Beiträge von PaoloGreco

    Ach ist das schön - Bilder aus meiner Heimat. Ich bin direkt hinter dem Kapellchen Richtung Andenauer Haus im Frankenweg aufgewachsen. Habe am Ziepchenbrunnen in Rhöndorf meine Trinkflasche für Mountainbiketouren durch das Siebengebirge gefüllt und am Fuße des Darchenfelses gute Partys gefeiert. Sehr oft war ich auch unter dem Siebengebirge auf Erkundung - dort gibt es ein riesiges Höhlensystem das eigentlich unzugänglich ist, aber wenn man weiß wo man im Wald suchen muss... lang, lang ist es her und ich war noch gar nicht mit meiner AT wieder dort - muss ich dringend mal ändern ;-).


    Mein lieber Rheinlandtourer, da hast du mir aber jetzt noch gute Laune gemacht, nachdem ich eben eine geplante Runde bei bestem Wetter nicht starten konnte, weil meine Batterie den Geist aufgegeben hat.

    Hallo Twinner,


    ich würde dein Bordwerkzeug noch um ein Reifeflickset erweitern, zumal du ja einen Kompressor dabei hast.

    - Was ich immer dabei habe, auch als große Powerbank nutzbar, ist eine Starthilfe. Eine leere Batterie kannst du immer mal irgendwo in der Pampa haben und du kannst auch anderen Motorradfahrern oder auch Autofahrern ganz schnell ein großes Lächeln ins Gesicht zaubern, wenn du in Sekunden ihre Kiste wieder starten lässt und sie nicht mehr auf den ADAC warten müssen..

    - Neben Kabelbindern haben sich bei mir auch 2, 3 Schlauchschellen in unterschiedlichen Größen bewährt. Wiegen nichts, wenig Platz aber noch mal deutlich stabiler als Kabelbinder.

    - Nimm noch ein paar kurze Stücke Leitungsdraht, zwei Wago-Klemmen oder Lötverbinder + paar Sicherungen mit und du kanst dir auch bei dem einen oder anderen Elektrikproblem helfen.

    - Ein Mulitool und ein gutes Messer kann auch nicht schaden.

    - Ich habe Pfefferspray griffbereit dabei - wild streunende Hunde können schon mal penetrant werden, ungebetener Zeltbesuch des nachts vielleicht erstmal bisschen Pipi in den Augen, statt Messer zwischen den Rippen...

    - Je nachdem wo ich unterwegs bin nehme ich eine Halbgarage mit. Nicht um meine AT vor Umwelteinflüssen zu schützen, sondern vor neugierigen Blicken - sehr billige ziemlich effektiver Diebstahlschutz vom ganzen Moped bzw. auch vor schnellem Zugriff auf z.B. Softgepäcktaschen. Klar ist die Plane schnell entfernt, aber dies ist erstmal ein Schritt, den der potentielle Kandidat sich wagen muss und wo er bei erwischt werden könnte.

    - Ein Gepäcknetz über der Rolle ist praktisch - schnell mal die Unetrhose, Handtuch, Handschuhe etc. zum weitertrockenen drunter gepackt, den stinkenden Müllbeutel bis zum nächsten Mülleimer, beim abendlichen Einkauf Großformatiges (Brot, flasche Wein etc.) mal schnell drunter geklemmt bis zum Nachtplatz.

    - Eine kleine ausziehbare, selbstaufrollende Wäscheleine ist praktisch für die Trocknung der gewaschenen Unterwäsche.


    - Lippenstift hast du schon aufgeführt - ganz wichtig. Wir sind schon mal zu viert auf Tour in einen Tante-Emma-Laden gestürzt und haben 4 Labello gekauft ;-).

    - Die Apotheke könntest du noch mit Augentropfen erweitern, wenn du auch mal gerne mit offenem Visier fährst.

    - Bei mir wären noch ein paar IBU dabei, man weiß ja nie ob das letzte Glas Wein nicht doch schlecht war und der Helm am nächsten Tag nicht mehr passt ;-).

    Tja und schon wird die eigentlich minimalistische Gepäckausstattung pö a pö doch wieder mehr und das Moped wieder schwerer ;-). Meine Erfahrung ist aber, dass man am meisten an den Klamotetn einsparen kann. Eigentlich hat man ja doch nur die Motorradsachen an ;-). Aber diese hast du ja schon aufs Minimum reduziert.

    Ich freu mich schon, wenn ich wieder meinen Kram packen und meine Packliste abhaken kann - dann steht endlich die nächste Tour wieder an.


