Beiträge von MapStef

    Mann hab ich mich vor meinen Schulfreunden scheniert, als meine Mutter mich zwang mir einen Schutzhelm zu kaufen, damit ich mit meinem NSU-Quickly zur Schule fahren durfte. Alle anderen fuhren ohne Helm mit ihren Mopeds zur Schule, was natürlich viel cooler war. Heute verstehe ich sie sehr gut. ^^

    Edit: und damals gabs noch keine Helmpflicht.

    Danke für Deine Antwort Thomas, aber keine Sorge, ich verbringe meine Zeit nicht beim Psycharter auf der Couch mit dem Trauma kein richtiger Motorradfahrer zu sein, sondern fahre stattdessen Moped. :D

    Das bezog sich eher darauf, dass ich mich langsam in der PS-Zahl meiner Mopeds gesteigert habe.

    Ich beobachte nur, dass sich manche junge Motorradfahrer/innen oder auch ältere Wiedereinsteiger/innen gleich sehr leistungsstarke Motorräder kaufen. Aus meiner eigenen Erfahrung heraus habe ich da manchmal kein gutes Gefühl. Aber das muss jeder/jede für sich selbst wissen ...

    Hallo zusammen,

    ich habe zwar keine motorradfahrende Tochter und keinen motorradfahrenden Sohn, aber ich kann euch von meinen eigenen Erfahrungen als Motorradanfänger erzählen.

    Ich habe erst als Student angefangen Motorrad zu fahren. Führerschein und Motorräder musste ich selber finanzieren. Nur bei der Ausrüstung hat meine Mutter fräftig zugeschossen, weil sie wollte, dass ich auf dem Motorrad bestmöglich geschützt bin. Damals habe ich mit einer gebrauchten 250er mit 27 PS angefangen. Danach habe ich mir eine 650er mit 50 PS gekauft (die offene Version war mir von Versicherung und Steuer her zu teuer). Danach kam die XRV 750 mit 60 PS. Und jetzt die CRF 1000L mit 95 PS. Mit dieser Motorradhistorie bin ich bestimmt kein typischer Motorradfahrer.

    Bestimmt war auch meine Motorradausbildung damals in der Fahrschule viel schlechter als die heutigen Ausbildungen. Viele Techniken habe ich erst nach der Fahrschule in zahlreichen Motorradfahrtrainings gelernt.

    Für mich selber kann ich sagen, dass mir nur die Fahrpraxis geholfen hat "gut“ Motorrad fahren zu lernen.

    Bei jedem meiner Motorräder gab es irgendwann mal Momente in denen ich unvernünftig war und gedacht habe „den überhol ich jetzt aber noch" oder "dem zeig ich's jetzt aber“. Heute weiß ich, dass es gut war mit wenigen PS anzufangen, denn hätte ich als Fahranfänger gleich ein Motorrad mit knapp 100 PS unter dem Hintern gehabt, hätte ich bestimmt mehr Blödsinn gemacht als mir gut getan hätte. Mit den wenigen PS kam mancher "Blödsinn" halt gar nicht erst in Frage. Bis zum nächsten Moped mit mehr PS hatten mein Bauch und ich eben immer Zeit dazuzulernen. Heute kann ich den "Blödsinn" besser einschätzen und erkennen und mich auch leichter dagegen entscheiden - meistens =O.

    Just my two cents

    MapStef

    Ja - wenn du meinen aktuellen Mopedstammtisch meinst - mache ich das auch des öffteren schon so. Ich fahre für mich und treffe den Rest der Gruppe dann zum Mittagessen, oder spätestens abends im Hotel wieder. Ist viel entspannter - und keiner ist genervt, wenn ich mal für ein Foto stehenbleiben will.

    Super, dass Du das schreibst :!: :thumbup:

    Bei meinem früheren Mopedstammtisch war das genauso und es hat sich sehr bewährt. Zumindest empfand ich es als sehr entspannend, vor plötzlichen Überholmanövern von hinter mir Fahrenden aus der Gruppe sicher zu sein. Und auch davor, dass sich die Situation zuspitzt, wenn plötzlich einer denkt "den Pass will ich aber schneller hoch" und andere aus der Gruppe es ihm dann nachmachen. Dann gibt es regelrechte Rennen.

    Bei meinem jetzigen Mopedstammtisch ist das leider nicht so. Es gibt immer einge, die ihren eigenen Kopf durchsetzen müssen und vorauspreschen. Teilweise mit dem Effekt, dass sie vor lauter gasgeben die Abzweigung übersehen und der Rest der Gruppe dann auf sie warten muss, bis sie es merken und wieder zurückkommen.

    Ja genau. In Deutschland gehört der Fahrstreifen normalerweise mir. Auch wenn ich mit dem Moped schmaler bin als ein Auto. In Italien muss ich mich jedesmal erst daran gewöhnen, dass Autos mich trotz Gegenverkehr auf meier Spur überholen, wenn ich auf meinem Fahrstreifen zu weit rechts fahre. Oder dass mich italienische Mopedfahrer im Appenin in Spitzkehren links und rechts gleichzeitig überholen, während ich meine Fuhre mit Sozia und Gepäck vorsichtig "um die Kurve wuchte".