Alles anzeigenIch bin heute vor dem Frühstück los, um von Bivio über den Julierpass, Zernez, Ofenpass, Umbrailpass (wie schön ist bitte der Einstieg?) um 9:30 Uhr auf dem Stilfser Joch in der Tibet Hütte einen Kaffee zu trinken (habe die AT-Flagge im Meer der GS hoch gehalten), kurz die Ostrampe runter und wieder hoch, weiter Richtung Bormio, über den Foscagno-Pass nach Livigno und über den Forcola-Pass zurück in die Schweiz, den Bernina-Pass hoch und über St. Moritz und den Julierpass wieder in Bivio eingekehrt.
Mein Bild des Tages ist das zweite: auch wenn der Platz nur wenige Meter vom Forcola-Pass entfernt war, hat sich quasi niemand dorthin verirrt und ich habe ein knappes Stündchen auf der Bank in der Sonne gesessen und gelegen (und auch mal die Augen zu gemacht). Die AT durfte dabei natürlich auch den Ausblick genießen...
In Bivio hat mir mein Vater, als ich etwa 10 Jahre alt war, an einem schönen Märztag, den Begriff und die Erfahrung des Gleissens nahegebracht.
Mein Vater stammte aus Chur und ging nie im Winter zum Skifahren. Zu kalt für ihn. Aber im Frühling am Morgen vor 10 Uhr (nachher wird der Schnee matschig) abseits der Pisten die obersten 3 cm Sulzschnee zu geniessen, das hat er mich gelehrt. Und gegen die Sonne gleissen eben diese Schneefelder.
Vor drei, vier Wochen war die Julia dort noch richtig furchteinflössend. Solche Wasser habe ich kaum je gesehen.