Beiträge von Olli

    Scoo


    Hey. :)
    Ich habe beruflich mit teils sehr teuren Messern zu tun und diese genau auf Augenhöhe zum Bearbeiten vor mir. Da kann man bei einigen Stücken auf der Werkbank sehr gut erkennen was einige "Pflege"produkte mit dem Stahl so machen.

    Hier ein Foto, was Ballistol in 9 Monaten mit einem guten Messer von mir gemacht hat. Der Stahl wurde unter der Ölschicht von den Lösungsmitteln (Ölsäure und Alkohole) des Ballistols angegriffen und ist oxidiert. Die obere Ölschicht ist hingegen verdunstet und klebrige Harzreste sind zurückgeblieben (das habe ich bereits mit Seifenlauge entfernt).
    Zugegebener Maßen ist das hier ein reiner Carbonstahl, also ohne die Zugabe von Chrom oder anderen Legierungselementen. Bei klassischen Küchenmessern oder Motorradteilen sind diese Legierungen gegeben.

    Aber anhand dieses reinen Stahls kann man sehen, wie Ballistol auf lange Sicht wirkt - wie ein Zeitraffer. Was die Bestandteile von Ballistol mit Kunststoffen anrichten, kann man sich also gut vorstellen. Oder man testet es zuhause: einfach eine Gummi-Unterlegscheibe in ein Überraschungsei legen und mit Ballistol auffüllen. Das Ganze dann einige Wochen ziehen lassen. Ich selbst habe es nicht probiert, aber die Idee kam mir gerade. Vielleicht hat da ja jemand die Muße dazu. :handgestures-thumbsup:

    Auf dem Ballistol stehen keine Inhaltstoffe, ich denke aus gutem Grund. Man kann sie aber bei Wikipedia nachlesen.

    Wie gesagt, ich nutze Ballistol auch seit Jahren. Aber eben nur dort, wo kein Kunststoff ist und es durch Nutzung immer wieder abgetragen wird und der Stahl darunter gereinigt werden kann.


    Ach, da fällt mir gerade ein, letzte Woche hatte ich einen Auftrag von einem Kunden. Er wollte mir sein geliebtes Sammlermesser mit Ledergriff zuschicken. Den Auftrag musste er zurückziehen. Er hatte Klinge und Ledergriff mit Ballistol gepflegt. Und als er das Messer nach einiger Zeit (letzte Woche) wieder aus dem Schränkchen geholt hat, stellte er fest, dass sich der Griff vom Erl des Messers gelöst hatte. Ich gehe also ganz stark davon aus, dass die Lösungsmittel die Klebeverbindung aufgelöst hat - ich denke mal, das wird Epoxy gewesen sein.

    Soviel nur zu meinen Erfahrungen, ich hoffe das nützt euch etwas. :)

    Nachtrag:
    zum Thema WD40 möchte ich nicht so viel schreiben. Das Zeug ist ein gutes Lösungsmittel/Rostentferner, ein mäßiges Schmiermittel und ein ganz schlechtes Pflegeprodukt. Wer möchte, kann ja mal sein hochwertiges, japanisches Küchenmesser aus Carbonstahl eine Woche mit WD-40 einreiben. Ich vermute da dürfte man auch schon einiges sehen.
    Gute Werbung ist halt manchmal die halbe Miete. ;)

    Ich benutze Ballistol zur Pflege meiner Outdoormesser. Aber nur für die, die ich im ständigen Gebrauch habe.

    Ballistol enthält Harze und Lösungsmittel und sollte daher nicht auf Teilen verwendet werden, die ihr Dasein im Ruhezustand fristen. Ebenso greifen die Lösungsmittel, Plastik- uns Kautschukteile an (auf Dauer).

    Ja, das ist leider oft so, dass sich Leute nur zu Wort melden, wenn etwas negativ aufgefallen ist. Eure Stiefel haben ja nun auch schon ihre Jugend hinter sich. Aus meinem privaten Umfeld kenne ich leider gegenteilige Fälle.



    Der TT Destino hat leider zwei große Nachteile.

    - er ist bei Temperaturen über 20 Grad Celsius kaum nutzbar, da durch den Innenschuh die Füße unerträglich warm werden

    - er ist leider wirklich riesig, ich zumindest bin trotz Schalthebelverstellung kaum darunter gekommen und durch die geringe Beweglichkeit des Stiefels war das Schalten äußerst anstrengend

    Dann hast du mit etwas Glück ein paar Stiefel erwischt, die ausnahmsweise mal trocken bleiben. Mit 30 Sekunden googeln finden sich viele gegenteilige Meinungen über den Alpinestars Toucan und den Sidi, bei denen die Füße leider nicht trocken bleiben.
    Ich vermute (!) wenn die Stiefel richtig bewegt werden, genauer gesagt die Gelenke und das Material drum herum und Leder und Membrane ihre Form (durch Bewegung und Alter) verlieren, war es das in den meisten Fällen mit der Wasserdichtigkeit.
    Sind deine Stifel noch verhältnismäßig neu?

    Ich fahre meinen Daytona Trans Open GTX seit 19 Jahren und der ist immer noch nocht dicht. Und die Passform ist perfekt. Der Mehrpreis lohnt sich also.


    Fürs Gelände nutze ich den Gaerne SG12, bietet den besten Schutz und man hat die beste Bewegungsfreiheit.


    Wenn du einen "Allrounder" für Straße und Gelände suchst, mit Schnallen und Gelenk, sei dir gewahr, dass es die nicht in wasserdicht gibt. Auch wenn die Hersteller es gerne so anpreisen. Man kann das aber super kompensieren mit wasserdichten Socken von SealSkinz, die nutze ich seit vielen Jahren. Mit den Socken kannst du auch durch Pfützen spazieren, da kommt nicchts durch.


    Ich hoffe das hilft dir etwas.


    Beste Grüße,


    Olli :)