Beiträge von Reiseendurist


    Was meinst Du mir "rabiat runter schalten" Manfred? Meinst Du damit den Gelände-Kupplungsmodus, der bei der DCT-Variante mit der G-Taste im Cockpit geschaltet wird? In der Tat, dann ist der sonst eher komfortbetonte Schaltvorgang etwas ruppiger weil schneller eingekuppelt wird. Das hat jedoch nichts mit der Motorbremse zu tun!
    Ich habe meine Adventure Sports DCT jetzt eine Saison gefahren und die Motorbremse wirkt spürbar unterschiedlich, je nachdem welches Mapping ausgewählt wurde. Und das in allen 6 Gängen, völlig unabhängig von irgendwelchen Schaltvorgängen. Da ich die Fahrzeugbremsen möglichst wenig benutze steuere ich die AS (genau wie meine SD04 vorher) auf der Landstrasse fast ausschließlich per Gas und Motorbremse (also einfach mit dem rechten Handgelenk). Das läßt sich mit dem DCT sehr schön machen. Ab und an ist dabei natürlich auch die Minus-Taste im Einsatz.
    Da ich bei meinem Fahrstil eine möglichst effiziente Motorbremse benötige, bin ich fast ausschließlich im User-Mode unterwegs und habe den Parameter für die Motorbremse fest auf 1 (höchste Stufe) programmiert. Die anderen beiden Stufen wären mir zu lasch, machen aber auf losem Untergrund oder im Matsch sicherlich Sinn. Deshalb hat der Gravel-Mode auch die geringste Motorbremse (Stufe 3) fest vorgegeben.
    In den beiden Stufen mit geringerer Motorbremsfunktion (2 und 3) bollert sie bergab dafür viel schöner in den ESD, weil mehr eingespritzt werden muss. Aber eines kann man eben nur haben...
    Die 3 Stufen der Motorbremse gibt es übrigens auch bei den Mappings der Maschinen mit normalem Schaltgetriebe..


    Hallo Manfred, dann kannst Du uns auch sicher erklären wie Honda die drei unterschiedlich starken Stufen der Motorbremse in den Mappings der aktuellen AT-Modelle realisiert - wenn nicht durch das Einspritzen definierter Kraftstoffmengen im Schubbetrieb.
    Ich bin gespannt!


    Es gehen ca. 2 Liter auf 100 km Fahrtstrecke durch! Der eingespritzte Kraftstoff im Schubbetrieb ist gut am Patschen im ESD zu erkennen. Mit einem Zubehör-Endtopf hört man es noch deutlicher.


    Hallo Manfred, verrätst Du uns bitte auch wie der Luftdurchsatz vom Steuergerät der Africa Twin ermittelt wird? ;) Einen Luftmassenmesser habe ich noch nicht entdeckt.


    Der BC zeigt stumpf die aktuelle Einspritzmenge hochgerechnet auf die aktuelle Geschwindigkeit laut Tachosignal an, völlig unabhängig vom aktuellen Lastzustand des Motors. Beide Parameter erhält er vom Steuergerät.

    Hallo Giovanni,


    natürlich kann der Gasweg-Sensor des Ride by Wire gerade unter widrigen Bedingungen (Hitze, Staub etc.) ausfallen, oder auch bei einem Sturz. Aber wenn man davor Angst hat und in Regionen unterwegs ist, in denen die E-Teilversorgung nicht gesichert ist könnte man den Sensor vorsorglich als E-Teil einpacken. Genauso wie man einen Ersatz Gas-Seilzug einstecken würde.
    Die rechte Schalterkombi (darin sitzt der Sensor bei der 2018er AT) ist nicht sonderlich groß und wäre im Falle eines Falles am Straßenrand vermutlich sogar schneller gewechselt als der Seilzug.
    Einziger Nachteil: Das Ding kostet 335 Euro, ein Seilzug (orig. E-Teil) nur 45 Euro.

    Das mit der relativ geringen Fehleranfälligkeit des Ride by Wire gegenüber dem althergebrachten Seilzug sehe ich genauso. Dadurch, dass hier eine kontaktlose Technik mittels robuster Hall-Sensoren angewendet wird und die Signalübertragung zum Steuergerät zweikanalig (Sicherheitsphilosophie) erfolgt, ist ein Fehler ziemlich unwahrscheinlich. Auch die Stellmotoren an den Drosselklappen sind heute extrem langlebig. Diese Technik ist übrigens nur für Honda neu, andere Motorradhersteller nutzen das Ride by Wire schon seit vielen Jahren ganz selbstverständlich.
    In PKWs ist das elektronische Gaspedal (gleiches Wirkprinzip wie beim Moped) schon seit den Neunzigern Stand der Technik und auch dort gibt es keine nennenswerten Ausfälle.


    Naja, von "gewaltig" würde ich definitiv nicht sprechen. Ich bin direkt von der 16er SD04 auf eine AS umgestiegen (beide DCT) und kann bestätigen, dass in der Drehzahlmitte gefühlt etwas mehr Schmackes ist, das war es aber auch. Und durch das Ride by Wire hat man durch die geänderte (aggressivere) Gaskennlinie in manchen Modi durchaus den Eindruck eines agileren Motors, weil dort mit weniger Drehung am Gasgriff wesentlich mehr realer Drosselklappenwinkel gegeben wird.

    Im Schubbetrieb muss hauptsächlich deshalb kontinuierlich etwas Kraftstoff eingespritzt werden, damit der Katalysator z.B. auf längeren Gefällestrecken oder bei kalter Witterung nicht abkühlt. Dann wären beim anschließenden Beschleunigungsvorgang die Emissionswerte viel zu hoch.

    Nur mal so als Tip:
    Da es in meiner Gegend (Berlin und Umland) eine hohe Dichte an Shell Tankstellen gibt, nutze ich die gerne weil ich dort per Handy direkt an der Zapfsäule zahlen kann. Das funktioniert super und man braucht im Anschluss nicht mehr zur Kasse zu gehen - der Helm kann auf dem Kopf bleiben und man spart auch noch Zeit.
    Interessant sind mitunter auch die Blicke anderer Tankkunden, wenn man nach dem Tankvorgang direkt wieder aufsteigt und los fährt... :shock:
    Ich gehe davon aus, dass diese moderne Art des Bezahlens über kurz oder lang auch bei allen anderen Marken möglich sein wird. Dann wäre die Diskussion über den Helm eh obsolet.