Ich würde für mich sagen, daß der Begriff "Technologiefeindlichkeit" etwas zuweit geht,
ich würde da eher "Skepsis" oder "Kritik" einsetzen.
Nehmen wir mal unser aller Lieblingsgefährt, die AT. Die 1100er hat zum Beispiel Apple
Carplay und Android Auto an Bord. Der Threadersteller Sampleman
nutzt diese Technik sehr intensiv, hat sich damit beschäftigt und gibt auch wertvolle Tips.
Mir geht das meilenweit irgendwo vorbei. Im Auto nutze ich es, beim motorradfahren
will ich nicht telefonieren, keine Musik hören und was man sonst noch mit dieser Tech-
nologie anfangen kann.
Aber ich fahre nun mal eine 1100er und habe diese Features an Bord. Also muß ich auch
mit den Lenkerarmaturen leben, Honda wird mir sicher keine AT ohne bauen.
Und nicht zuletzt müssen die Hersteller auch auf gewisse gesetzliche Vorgaben achten.
So konnte man 2016 noch eine CRF 1000 ohne ABS ordern, heute absolut undenkbar.
Oder wie groß war das Geschrei, als Honda das DCT auf den Markt gebracht hat. Motor-
rad mit Automatik! Sakrileg, Katastrophe, Untergang des Abendlandes, und so weiter.
Mittlerweile etabliert, viele haben es und sind glücklich damit.
Imho gibt es nur die Möglichkeit, neue Features und Technologien zu nutzen oder eben
zu ignorieren. Beeinflussen kann man die Entwicklung nicht, diese geht stetig weiter, ob
einem das passt oder nicht. Vor 40 Jahren hätte auch keiner gedacht, daß heute fast
jeder einen tragbaren Computer hat, mit dem man auch telefonieren kann.
Sicher kann man sich deswegen den Wanst faltig ärgern oder sich "angekotzt" fühlen.
Bringt aber genausowenig, wie sich über das Wetter zu ärgern.
Gewisse Dinge achselzuckend ignorierende Grüße