ADAC Test der Honda CRF1000L DCT

  • #21


    Sind sie zumindest nach der Theorie nicht - die Formel lautet Bremsweg in m = (Anfangsgeschwindigkeit m/s)² / 2* a (a = Bremsverzögerung in m/sec²).
    Wie hoch "a" ist hängt aber vom Untergrund und von den Fahrzeugbedingungen ab. Das können maximal 9,81, 8 aber auch nur 1 m/s² sein. Im Falle von Honda ABS Motorrädern reden wir bei ansonsten guten Bedingungen meist über Werte von ca. 9,2 m/s² da Honda keine Stoppieerkennung nutzt, sondern die maximale Verzögerung vor ABS Regelung auf Werte knapp über 9 reduziert.


    100 km/h sind 27,77 m/s das ganze mit 9 m/s² Verzögerung in die Formel eingesetzt ergibt (27,77)² / 18 = 42,8 m Bremsweg (natürlich ohne Reaktionsweg)


    Diese Berechnung gilt für alle Fahrzeuge - vom Formel 1 bis zum 40 Tonner (ausreichend leistungsfähige Bremsanlagen vorausgesetzt)


    Jetzt kommt aber das große ABER....


    Neben der reinen Gleitreibung kommt es zum Formschluss zwischen dem Reifen und der Straßenoberfläche. Hier spielt dann plötzlich das Gewicht (neben Rauigkeit der Straße, Grip des Gummis usw.) eine Rolle. Je höher das Gewicht pro cm² Auflagefläche des Reifens ist, desto höher die maximal erreichbare Verzögerung. Ein MotoGP Motorrad erreicht dabei Werte von 1,8g (1g = 9,81 m/s²) die Formel 1 Spitzenwerte von etwa 5g


    Eine Goldwing hat daher aus mehreren Gründen einen kürzeren Bremsweg als die AT:


    Höhe des Schwerpunktes, Veränderung der Schwerpunkthöhe durch das Bremsen, Länge des Radstandes ermöglichen späteren ABS Einsatz und höhere Grundverzögerung
    Gewichtslast auf beiden Reifen und Gewicht pro cm² Auflagefläche ermöglichen höhere Zusatz-Verzögerung

  • #22


    Genau das haben ArAl und ich ja in viel kürzeren Worten gesagt. :lol: :lol: :lol: :lol:


    Es ist schön jemanden zu haben, der das auch so gut erklären kann.
    Ich weiß, dass es so ist, du weißt warum es so ist. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

  • #25

    Die Bremsen sind halt Bremsen, weder wirklich gut noch wirklich schlechte.


    Wer sehen will was das Maß der Dinge in dem Segment ist sollte mal mit einer aktuellen GS eine Vollbremsung machen. Verzögerung und Stabilität sind eine andere Liga. Beim in die Kurve hineinbremsen dagegen spielt die AT in einer anderen, besseren Liga da sie glasklar Rückmeldung gibt was das Vorderrad macht, davon kann jeder GS Fahrer nur träumen, aber das hat nichts mit den Bremsen zu tun sondern damit, dass die AT eine klassische Gabel hat.
    Alles hat halt seine Vor- und Nachteile.

    AT,DCT:

    BMW GS LC

  • #26

    Seit Otto kennt man doch die Formel:
    Je länger das "Sitt", desto stärker das "Bums". ... oder so ähnlich.

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    CRF1000D Tricolor SD06 TKC70, HEED Bunker, TomTom 410 + Navigon Cruiser :auto-dirtbike:

  • #27

    Hier ein anderer Test http://www.motorradonline.de/e…n-im-top-test.707896.html


    Bremswege lassen sich übrigens nur vergleichen wenn sie unter gleichen Bedingungen ermittelt wurden. Besonders die Temperatur von Reifen und Strasse beeinflussen den Bremsweg auch bei gleicher Teststrecke.
    Falls auch noch auf verschiedenen Teststrecken gebremst wird ist eh jeder Vergleich unmöglich.


    Gruss, Peter

  • #28

    Danke, den Test kannte ich noch gar nicht.
    Was ich aber nicht verstehe ist der Teil 9/10 unter Messwerte Getriebe. Da wird von 80 Nm Anfahrdrehmoment bei knapp über 2000 Touren gesprochen. Wie auch immer. Stimmt das denn so? Was ist Anfahrdrehmoment? Wenn ich mir überlege, dass die V-Stromm 1000 bei 4000 Touren ihre sehr bemerkenswerten um 100 Nm hat, dann wäre der Wert ja schon echt richtig gut.
    Kann mir da jemand weiterhelfen? Brauche solche Zahlen zwar nicht um mich geil zu fühlen oder mir mal wieder mein Bike als geiles Teil zu bestätigen, aber es interessiert mich. Ist das ungewöhnlich hoch oder wie oder was.
    THX!

    AT Tricolour DCT S1 2016 Schnitt auf 16tkm: 4,63 l .. seit S2 Modus gut 0,3 l mehr aber auch geiler
    Längste Tagestour: 624 km :clap:
    Davor: 2012er NC 700 X DCT :cry:

  • #29

    Hallo,


    Die Redakteure meinen einfach das Drehmoment welches ab ca. 2.000Umdr./min zur Verfügung steht. Das ist eben die typische Drehzahl mit der man "anfährt".
    Du kannst das auf dem abgebildeten Diagramm sehen.


    Hat das Motorrad "schon unten heraus viel Leistung" oder nicht.
    Und Motorrad möchte wohl sagen, sie hat ausreichend Leistung, ohne ein Enbrechen oder so.


    Vergleiche einfach mal ein paar Diagramme aus dem Internet und Du wirst Unterschiede feststellen.


    Wichtiger für den Fahrbetrie ist das was sich darüber hinaus abspielt.


    Gruss
    Harald

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