Jetzt wird bestimmt gleich einer "Spielverderber" und "Spaßbremse" rufen, aber wie halten es diese Fotografen eigentlich mit dem Recht am eigenen Bild? Zunächst einmal machen sie - vermutlich von jedem, der da langkommt - ein Foto, ohne zuvor seine Zustimmung einzuholen. Dann veröffentlichen sie das Bild auf ihrer Website, ebenfalls ohne Zustimmung des Abgebildeten. Und das rein zum Zweck des Geldverdienens. Das ist in meinen Augen ein lupenreiner Verstoß gegen die DSGVO, und die gilt nicht nur in Deutschland, sondern EU-weit.
Nicht dass wir uns falsch verstehen, ich gönne den Fotografen ihr Geschäft und hätte auch nichts gegen ein schickes Foto von mir und meinem japanischen Präzisionskraftrad vor malerischer Kulisse einzuwenden. Aber es reicht ja schon einer, der das anders sieht und den Fotografen verklagt. Wie schaffen die das, nicht verklagt zu werden?
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Ich bin da ganz bei Dir. Aber ich meine mich erinnern zu können, dass einige Kurven vorher ein Hinweisbanner auf den Fotografen hinweist. Also könnte man das Visier schließen. Dennoch handelt es sich nicht um eine allgemeine Landschaftsaufnahme, sondern um ein persönliches Einzelbild mit dem Fokus auf einen einzelnen Motoradfahrer. Was dann passiert, ist sozusagen eine Vorratsdatenspeicherung. Man weiß auch nicht, ob die Fotos jemals wieder gelöscht werden.
Kleine Story am Rande... Meine Hochzeisfotos von 1981 verblassen, die Ehe hält. Also schreibe ich dem Fotografen eine Mail, der tatsächlich noch existiert. Der hat tatsächlich noch die Originale der Negative, verlangt nun aber für Digitalisierung und erneute Abzüge 20 Euro pro Foto. Obwohl wir damals schon über 1500 DM bezahlt haben, haben wir nicht die Rechte am Negativ erworben. Die blieben beim Künstler.
Schwarz-weiß Fotos sind übrigens haltbarer.