Beiträge von Old

    Wenn ich Gruppen anführe(n muss), sollten ein paar Dine vorher geklärt sein. Selbstredend das versetzte Fahren. Allein schon aufgrund der Sicherheit. Ich sehe mehr, allen voran das Bremslicht, kann früher erkennen, wenn ausgewichen wird. Beispielsweise Geäst oder totes Wild.

    Dann stelle ich meinen Fahrstil auf das Niveau der Gruppe ein. Wenn es eher Anfänger oder defensive Fahrer sind, fahre ich mit mehr Sicherheitsreserven, damit sich bestenfalls niemand überschätzt oder gedrängt fühlt, die Kurven im selben Tempo zu fahren.

    Der Sicherheitsabstand muss(!) eingehalten werden. Das erkläre ich, wenn nötig, vorher nochmal ganz Fahrschul-Like.

    Oftmals ist es so, dass ich nach einigen Kilometern, wenn alle warmgefahren sind, das Tempo etwas anziehe. Ich beobachte dann im Rückspiegel, ob die Kurven richtig angefahren werden. Wenn nicht, gibt es beim Boxenstopp ein kurzes Briefing. Wir wollen ja alle heile ankommen.

    Der oder die unsicherste fährt meist direkt hinter mir, um bei Bedarf die Kurven nachzufahren und möglichst nicht zu spät zu bremsen. Ein starker Fahrer kommt nach hinten. Der hat weniger Probleme Schritt zu halten und kann, wenn erforderlich, mal aufholen.


    Suche dir bestenfalls Mitfahrer, bei denen das Niveau etwa auf einer Höhe ist. Dann muss man sich weniger Gedanken machen.
    Klar, jeder fährt in erster Linie sein Motorrad. Es ist aber eine Gruppe und alle sollen sicher und mit Freude fahren. Daher sollte jemand der vorfährt, auch eine gewisse Portion Verantwortungsbewusstsein mitbringen.


    Ich persönlich fahre, wenn es eine Gruppe ist, lieber hinterher. Dann kann ich meine Gedanken etwas schweifen lassen und die Landschaft genießen.

    Es ist schön zu hören, dass ihr ein Motorrad gefunden habt, auf dem ihr beide weiterhin Freude am Fahren habt. Ich wünsche euch eine wunderschöne Zeit auf eurer neuen Begleiterin, unfallfreie Fahrt und viele unvergessliche Momente.


    Und wie tscharlie schon schreibt: Kein Grund das Forum zu verlassen. An Reisefotos, Tourenempfehlungen und Erfahrungsberichte mit der GL sind hier sicherlich einige interessiert. :)

    Das ist der springende Punkt: Für ein paar Stunden ist es mir und vermutlich auch einigen anderen völlig egal. Stichwort Eisdiele. Ich fahre ja auch beruflich vor und hinterher und passe die Fahrweise individuell an. Aber wenn es ein längerer Zeitraum ist, beispielsweise mein Urlaub, der ja nicht unerschöpflich ist und an den ich, genau wie andere, persönliche Erwartungen stelle, ist es eine andere Sache, wie ich finde. Dann hat es schon massive Vorteile, wenn die Gruppe etwas homogener und im Zweifel klein bis sehr klein ist.

    Schlussendlich geht es mit den persönlichen Vorlieben einher, ob Gruppe, wenn ja, wie groß oder den Anforderungen an eine Fahrt.


    Ich selbst fahre fahre ungern in Gruppen. Die Gründe sind hier hinreichend benannt. Mal zur Eisdiele, okay. Aber keine ausgedehnte Tour.

    Beim Reisen, so sehe ich das, ist weniger oft mehr. Ich fahre sehr gern zu zweit oder allein. Wenn es mehr als zwei sind, kommen oftmals genau die Dinge zum Tragen, die hier angesprochen wurden. Einer will eher cruisen, der nächste flott fahren. Und irgendwer steht auf Hanging Off. Dann sind für die einen 50km als Etappe ausreichend, für die nächsten 250km die Grundvoraussetzung. Usw. Pinkeln, Tanken, Warm, kalt, sind wir schon da, ich will auf'n Arm...

    Zu zweit sind die Absprachen da wesentlich übersichtlicher und entspannter. Wenn man sich gut kennt und versteht, weiß man ja meist schon, mit wem man da fährt, wie dessen Perspektive und Skills sind. Passt es fahrerisch nicht, dann halt nur zur Eisdiele.


    Ich bin erst gestern wieder eine kleine Spritztour zu dritt gefahren. Mit einer sehr defensiven Fahrerin und einem jungen Mann, der lieber schneller gefahren wäre. Beide noch am Anfang ihrer Motorradkarriere. Das hatte ich aber auch schon mit erfahrenen Hasen und ihr kennt das sicherlich alle. Das ist für eine kleine Runde okay. Aber über mehrere Tage oder gar Wochen? Dann wird aus Urlaubfreude schnell Frust.

