COVID: Erfahrungen und Politik (kein Motorradthema)

  • #271

    ... Man nimmt dir etwas weg, das dir gehört, und du bekommst es erst wieder, wenn du etwas gefährliches getan hast?


    Stell dir vor man nimmt dir deine AT weg, und verspricht dir, du bekommst sie erst wieder, wenn du etwas tust, was dir voraussichtlich körperlich schaden wird.

    Und selbst wenn du das tust, heißt es anscheinend, ätsch, du kriegst die AT trotzdem nicht zurück.


    Stimmt, das sind nichtmal "Privilegien" sondern Verarschung.

  • #272

    Noch ein Senf von mir dazu - ohne in die Sachfragen einzusteigen, mehr zum psychologischen Hintergrund.

    Das Thema ist so brisant, das ist schon krass. Man unterschätzt leicht die Sprengkraft, selbst quer durch Beziehungen, Freundschaften, Familien. Die persönliche Sichtweise auf Corona zeigt aber sehr viel von unserer inneren Landkarte, und wie wir so ticken. Wir erkennen an wenigen Aussagen schon, mehr oder weniger unbewusst: so ist diese Person, und das ist dann natürlich auch auf andere Bereiche übertragbar, so dass wir dann zu dem Schluss kommen - also mit dem möchte ich mal gar nichts zu tun haben, oder ähnliches.


    Die meisten schwimmen irgendwie mit, und machen sich eher passiv Ausschnitte der sie umgebenden Fakten und Meinungen zu eigen, das gibt dann halt so einen Mix, nicht unbedingt das Schlechteste, aber auch nicht besonders innovativ oder spannend, weil man das alles selber schon irgendwie durch hat. Die sind auch nicht besonders laut. Dann gibt es noch die Ränder, wo deutlich mehr gemeint und gefühlt wird.


    Ich höre oder lese ganz gerne Interviews mit Psychologen über die Thematik, sie weisen recht überzeugend nach, dass viele Positionen schlussendlich mehr über die Leute sagen, die sie äußern, als über die Sachlage. Es ist dabei schon recht eindeutig, dass das Anti-Corona-Lager in Punkto psychologischer Reife dabei nicht allzu gut wegkommt. Im Kern wird alles rund um Corona als unzumutbare Attacke auf das eigene schöne Leben gesehen, und dass nun endlich mal Schluss zu sein hat, basta. Teils sind die Verhaltensweisen sogar ziemlich kindisch, so wie ein Kleinkind einfach anfängt zu schreien wenn ihm was nicht passt, und damit auf Erlösung hofft, weil das bisher auch meistens funktioniert hat. Donald Trump ist das Paradebeispiel.


    Auf der anderen Seite zeigen die Corona-Vorsichtigen eher erwachsene, rationale Denk- und Verhaltensweisen. Wenn ich etwas nicht ausreichend kenne und einschätzen kann, bin ich lieber etwas zu vorsichtig, ich verzichte heute in der Hoffnung dass es für meine Zukunft sinnvoll ist, ich übe Selbstdisziplin auch wenn die Belohnung zunächst nicht klar erkennbar ist, ich verhalte mich solidarisch weil ich dadurch auch was zurückbekomme etc.

    Ich finde es gut, wenn solche Muster neutral und ohne persönlichen Vorwurf dargestellt werden, dann kann jeder damit machen was er will, oder es eben lassen.

    Honda eben.

    Einmal editiert, zuletzt von ATBavaria ()

  • #274

    So hab ich das noch nicht betrachtet. Danke für eine neue Sichtweise. Muss ich mir mal für mich durchdenken.

    Also ganz so krass ist das mMn nicht. Du tust ja so, als ob es quasi jeden trifft, dass er an Nebenwirkungen/Folgen einer Impfung zu leiden hat. Das ist aber nicht so. Es kann zwar jeden treffen, das stimmt schon, aber die Wahrscheinlichkeit liegt trotzdem immer noch bei < 1pro Million Geimpfter. Ist also, wenn man bei der Risikoeinschätzung eines Medikamentenbeipacktextes bleibt "extrem selten".

  • #275

    Witzig, was sich jemand über eine Impfung und der damit einhergehenden Nebenwirkungen im entsprechenden Prozentbereich Gedanken macht, der in seiner Freizeit gerne Mopped fährt.