    Besten Gruß

    Mario

    Höchst interessant - bei mir ist es genau umgekehrt! Der Ranger hat hinten bis 0 mm Restprofil 5.300 km (sehr zügig Vogesen + Alpen, eher gemütlich Apennin + Toskana) gehalten und vorne neigt er sich mit jetzt über 11.000 km langsam dem Ende zu. Ich habe daher hinten schon auf den K60 Scout gewechselt und werde es vorne bald machen. Sollte die Performance Offroad bei dem Scout vorne deutlich schlechter sein, käme bei mir genau die umgekehrte Kombi in Frage, also vorne Ranger und hinten Scout.


    Zum Vergleich: Der Scout ist hinten deutlich leiser als der Ranger, man hört ihn eigentlich nur in Schräglage --> Mittelsteg, der auch für die deutlich längere Haltbarkeit verantwortlich ist. Auf Schotter sowieso, aber auch im trockenen Gelände schlägt sich der Scout gut, bei Matsch ist es sehr schnell vorbei. Auf Asphalt und auch bei Nässe guter Grip.

    Erstaunlicher Weise hat der Ranger sowohl trocken als auch bei Nässe auf Asphalt noch mehr Grip als der Scout bzw. hat mir mir noch mehr Sicherheit und Vertrauen gegeben. Das Summen würde mich jetzt weniger stören (obwohl im Stadtverkehr hat es mich schon was genervt), aber die Laufleistung ist mir zu wenig - 2 x im Jahr Reifen wechseln muss nicht sein. Ich würde ihn allerdings sofort wieder montieren, wenn ich eine Tour mit haupsächlich Offroad vorhabe. Ich stimme daher zu - der Ranger ist ein sehr guter Reifen. Bei mir hat er allerdings vorne eine Macke: Bei niedrigen Temperaturen im Winter verliert er über ein paar Tage deutlich Luft - ich hatte fast mal einen Unfall, weil ich vor Fahrtantritt dummeweise nicht den Luftdruck geprüft habe, den zu geringen Luftdruck auf den ersten Metern bei langsamer Fahrt nicht gleich gemerkt habe und mir dann nach ein paar Kilometern im zweiten Kreisel der Vorderreifen plötzlich vom Felgenhorn gesprungen ist. Also, bei kühlen Temperaturen beim Ranger vor Fahrtantritt immer den Luftdruck prüfen! (im Sommer verliert er gar keine Luft).


    Jetzt ist natürlich die Frage, warum bei dir der Verschleiß auf dem selben Motorrad genau umgekehrt ist. Ich kann es mir nur so erklären, dass ich, auch wenn es mal zügig zugeht, quasi nie bremse - vor einer Kurve schalte ich per Knopf ein, zwei mal runter und gebe dann wieder Gas - das DCT macht den Rest. Zusätzliches Anbremsen kommt nur bei sehr steilen Pässen mit Haarnadelserpentinen vor, wenn ich mich mal in einer Kurve verschätzt habe oder wenn ich hinter jemanden in einer Gruppe fahre. Durch das "plötzliche" Anbremsen des Vordermanns bekomme ich nicht meinen normalen Rhythmus hin zum richtigen Zeitpunkt vor einer Kurve vom Gas zu gehen und runter zu schalten ohne bremsen zu müssen.

    Da bei mir sowohl die Beschleunigung als auch die Verzögerung durch die Motorbremse über das Hinterrad läuft, habe ich hier hohen Verschleiß und vorne entsprechend sehr geringen.


    Wenn deine Fahrweise jetzt nicht völlig anders ist, nämlich hartes Anbremsen mit der Vorderbremse vor Kurven, dann verstehe ich den komplett konträren Verschleiß unserer Ranger nicht.


    Gruß
    Mario

    Mit dem Hackklotz, der eigentlich ein einfacher Picknicktisch des Camping Municipal war, passiert durch das Abstandskreuz mal rein gar nichts. Das X-Fire auf den Boden in das relativ hohe Gras zu stellen, hätte hingegen Spuren hinterlassen.


    Gruß

    Mario

    Die Vorteil eines Gaskochers wurden schon genannt und für mehr Flexibilität gibt es noch ganz nützliche Adapter:


    - Düse-Adapter auf Schraubventil --> diese langen Kartuschen gibt es quasi in jedem Baumarkt, sind günstiger als Campingkartuschen und können je nach Gepäcklösung evtl. besser verstaut werden. Funktioniert natürlich nur für Kocher mit Schlauch oder man muss die Kartusche zu 2/3 eingraben ;-).


