Servus zusammen,
wie einige schon gelesen haben, kommt im Frühling 2026, im 1. Quartal angeblich, meine neue AfTwin ins Haus. Ich geb' hier einen kurzen Einblick in meine Konfiguration, so es jemanden interessiert. Einige Entscheidungen, naja, eigentlich alle Entscheidungen wie auch die zu ebendiesem Motorrad sind stark geprägt von meiner Zeit auf der XRV 750 zwischen 1999 und 2009. Viele KM waren da abseits der befestigten Straßen und ich habe sie absolut nicht geschont.
Ja, ich hab sie geliebt und ihr gegeben, wofür sie gebaut wurde, kleine Träne fürs Knopfloch an dieser Stelle. Aber genug, nun zur Neuen:
Gleich vorweg, ja, auch ich neige dazu, manche Dinge zu sehr durchzudenken und mich dann ein wenig zu verrennen in meinen Gedanken. Irgendwann kommt dann der Reset und die Entscheidungen passen. Ein weiterer Gesichtspunkt war auch der, welche Teile der Händler direkt bestellen und gleich anbauen kann, nicht absolut ausschlaggeben, aber doch ein Faktor.
Ich bin nun seit so vielen Jahren das manuelle Schalten gewohn, somit war das DCT keine Option für mich. Auf der Straße evtl, ja, aber offroad müsste ich mich vielleicht zu sehr umstellen und das Risiko wollt ich nicht eingehen. Also eben kein DCT.
Sehr wohl aber kommt das aktive oder eben semiaktive Fahrwerk, soll recht fein im Gelände funktionieren.
Zum Thema Sturzbügel hab ich alle möglichen und unmöglichen Variationen angesehen, mit Leuten geplaudert und die Risiken nach doch einigen KM auf diversen Krädern abgewogen und bin bei der HP-Lösung mit der Verbindungsstrebe gelandet. Ein Freund hat die oben und auch schon bei einem Sturz getestet.
OM und Garda hab ich mir länger überlegt, doch bin dann doch davon abgekommen. Ich hatte mit der XRV 2 komplette Überschläge, also echt Purzelbaum, einige durchaus gute Lieger, die hat alles mit normalem Schutz gut überstanden. Und wegen eines Risses in der Verkleidung, einer Delle im Tank geht für mich die Welt nicht unter, wie gesagt, die wird ordentlich Dreck bekommen.
Die HP scheinen ausreichend stabil. Und wenns mal echt der OM hätte sein müssen, dann hab ich nachher sowieso andere Probleme, denk ich mal.
Klar kann man jetzt wieder alles total durchdenken, jede einzelne Möglichkeit, den spitzen Stein, der gerade eben den Tank ruiniert etc.
Von Touratech gibts die Motorschutzwanne und die Verlängerungsplatte für den Hauptständer, ebenso die Kühlergitter. Ach ja, und natürlich das nette Gitter vor die Scheinwerfer, weils einfach cool ausschaut. Die XRV bekam Panzertape auf die Lichter, wenn ich mit anderen Leuten im Dreck war.
Die Handguards kommen von SW, die Adventure. Hier muss ich sagen, dass ich mit der XRV trotz einiger Stürze ohne Handguards nichtmal einen verbogenen Hebel hatte in all den Jahren. Ich hab mir diverse Schützer angesehen, eigentlich "arbeiten" ja alle nach demselben Prinzip, mehr oder minder. Will ich etwas mehr Windschutz, wird einfach ein Kunsttoffteil entsprechend zurechtgeschnitten und angeschraubt oder -geklebt, passt schon. Form follows funktion.
Da die Dame des Herzens GoldWing-verwöhnt ist, muss ein Topcase dran, sonst verweigert sie. Hier wird es das Alu-Topcase im Urban-Paket, da ist dann der Hauptständer auch dabei. Und für evtl Gepäck werden die originalen Seitenkoffer, ja, die aus Kunststoff ihren Dienst leisten, weil die eben ohne zusätzliche Träger auskommen und vor allem dann nicht breiter werden als die Front.
Rally-Fußrasten runden das Bild ab und geben bissi besseren Halt im Stehen, die Komfortfußrasten schmeicheln den Füßchen der wunderbaren Lady auf der Pupperlhutschn (für die nicht-Ost-Ösis, am Sozius).
Auf der XRV hatte ich Riser, die lass ich mal bei der CRF, obgleich ich mit 193 doch recht groß bin, hatte ich kein schlechtes Gefühl im Stand. Das muss sich aber erst nach ein paar Offroad-Einsätzen weisen, schau ma mal.
Die Spiegel der XRV waren die meiste Zeit zuhause, denn, da wurden sie nicht dreckig und auch nicht kaputt beim Hinlegen. Die Neue bekommt irgendeinen klappbaren Spiegelsatz, von westwindmoto gibts da was recht sinnvolles.
Die Sitzbank fahr ich jetzt mal so, wie sie ist, evtl probier ich diese Komfortsitzbank, die Dame meinte beim Probesitzen, es sei hinten jetzt mal nicht so ungut. Sollt es doch nicht passen, wird das dann bei Bedarf geändert.
Den ersten Satz Reifen werd ich mal ein wenig zum Kennenlernen verwenden und dann schauen, was danach drauf kommt, wie alle suche ich ja den Gummi, der auch im Regen auf Asphalt Schräglagen wie in der Moto-GP erlaubt und zugleich in der Sahara, auf Grönlands Eisflächen, im tiefen Gatsch perfekt halten, eh klar.
Natürlich kam auch der Gedanken zu den Zusatzlampen, wie sie ja jetzt gerade offenbar supermodern sind. Klar gibts da ein, zwei durchaus interessante Systeme, mit denen man ein komplettes Flugfeld ausleuchten kann, da wird die 747 neidisch. Aber bisher hab ich immer noch genug gesehen. Sollt ich mal irgendwo nördlich des Polarkreises leben, überleg ich nochmal. Und, nicht vergessen, ich komm aus der Zeit, da wir 200W-Lampen aus zwielichtiger Quelle in die Scheinwerfen gepackt haben, und ja, natürlich mit fetten Kabeln und ohne Sicherungen. Also sind alle modernen Lichter für mich eh der Waaaaaahnsinn, oida.
Na schön, hamma alles? Ich glaub schon. Ah ja, den vorderen Fender hätt ich gerne auch wieder hochgesetzt, bin da aber noch unschlüssig. Irgendwo hab ich einen Kit gesehen, mit dem man den originalen Kotflügel ein Stück vom Reifen wegbekommt, vielleicht find ich das wieder oder jemand von Euch hat da eine Idee. Meine Sorge gilt ein wenig dem feuchten Dreck in Verbindung mit den groben Reifen, auch Stollenreifen, dass da nix zu schnell zusetzt bzw verklebt.
Ich hoffe, Euch nicht zu sehr gelangweilt zu haben, aber geteilte Vorfreude ist doppelte Vorfreude, gell? Danke jedenfalls fürs Lesen und evtl hilft es zukünftigen AT-Rookies auch bei der ein oder anderen Entscheidung.