Alles anzeigenFür Honda ein Armutszeugnis!
Die kaufen die Motoren ja zu; dann sollen sie auf Qualität und Langlebigkeit achten und den Lieferanten zur Ersatzteillieferung verpflichten.
Da sollte man jetzt aber mal die Kirche im Dorf lassen. Der Threaderöffner fährt eine
2017er AT mit jetzt 57.000 km auf der Uhr. Für meine Begriffe ist das langlebig genug.
Und als gelernter Elektriker weiß ich, daß Kohlebürsten Verschleißteile darstellen, die halt
irgendwann mal am Ende sind. Ich habe jetzt noch keinen Stellmotor zerlegt, aber wenn
ich mir die Fotos ansehe, habe ich meine Zweifel, daß die Bürsten überhaupt für einen
Austausch vorgesehen sind. Den Verschleiß am Rotor lasse ich jetzt mal außen vor.
Nach 25 Berufsjahren im technischen Ersatzteilverkauf kann ich aus Erfahrung sagen,
daß es sich schlichtweg nicht rechnet, ein Zukaufteil in seine Bestandteile aufzudröseln,
zumal es zum Austausch komplett zerlegt werden muß.
Wie soll den der Hersteller des Motorrades gewährleisten, daß jeder User in der Lage ist,
den Stellmotor fachgerecht zu demontieren, die Kohlen zu tauschen und alles wieder
richtig zusammenzubauen? Schon aus Haftungsgründen wird hier jeder Hersteller die
Finger davon lassen.
Ich wette, daß nichtmal der Hersteller des Stellmotors einen Reparaturservice anbietet,
weil sich das bei diesen Massenprodukten einfach nicht lohnt. Das ist kein Armutszeug-
nis, sondern eine einfache Kosten-Nutzenrechnung, auch in Japan.
Also bleibt dem Endverbraucher und Tüftler entweder eine Bastellösung auf eigenes Ri-
siko oder ein kompletter Austausch.