Depression: Ich bin seit etwa einem Monat in der Bärenhöhle. Oft ist mein tägliches Abenteuer der Gang zum Briefkasten oder Kompost, z. Z. auch der Gang zum Vogelfutterhaus.
Und: Ich fühle mich sauwohl dabei, bin ständig beschäftigt mit Wissenschaft oder Kunst und konkretisiere langsam meine nächsten Reisen mit der AT, die mich vor allem in den Appennin von Ligurien führen sollen. Ich rätsle manchmal selbst über mich: ich lebe eigentlich im Jahr nur richtig auf im Mai und Juni.
Rentenalter/Pensionierung: Ich hatte einige sehr unterschiedliche Jobs, auch der letzte war interessant und fordernd. Ich bin auf die Woche genau ausgestiegen, habe drei Wochen später meine AT gehabt und bin eine weitere Woche später, nach dem 1000er-Service, losgezogen durch die Südalpen, Pyrenäen nach Spanien. Mal einen Monat. Dann im nächsten Frühjahr einen Monat bis nach Apulien, im Herbst die Südtäler der Schweiz und die Oberitalienischen Seen etc. Es gibt immer etwas zu tun. Ich meinerseits reise aber nur, wenn ich ein Thema habe: einen alten Freund besuchen, Geschichte, Kunst, Geologie etc. Dann gehe ich etwas bestimmtem nach, suche nach etwas, versuche etwas herauszufinden. Wie gesagt, ich bin beschäftigt – und klar, das Einkommen hat sich massiv verkleinert und das Auskommen wird bescheidener. Aber für die AT reichts (noch).