Beiträge von mosert99

    Soo, gestern durfte ich nach 38'000km Scorpion Trail 2 auf den Conti Trail Attack 3 wechseln.


    Der Pirelli leistete mir stets gute Dienste und überzeugte mich vor allem mit der Laufleistung am Hinterrad; am Vorderrad weniger.

    Ein Wechsel war also nicht zwingend angesagt, aber die Neugier obsiegte.


    Nach gefahrenen 130km mit dem Conti muss ich meine Synapsen erst mal neu sortieren. Huiih, was für ein Gummi ist mir denn da untergekommen.

    Zu Beginn gab mein Mechaniker leider zuviel Druck in die Reifen 2.6/2.8, was bei der gefühlt härteren Karkasse des Contis schnell unharmonisch wirkt. Ein wenig Luft ablassen, am Federbein zwei Klicks Zugstufe und ein Klick mehr Druckstufe und ab ging die Post.


    Der Conti WILL in die Kurven und auch da bleiben. Diese Willigkeit und Stabilität kannte ich bislang nicht. Irgendwie fühlt es sich an, als ob die AT nochmals irgendwo eine Dynamikstufe gezündet hat. Der ST2 fühlt sich im direkten Vergleich eher unpräzise an; nicht schlecht, aber doch spürbar anders. Dafür hat der Pirelli eine geschmeidige Eigendämpfung.


    Beeindruckend ist vor allem, wie der Conti Temperatur aufbauen kann. Klar es ist Sommer, aber so warm wurde der Pirelli nie.


    Das ganze Motorrad fühlt sich straffer und fokussierter an. So flott wie gestern Abend war ich mit der AT seit Kauf im Mai 2016 noch nie unterwegs und das ohne irgendwo, irgendwann in irgend eine kritische Situation zu geraten. Auch auf nicht so tollem Asphalt zieht der CTA3 stoisch durch.

    Mit Achten fahren zum Schluss ist der Reifen nun vorne und hinten genau auf Kante. Mehr geht nicht, da sonst die Rasten streifen (ebenfalls gestern das erste mal mit der AT erreicht).


    Laufleistung und Nässe kann ich natürlich noch nicht beurteilen.

    Wer den Dynamikzauberer sucht, wird mit dem Conti wohl definitiv fündig.

    Fahre die AT SD04 mit etwa 4.2 l/100km auf einer Tagestour. Kommt viel Autobahn hinzu, werden's auch schon mal 4.5 l/100km.


    Muss aber sagen, dass ich in der Schweiz wohne. Ausserorts gilt hier natürlich nur 80 km/h anstatt 100 km/h.

    So, keine drei Wochen und ca. 1000km später gestern wieder versucht das Rad zu drehen. Keine Chance...
    Das Ding sitzt wieder genauso bombenfest wie vorher. Auch Schmieren brachte keine Besserung.


    Ich werde bei Gelegenheit das Rad nochmals abschrauben und versuchen die Schraube mittels einer Nuss direkt zu drehen.
    Mal sehen, ob es mit mehr Hebelwirkung besser geht.

    So, heute die Twin aus dem Service geholt.


    Federbein wurde, soweit möglich, auseinander gebaut. Das Öl, welches zur Einstellung der Vorspannung dient, wurde getauscht; das ganze Federbein gereinigt.


    Nun kann man das Handrad wieder drehen, allerdings immer noch eher streng (wie es neu auch war). Das Handrad eines neuen Austellungsmodels ging wesentlich einfacher.


    Ich werde nun auch regelmässig etwas rumdrehen, einfach damit das ganze nicht festsitzt.


    Als Alternative könne man das Rad abschrauben und die dahinter liegende Schraube mit einer Nuss und entsprechender Hebelwirkung einstellen/lösen...

    Wer sagt denn was von "an die Grenzen gehen"? Wenn ich Reifen bis zur Haftungsgrenze fahren will, dann hol ich mir wieder eine Fireblade...


    Ich bin sehr oft auf schmalen, engen Strässchen mit holprigem Belag unterwegs. Da fahr ich lieber vorsichtiger.


    Ausserdem wohne ich in der Schweiz. Aufgrund des Verkehrs, des Tempolimits auf Landstrassen von 80 km/h und der horrenden drohenden Bussen ist man logischerweise weniger flott unterwegs. 8-)

    Und wieder mal eine Meldung zum Pirelli meinerseits:


    Der Hinterreifen ist nun auch abgefahren; d.h. er ist am gesetzlichen Limit angelangt. Das Fahrverhalten ist bis zuletzt top geblieben. Kein eckiges Kurvenverhalten, kein Einkippen, zieht sauber und rund der gewählten Fahrlinie nach.


    Gehalten hat er rund 13'400 km, was ich bis jetzt noch mit keinem anderen Reifen (Tourance, Tourance Next) auf einer Enduro annähernd geschafft habe.


    Ich bin sehr zufrieden und werde den Reifen wieder aufziehen lassen.

    So, nun war nach ca. 8500km der Vorderreifen fällig; d.h. das gesetzliche Limit war erreicht.
    Das Fahrverhalten war bis zuletzt tadellos. Keine Ecken, kein unrundes Einlenken. Das Fahrgefühl verändert sich kaum.


    Hinten gebe ich dem Reifen noch weitere 4000km; vielleicht sogar mehr.


    Rutscher hatte ich wenige und die waren alle auf verschmutzte Fahrbahnen zurückzuführen, wo auch andere Reifen gerutscht wären. Auch auf kleinen Schotterausflügen funktionierte der Reifen prima und für meine Ansprüche völlig ausreichend.


    Ich bin mit dem Reifen sehr zufrieden und habe ihn mir gleich wieder aufziehen lassen.


    Auf die Kante hatte ich ihn hinten nie ganz gebracht. Mir fehlte immer ca. 1cm, obwohl ich gegenüber dem Dunlop mehr Schräglage gefahren bin.


    Vorne wie auch hinten.
    "Sag", was auch immer das sein mag, habe ich nicht "gemessen/eingestellt".


    Ich las mich in die Bedienungsanleitung ein (was Druck- und Zugstufendämpfung ist, sollte man bereits vorher wisse,), suchte mir eine hübsch holprige Strecke und jedes mal nach Befahren angehalten und mich mit dem Schraubenzieher ans Werk gemacht.


    Am Ende habe ich, wie bereits erwähnt, vorne und hinten die Druck- und Zugstufen jeweils dreiviertel Umdrehungen oder drei bis vier Klicks weicher gedreht. Vor allem die Gabel spricht nun spürbar sensibler an.