    Nun ja, Wenn man beispielsweise im Soziusbetrieb unterwegs ist. Oder reichlich beladen. Ich persönlich schätze das Drehmoment, wenn man aus den Kurven beschleunigt oder zügig überholen kann. Es gibt schon ein paar Vorteile in der Literklasse.


    Ich gebe dir jedoch Recht: Es geht auch ohne. Ich mache auch mit meiner alten Dicken Touren. Dann stellt man sich entsprechend drauf ein, fährt ganz anders. Ich gondle unfassbar gern mit meiner betagten Super Tenere durch die Prärie, liebe es, wie der alte Vergasermotor vor sich hin säuselt, es nach Benzin riecht; da schätze ich die Entschleunigung, wie du auch. Eine freilich andere Art des Reisens. Das Krad hat auf jeden Fall noch Charakter.

    Auf längeren Touren weiß ich dann aber wieder die Vorzüge der unaufgeregten CRF1100 zu schätzen. Die Mehrleistung, das Fahrwerk, Apple Carplay, die Griffheizung oben in den Bergen oder hoch im Norden, die kaum zu spürenden Vibrationen im Vergleich zur XTZ. Das ist, als steigt man aus einem Auto aus den 90ern in einen aktuelles Fahrzeug.

    Und ich will hier keinesfalls die alten/einfachen Fahrzeuge verteufeln. Im Gegenteil. Ich fahre ja nicht ohne Grund noch die XTZ 750 und einen W124. Old but Gold.


    Die sagenumwobene Eierlegende Wollmilchsau gibt es halt nicht - nur Motorräder für die jeweiligen Zwecke und Ansprüche. Doch die Reiseenduros kommen diesem Nimbus dann doch schon sehr nah. Allein die persönlichen Vorlieben geben den Ausschlag, ob es die eine oder die andere wird. Schlecht ist doch heute eigentlich beinah kein Motorrad mehr. Schon gar nicht aus Japan.

    Das ist für mich der springende Punkt, weshalb ich (noch) keine habe. 7500 Euro für fast 6 Jahre alte mit 40.000km ist m.E. deutlich zu viel. 4500-5000 Euro - okay. Zumal die bei Markteinführung 2019 keine 10.000 Euro gekostet hat. Doch es finden sich welche aus den ersten Baujahren, die trotzdem an die 8000 Euro kosten und nicht wenig auf der Uhr haben. Das ist, wie du schon sagst, unverschämt. Keine Ahnung, wer sich so eine kauft.


    Die neue WR aber käme für mich nicht in Frage. Als Fernreisemoped - bzgl. Ausstattung - ist es mir persönlich zu wenig Leistung, da bevorzuge ich schon ein Moped aus der 900er/1000er-Klasse, um ggfs. zu zweit und Gepäck noch gut aus der Kurve zu kommen. Aber für Ausflüge mit höherem Offroadanteil, allein und leichten Gepäck, würde ich eine T7 Rally meiner CRF1100 vorziehen. Da zählen andere Attribute.

    Kalle-Unterwegs : Ich bin sie auch schon gefahren und finde es ehrlich gesagt nicht so schlimm. Die ist agiler als meine alte XTZ 750. Und die macht mir bei Wochenendausfahrten auf jeden Fall Spaß.

    Klar, ist kein 1100er wie die CRF. Aber glaube mal: Wenn du auf eine 1290 ADV R von KTM steigst, kommt die der Motor der Africa Twin wiederum träge vor.

    Und so ehrlich muss man sein, sonderlich viele Emotionen strahlt die CRF1100 mit ihrem Triebwerk nicht aus. Müsste ich von Charakter sprechen, ich würde wohl weichgespült sagen. Das ist bei einer T7 hingegen ganz anders.


    Ich will jetzt aber gewiss nicht die CRF1100 schlecht schreiben. Sie hat andere Tugenden, deshalb steht sie ja auch bei mir in der Garage. Tolles Krad. Ich möchte nur zum Ausdruck bringen, dass es Für und Wider gibt und eine WR bzw. generell Tenere gewiss kein schlechtes Motorrad ist. Im Gegenteil.

    Sehe ich genauso. Wer nur alleine und vielleicht häufiger ins Gemüse fährt, wird mit der T7 Freude haben. Für ausgiebige Touren aber langt mir der Motor auch nicht, daher fahre ich auch die CRF1100.

    Ich habe noch eine XTZ 750 die reichlich Spaß macht. Wäre die T7 gebraucht nicht so unverschämt teuer, ich würde die 750er gegen eine Standard oder Rally-T7 eintauschen. Aber selbst für die in die Jahre gekommenen Tenere werden saftige Preise verlangt, so das ich bei der alten Super Tenere bleibe. Noch. Vielleicht ändert sich das mal irgendwann.

    Yamaha hat der World Raid für 2026 einige Updates spendiert. Da ist vom viel beschworenen Tenere-Purismus nicht mehr viel zu sehen - aber dafür bleibt ja in Teilen noch die Standard T7. Sicherlich will man die WR damit technisch näher an V-Strom 800, Transalp und wohl auch die baldige KLE bringen.



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