Beiträge von steinmeister

    Ich sag mal so:


    - Plastik-Teile: Leichter als Stahl oder Alu und dabei bruchfest genug!--->Gut!
    - Nicht alle Schrauben aus Edelstahl, aber dafür billiger.---> Gut!


    - etc.



    Ich habe es noch nie hingekriegt, dass meine Motorräder auch nur halbwegs lange kratzerfrei geblieben sind und würde das wahrscheinlich auch nicht schaffen, wenn es komplett aus Titan oder Quarzglas gefräst wäre.



    Fazit: Bis jetzt bin ich mit der Qualität hoch zufrieden. Mehr kann ich sagen, wenn ich von meiner Sommertour zurückkomme.


    PS: Ich habe mir Steinschlagfolie auf den Tank gepappt, bevor ich das erste mal den TaRu aufgesetzt habe.

    ... wo ich fleißig mitlesen und womöglich profitieren werde. :D


    @ majortours:Bitte nicht missverstehen. Den Deal hätte ich allemal unterschrieben!
    Das war auch mit ein Grund, warum ich kein DCT genommen habe. (Ein zweiter war, dass ich gerade auf unbefestigtem Grund eine gut dosierbare Kupplung nicht missen möchte)


    Aber wie gesagt: Ich habe die AT so genommen, wie sie ist und werde versuchen zu lernen, sie auch mit dem ordentlichen Kampfgewicht zünftig zu bewegen.
    Die rel. geringe Zuladung könnte da schon problematischer werden, wenn es mal mit meiner Liebsten zum Camping gehen soll. Aber auch das habe ich vorher gewusst und werde damit klarkommen.


    Tachos dürfen bis 10% mehr anzeigen, aber nicht zu wenig. Bei Distanz gibt es diese Vorgaben nicht. Deshalb sind die km- Anzeigen relativ genau, aber die v- Anzeigen gehen ordentlich vor. Üblicherweise werden diese 10% auch genutzt.
    15% mehr mag ich kaum glauben, da schon wieder außerhalb der zugelassenen Differenz. So schlampig werden die Honda- Ingenieure wohl doch nicht gewesen sein. Oder doch?


    Alternative zum TripMaster/ Navi: Ein billiger Fahrrad-Computer wie z.B. dieser. Kalibrierbar auf ca. 1-2%. Und die 24h-Anzeige ist auch gleich mit bei.


    Mag sein.


    Aber es sind die provokanten Fragen, die den Horizont erweitern.
    Wenn man sich drauf einlässt....


    Ich kann natürlich nur für mich sprechen. Andere mögen ihre Prioritäten woanders haben, was auch i.O. ist.
    Aber so sehe ich die AT:


    1. Geiles Fahrwerk. Bei 110 auf ausgewaschenen Feldwegen hat man das Gefühl, relaxt in der Badewanne zu sitzen. Nur eben mit Fahrtwind und Landschaft.


    2. Bis nach Brest 160 Dauertempo dürfte weder von der Ergonomie noch von der Leistung oder vom Fahrwerk her ein Problem sein. Auch nicht mit viel Gepäck.


    3. Wenn mal irgendwo die Straße aufhört, ist für die AT noch lange nicht Schluss. Die Enduro-Qualitäten sind nicht weit weg von denen einer Hard-Enduro. Ich habs getestet.


    4. Beim Kurvenhetzen tu ich mich (noch) ein bisschen schwer. Ob die selben Schräglagen drin sind wie mit meiner V-Strom? Wahrscheinlich schon, aber da muss ich mich erst rantasten.


    5. Reichweite. Da hätte ich mir mehr gewünscht. Für Island oder Russland ist ein Reservekanister angesagt. Aber da ich dort eher selten (aber nicht nie) unterwegs bin, kann ich damit leben.


    6. Wartungsfreundlichkeit. Stahlrahmen und Kabelbaum. Durchaus wichtige Entscheidungskriterien. Einen Stahlrahmen kann man auch in Hinter- Kosistan schweißen lassen. Einen Kabelbaum kann man immer flicken. Auch die Aussicht, in der Pampa ohne fremde Hilfe einen Platten flicken zu können, ist mir sehr viel wert.


    7. Zuverlässigkeit. Keine Erfahrungswerte, aber der gute Ruf von Honda und speziell der Africa Twin rechtfertigt sicher ein paar Vorschusslorbeeren.


    8. Leistung: Könnte besser sein, langt mir aber allemal. Über 15PS mehr hätte ich nicht geklagt.


    9. Motor: Weitgehend vibrationsfrei und - für mich wesentlich - gleichmäßig durchziehend. So will ich das!


    10. Sound: Ganz schön laut, das Ding. Etwas dezenter wäre mir lieber gewesen. Aber ich weiß schon, dass ich mit dieser Meinung nicht mehrheitsfähig bin.


    Fazit: Für mich der mit Abstand beste Kompromiss, der derzeit käuflich zu erwerben ist.
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    Dass dieses Motorrad nicht für jeden Anspruch der beste Kompromiss ist, sollte niemanden verwundern.
    Dafür gibt es andere Motorräder, die in ihrer jew. Nische Spitze sind.


    Wer das ultimative Spitzenmotorrad sucht, sollte sich kein Motorrad zulegen, sondern weiter träumen.
    Wer sie aber kauft (-das gilt für die AT wie für jedes andere Motorrad-), der sollte sich auch auf sie einlassen können.
    Das heißt: Zu Lernen, die Stärken der AT zu erkennen und zu nutzen,
    und zu lernen, mit ihren Schwächen möglichst gut und immer besser umgehen zu können.