    - Fülladapter --> Wenn man für eine Tour nicht mit halbvoller Kartusche losfahren will, aber auch nicht den Rest vergeuden möchte, kann man sich mit diversen Adaptern (Düse/Düse, Düse/Schraub, Schraub/Schraub etc.) seine angebrochene Kartusche wieder füllen. Zum Kochen benutze ich auch das Trangia-Set und für Instant-Kaffee eine Titan-Tasse auf einem Ultrakompakt Gasbrenner ohne Piezo auf einer 100 g Gaskartusche griffbereit verstaut. Kaffee ist dann an jedem Ort in unter 5 min fertig. Die 100 g Kartusche reicht bei einer täglichen Tasse Kaffee locker 2 Wochen. Ich fülle diese Kartusche vor Tourbeginn wieder auf. Dazu die unten stehende 100 g Kartusche Empfängerkartusche vorab im Tiefkühler runterkühlen, Adapter drauf und dann darauf über Kopf stehend die warme Spenderkartusche.


    - Ich hatte früher auf Radtouren auch erst ein Benzinkocher, aber das Gefrickel bei verstopfter Düse, der Ruß, die Lautstärke und der Benzingeruch überall hat mich dann zu sehr genervt, so dass ich auf Gas umgestiegen bin. Da damals Schraubkartuschen noch nicht ansatzweise so verbreitet waren wie heute, hatte ich mir noch einen relative teuren Stechkartuschen-Adapter zugelegt. Die Stechkartuschen gibt es auch in Marokko im hintersten Kaff und sind auch heute eigentlich noch in jedem Land zu bekommen.


    - Wenn keine Waldbrandgefahr besteht und ich so entlegen wild campe, dass auch niemand mein kleines Feuer sieht, dann benutze ich sehr gerne den absolut genialen X-Fire 19 .



    Teuer, aber jeden Cent wert. Leicht und platzsparend verstaubar, schnell zusammengesteckt, total stabil, mit kleinem Grillrost, den ich mir noch in die Packtasche dazugelegt habe, kann man sich ein großes Steak perfekt zubereiten oder auch sein Kochtopf/-pfanne draufstellen. Ganz nebenbei schaut man in eine schöne Flamme und lauscht dem Knistern des Feuers, anstatt dem Düsenjet eines Benzinkochers.

    Das Hitzschutzkreuz empfehle ich auch - standsicher und durch die Hitze brennt dann unter dem Hobo nichts an, aber herausfallende Glutstückchen können natürlich sehr schnell etwas anzünden.

    Bedenken muss man natürlich das es mit dem kleinem Hobo alleine nicht getan ist - das gesammelte Holz muss man ja auch in kompatible Stückchen bekommen. Also muss ins Gepäck mindestens ein gutes Messer (Batoning) und oder kleine Axt und evtl. noch ne Klappsäge, evtl. Feuerstahl/gutes Feuerzeug.


    - Aber für den absoluten Notfall habe ich bei einer längeren Tour in entlegenden Gebieten für den Trangia den qausi nichts wiegenden Spiritusbrenner auch an Bord und würde mir dann, wenn das Gas alle und kein Kartuschetyp auftreibbar ist, im nächsten Laden eine Spiritusflasche kaufen.


    Fröhliches Kochen - wie auch immer.


    Gruß
    Mario

    Ja, startet auch nach 2 Monaten bei 12,7 V und kurzer „Aufwärmphase“ durch eingeschaltete Neblis + Griffheizung im 1. Versuch. (Batterie knapp 2 Jahre alt).

    Du könntest dir also die Aufladeaktion sparen und die eingesparte Zeit in die Verlängerung deiner 1. Tour investieren ;-).


    Gruß

    Mario

    Hmmm, bei mir war der Ranger hinten nach 5.300 km blank. Mit Gepäck zügig Vogesen, französiche Alpen, Apennin, Toskana und Alpenpässe zurück über Alpenpässe und hier und da etwas Offroad. Er hatte aber bei diesen Kilometern eine sehr gute Performance an den Tag gelegt, auch bei Starkregen klebt der auf der Straße.


    Gruß

    Mario

    Hallo Rüdiger,


    komplett wortwörtlich identisch, wenn man "...fast 8 Jahre..." zu "fast 2 Jahre" ändert ;-).

    Aus der eigentlich geplanten kleinen Hausrunde bin ich irgendwie erst nach 4 h und 200 km wiedergekommen - das Wetter traumhaft, der Motorklang einfach zu schön, nach zu langen 3 Monaten Pause wieder endlich auf 2 Rädern unterwegs zu sein war einfach nur herrlich und als i-Tüpfelchen konnte ich auf einem Nebenweg im Harz zufällig sogar noch ein paar Meter Schnee unter die Räder nehmen - umdrehen war selbstverständlcih keine Option ;-). Also besser kann man echt nicht in die neue Saison starten :-).

    Gruß
    Mario