiert werden. Ein Bodenschutz fuer den Motor ist auf leichteren Schotterpisten nicht zwingend noetig. Reifen wurden schon erwaehnt. Damit Brems- und Kupplungsgriff beim Sturz nicht abbrechen, gibt es abklappbare Hebel oder stabile Handschuetzer. Ein anderer Trick waere, die Klemmung der Armaturen etwas zu loesen, so dass sie sich bei einem Sturz wegdrehen koennen.

    Verzichte auf Gepaeck soweit es geht, jedes Kilo weniger hilft. Ein Gepaecktraeger hingegen ist nicht schlecht, da er eventuell helfen kann, den Schalldaempfer vor Dellen zu bewahren.


    Ich bin mit der AT direkt nach dem Kauf nach Albanien gefahren, und hatte nur einen Abend fuer die Vorbereitung des Motorrades. Der Haendler hatte mir TKC80 montiert, und ich habe abends noch einen Bodenschutz, und mein Navi montiert. Fuer die Schutzbuegel war einfach keine Zeit mehr, und so ist bei einem Sturz auf nassen Steinen die Seitenverkleidung verkratzt worden.

    DSCF0601-L.jpg


    Seitdem habe ich noch einiges andere veraendert, aber das war nicht alles zwingend noetig ...


    Ich habe noch recht wenig TET Erfahrung, konnte mich aber mit ein paar Linesmen (das sind die Hueter des TET) und anderen unterhalten, die ihn besser kennen. Mein Eindruck ist, dass der TET meist auch fuer Grossenduros fahrbar ist. Es kann schwere Stellen geben, wo man dann vielleicht mal 20km Umweg fahren muss. Es gibt aber Abschnitte, die eher fuer leichtere Maschinen gedacht sind - deshalb mein Tip oben, sich vorab zu informieren.

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  • #6

    ... solltest du das Projekt nicht angehen. Der TET ist vor allem in nassen Passagen recht anspruchsvoll, das Rad schnell weg und bei einem allfälligen Sturz mit eingeklemmtem Bein wird dich mglw. niemand finden.


    edit:

    ich seh grad dass sich pip bereits ausführlicher geäussert hat

    Wenn du stürzt, werde ich da sein.. :romance-adore: 


    - Boden

  • #7

    Grundsätzlich ist die Idee des TET, dass man sich abseits asphaltierter Wege fortbewegt, daher sind Stollenreifen (TKC 80, Anakee Wild) schon sehr empfehlenswert. Auch ein wenig Offroad Erfahrung ist schon ganz gut, gerade wenn es ein so schweres Moped wie die ATAS sein soll. Als Anfänger wäre eine 250 L besser.


    Es gibt je nach Region auf dem TET einfach Sektionen (Feldwege), die man auch mit einer Großenduro easy meistern kann, aber es gibt gerade im südlichen Bereich (Albanien/Bosnien) auch heftige Abschnitte. Und die Fahrbarkeit ist stark von der Witterung abhängig!


    Eine einfache Forststraße in Bosnien kann im Trockenen Zustand die reinste Autobahn sein, wenn es regnet wird die gleiche Strecke fast unfahrbar...


    Generell fahre ich Trails sektionsweise auch alleine, aber nicht mit Gepäck und einer schweren Maschine. Besser ist immer zu zweit!


    Aber die Hauptsache ist: einfach mal trauen! Gerade in Polen und Holland gibt es tolle Trails des TET, wobei Holland durch Tiefsandpassagen schon anstrengend werden kann!


    Ich fahre im August wieder einen Teil Ostalpen und im September Holland!

    :auto-dirtbike:

  • #8

    Bei der Navigation mit den Waypoints des TET kommt mein Tripy II übrigens super zurecht! Genau dafür wurde dieses Gerät entwickelt!


    Ist aber jetzt nicht das Thema, ich weiß...8o

  • #9

    Es gibt ja nun sogar einen TET Schweiz, der führt quasi neben meiner Haustüre vorbei (zum Glück nicht direkt). Mangels legal befahrbaren Schotterwegen führt der fast ausschliesslich über (wunderschöne) Teerstrassen. Aber der Ersteller kennt wohl die CH nicht so gut wie er schreibt :whistling: Es gibt sie, ich weiss noch viele versteckte legale Schotterstecken. Aber ich würde mir bei einer Bekanngabe selber ins Knie schiessen, die wären in der dichtbesiedeleten CH mit ihren Millionen erholungbedürftigen Radfahrern, Wanderern, Hundebesitzern, Reitern, Rentnern, MTBlern ruckzuck gesperrt wenn sich die TET-Horde darauf stürzen würde.. ich predige seit Jahren, diese nicht einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu geben. Der TET wird seinen Teil leider auch dazu beitragen, dass solche Strecken geperrt werden.


    Aber vielleicht tue ich ihm auch unrecht und er hat diese Schotterwege aus Rücksicht nicht eingebaut ;)

    Wenn du stürzt, werde ich da sein.. :romance-adore: 


    - Boden

    Einmal editiert, zuletzt von Âventiure ()

  • #10

    Im Ausland habe ich keine Erfahrung sammeln können bisher, ich bin jedoch den TET durch Mecklenburg Vorpommern gefahren. Es ist für viele hier wahrscheinlich eine Fahrt auf dem flachen Teller.

    Was habe ich als totaler Offroad Neuling für mich mitgenommen:

    - Man fährt sehr weit allein durch die Pampa, das macht es ohne Handyempfang teilweise gefährlich

    - nimm genug Wasser mit

    - nimm genug Werkzeug mit

    - hör auf dein Bauchgefühl - ich bin einmal in einen Wald hinein gefahren, in dem vorher ein Sturm gewütet hatte, allein im tiefen Sand zu rangieren ist die Hölle

    - montiere Dir Schlaufen an der Gabel vorn, so kann Dich jemand ziehen


    Ich war damals mit meiner 701 Enduro unterwegs, also ca. 110KG weniger als die ATAS und da hab ich manchmal schon echt gepumpt. Mit der ATAS würde ich solche Reisen nicht alleine machen mit meiner wenigen Erfahrung. Nach dem dritten mal aufheben ist man körperlich schon sehr gefordert.


    doppelt hält besser: nimm genug Wasser mit


    Navigiert habe ich mit Guru Maps und einem iPhone, man kann die GPX Datei dort sehr gut bearbeiten.

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