Alles anzeigendas sehe ich auch so, ich bin Ingenieur, die Tour hätte ich gar nicht angetreten. Bei der Filmvorführung hab ich mit zwei der Akteure gesprochen, die sehen das aus einem ganz anderen Blickwinkel, deshalb auch der Filmtitel "972 Breakdowns". Sie haben sich überlegt, dass eine Panne immer auch eine Gelegenheit ist, mit Menschen in Kontakt zu kommen. Zusätzlich sind die Ural-Gespanne recht robust und in Osteuropa und Russland nahezu von jedem zu reparieren. Das leuchtet mir dann allerdings auch ein. Fakt ist, dass sie diese einmalige Erfahrung nur mit ihrer Einstellung machen konnten.
Ich finde es beeindruckend, wenn sie schon mit dieser Einstellung losgefahren sind. Andere brauchen erst die Erfahrungen einiger eigener Pannen ... dazu zitiere ich mich mal selber:
Auch unsere aktuelle Tour begann fuer Ferganez und mich mit einer Panne: Ich hatte mir neue Reifen montieren lassen, und dabei war wohl der Ventilschaft angerissen worden - der Schlauch war hin. Wir pumpten den Reifen auf und fuhren zur naechsten Dorftankstelle, wo wir den Schlauch tauschen wollten. Meinen Ersatzschlauch hatte ich vor 2 Jahren in Marokko gekauft, und das duenne Ding riss sofort auf 30cm Laenge auf - der war wohl etwas aelter ...
So hat der freundliche Tankwart telefoniert und mich durch die Gegend gefahren, bis wir einen Laden fanden, der auch am Samstagnachmittag noch Motorradschlaeuche verkaufte.
Nach 3 Stunden waren wir wieder unterwegs (der ADAC haette uns sicherlich bis Montag in ein Hotel einquartiert) und hatten dabei nie wirklich die gute Laune verloren. #TrueAdventure.