    Vielleicht sogar Raucher ist!? Und ab und an mal einen hebt. Und rotes Fleisch isst.

    Alles freiwillig. Wie die Impfung.

    (...was das angeht: Sollte man die Gruppenzwangeffekte nicht mit Ende der Pubertät abgelegt haben!? Ich entscheide ob ich geimpft werden will. Ganz einfach.)


    Und Pfitzerprodukte vielleicht bisher aus eher horizontalen Lebensbereichen kennt, da aber das "leichte" Herzinfarktrisiko natürlich gerne in Kauf nimmt.


    Und der sich vielleicht auch gerne mal gegen sonstwas für tropischen Mist impfen lässt, weil is ja Urlaub. Allein was diese Impfungen teils krasse Nebenwirkungen haben. Bisher gesellschaftlich komplett irrelevant.


    Saulustig wie unreflektiert mancher an dieses Thema geht, das dann aber als "Meinung" unbedingt der Welt mitteilen muss.


    DAS nervt mich an Corona weit mehr als jeder Pseudolockdown oder jede Gewerbevernichtung oder jeder sinnbefreite Schülernasenbohrerschnelltest.


    Und ja: Trinkt mehr Desinfektionsmittel. Was außen wirkt, kann innen nicht schaden.


    :music-rockout:

  • #276

    Ich möchte mal schreiben wie die Norweger so ticken in sachen Covid.

    Die Norwegische Bevölkerung wurde angehalten einen Einsatz zusammen gegen den Virus und für die Schwachen der Risikogruppen zu unternehmen.

    Diese Regeln wurden gut erklärt von der Regierung und wurden natürlich statisch verändert im Laufe der Pandemie.

    Von Anfang an wurde so kommuniziert das es ein solidarischer Einsatz für die schwachen ist!


    Die Bevölkerung steht in grossen Zügen dahinter und verhält sich entsprechend den Vorgaben. (natürlich gibt es immer einig wenige dagegen)

    Die Grundstruktur des Norwegischen Systems ist solidarisch aufgebaut, das zieht sich durch das Arbeitsleben, privat und eben durch das ganze Leben. Deshalb bin ich hier auch 1999 hingezogen, dieses System finde ich für mich persönlich angenehmer.


    Kurz erklärt: "Du als Person bist nicht wichtiger als dein Nebenmann"

    Speziell bei der Arbeit: "Um erfolgreich zu sein sollst Du deinen Nebenmann/Kollegen hoch heben"

    Hast Du nichts gutes zu erzählen über Deinen Nebenmann, so erzähle nichts!

    usw....


    Natürlich nicht in dem Mase wie Nordkorea, das ist klar!

    Und natürlich hat die Regierung nicht alles richtig gemacht im Laufe des letzten Jahres, da sind sich alle darüber einig.

    ABER solch Situation ist noch nie aufgetreten und alle versuchen Ihren Job so gut es geht zu machen.


    Ja es gibt auch in Norwegen Corona "Gegner" und andersdenkende.

    Letztes Wochenende war zb. eine Demo in Oslo vor dem Regierungsgebäude.

    200 Demonstranten sind erschienen und ich muss sagen was mann so hört im privaten, diese haben keine Rückendeckung in der Bevölkerung. (und ja Norwegen hat nur 5,3 mill Einwohner, das müsste man also hochrechnen....)


    Kurz zusammengefasst:

    die Norweger sind etwas weniger ICH bezogen und versuchen solidarisch aufzutreten, ich würde mir wünschen andere könnten das ebenso. Oder aber die Norweger sind zu leichtgläubig und "dumm", keine Ahnung was nun das "richtige" ist.


    Und ja, ich bin auch perönlich betroffen. Ich habe meinen schwehr kranken Vater seit beginn der Pandemie nicht mehr sehen können/dürfen. Und ich weiss nicht ob er noch so lange aushält oder ob er mich noch erkennen wird. Mir brennt es unter den Fingern Ihn zu besuchen und ich bin oft den Tränen nahe...aber WIR müssen eben alle aushalten.


    Und ich kenne auch Menschen die an diesem Virus gestorben sind und mir wird schlecht dabei einige Kommentare zu lesen.

