Hallo zum Thema Reifendruck.
Da ich schon 72 bin, habe auch schon über 100 Motorräder gehabt, und somit eine ganze Menge Erfahrung. Mein erstes Reifendruck erlebnis hatte ich 1983 auf der Nordschleife, mit einer Egli - Kawa, und Pirelli Phantom. Beim Reifendruck überprüfen schaute mir ein "alter" Hase über die Schulter, und war entsetzt über mein tun. Was tust du denn da rein ? War seine entsetzte Frage, 2,2 v. und 2,5 h., bist du wahnsinneg ? war sein Komentar, v 1,6 - h. 1,8 kalt, ich war sofort bereit das auszuprobieren, denn meine Egli hatte starkes stempeln beim Bremsen und auch Lenkerschlagen war häufig, auf der Landstraße noch nie gehabt. Auch die Reifen waren speziell vorne total überhitzt, fast schon aufgelöst. Nach der Empfohlenen Absenkung war die Egli nicht mehr wieder zu erkennen, alles war weg, und die Reifen erholten sich prächtig, bin noch vier Tage damit gefahren.
Seit August faher ich jetzt eine AT-DCT v.2019, mit den Erstausstattungs Dunlop 610 und bridgestone A41, beide Reifen mit 1,7 v+h, mein Gewicht 90kg, nur Landstraße dritter Ordnung, auch wenn mal Autobahn nur 120, falls manche das immer wieder vergessen, 100kmh sind auf der Landstraße nicht die Mindestgeschwindigkeit, sonder das Maximum, hat auch seien berechtigte Grund. Beide Reifen waren mit dem niedrigen Druck sehr gut zu Fahren, auch bei Nässe.
Weiter zum Reiendruck: als nächsten Reifensatz waren der neue Michelin Anakee Adventure dran, mit dem Michelin Reifendruck Kontrollsystem, jetzt mit 1,8 v+h kalt, neu sind jetzt die Dunlop Meridian drauf, wieder 1,8 v+h, beim Meridian konnte ich feststellen, daß der Reifendruck schneller und höher anstieg als beim Michelin, trotz kühlen 12-15 Grad war der Dunlop schnell bei 2,1 - 2,3, mal sehen wie das im Sommer bei 30° und mehr wird, warscheinlich muß ich dann nochmal absenken. Zum Schluß noch ganz einfach ausprobieren, Gewicht, Fahrweise und Strecke sind alles Faktoren die berücksichtigt werden sollten. Einen perfekten Druck für alle Varianten gibt es nicht.