    Aber ich sage mir auch: das einzige was uns verbindet ist die AT, ich brauche und kann nicht alle sympatisch finden.


    in diesem Sinne, bleibt gesund

  • #277

    Genauso ist es! Und genau deshalb kommt Skandinavien - außer Schweden - vergleichsweise glimpflich durch. Ebenso wie einige ostasiatische Länder, wobei es in China mehr mit Druck und Angst zu tun hat.


    Und deshalb sind Studien wie die von Ioannidis ("Lockdown bringt nichts!") eben unsinnig.

  • #278

    Die Positionen, und ja, ich nenne sie immer noch Meinungen, sind schon sehr interessant. Menschen, die sich nicht mit etwas relativ unerforschtem impfen lassen wollen, von dem Nebenwirkungen von leicht bis teilweise tödlich bekannt geworden sind, wo erst gesagt wurde nicht für über 60jährige, dann nur für unter 60jährige und jetzt wieder andersherum (oder wie auch immer), werden mit trotzigen Kindern verglichen. Und das muss ja alles auch sein, vor allem wegen der jetzt so tödlichen B.117 Variante.... die ja seit gestern gar nicht mehr so tödlich ist....

    https://www.fr.de/wissen/coron…heit-london-90457997.html

    Ist schon komisch, dass es so viele trotzige Kinder gibt. Und dass die zu einem großen Teil nicht nur aus Hooligans oder anderen Randgruppierungen bestehen sonder einen bunten Querschnitt durch unsere Gesellschaft abbilden. Aber, alles Idioten, Aluhüte, unsolidarische, Querdenker (wobei das für mich immer noch ein Lob darstellt). Und dann die Vergleiche, wer raucht, der kann sich ja auch impfen lassen. Harter Tobak. Darum geht es doch gar nicht. Ob ich rauche, entscheide ich selbst. Ob ich Fleisch esse auch. Hier geht es um den Druck, der aufgebaut wird, dass sich gefälligst jeder mit nicht ausreichen erprobten Impfstoffen impfen lassen soll, weil die , die es nicht tun schuld am Tod anderer sein werden und schuld daran sind, dass alle im Lockdown bleiben müssen. Obwohl die Wirkung des Lockdowns relativ evidenzfrei ist. Keiner, der sich nicht impfen lassen will, regt sich über die auf, die es wollen. Andersherum ist das Geschrei riesengroß. Ich frag mich, wer hier der Teenager ist. Und dann die "positive Bilanz" des AZ-Zeugs. Da nimmt man also tote und Schäden an Menschen in Kauf, weil es mehr bringt als es nützt? Die Serie "24" beschäftigt sich 7 Staffeln mit dem Thema was man einem antun darf um viele zu "retten". Das ist ein sehr sensibles Feld, rechtlich aber eigentlich eindeutig. Und wenn ich mich gegen irgendwas impfen lasse weil ich in den Urlaub will, dann gehe ich zum Arzt, der bespricht das mit mir, auch in Bezug auf meine persönliche Krankengeschichte, Nebenwirkungen und auch die Verträglichkeit mit vielleicht anderen Medikamenten, die ich einnehme. Dann kommt eine persönliche Risikoabschätzung, die ich gemeinsam mit dem Arzt mache. Und dann lasse ich mich impfen oder halt nicht. Und so ist das auch richtig.

  • #280

    Aktuell steigen wohl fast überall die Inzidenzwerte und sie wissen wie fast immer nicht warum und denken wie fast immer über strengere Maßnahmen (immer nur im privaten, nicht im beruflichen Umfeld - ist schon komisch ;)) nach, die von manchen ja auch schon länger rigide gefordert werden.


    Der Igel ist immer schneller als der Hase, der sich auch wundert daß die Verdopplung seiner Anstrengungen nichts bringt.

  • Hey,

    dir scheint die Diskussion zu gefallen, aber du bist nicht angemeldet.

    Wenn du ein Konto eröffnest merken wir uns deinen Lesefortschritt und bringen dich dorthin zurück. Zudem können wir dich per E-Mail über neue Beiträge informieren. Dadurch verpasst du nichts mehr.


    Jetzt anmelden!