Zurück zur R1300GS:
Da ich mir erst vor zwei Monaten ein nagelneues Motorrad gekauft habe (eine Affentwin!! in schwarz!!), werde ich mir gewisslich jetzt nicht gleich ein anderes Motorrad kaufen, egal welches. Als Ex-GS-Fahrer interessiert mich aber schon, was die anderen sagen. Und ich finde es erstaunlich, wie groß die Unterschiede bei den Eindrücken sind, und zwar von denen, die bereits eine aktuelle GS fahren und jetzt die Gelegenheit zu einer Probefahrt mit der 1300 hatten.
Einerseits habe ich eigentlich von allen gelesen, dass der neue Motor geht wie verrückt, andererseits beklagen viele ein synthetisches Gefühl, das ging mir ehrlich gesagt schon bei der Probefahrt mit der 1250 so. Über das Design wird viel gelästert, aber die neue Sitzposition (eher auf als im Mopped) kommt eher schlecht weg. Das Fahrwerk scheint klasse zu sein (Fahrwerk konnten sie in München/Berlin schon immer), das Getriebe scheint immer noch nicht Honda-Niveau zu haben. Ich habe auch Kritik über die Qualitätsanmutung (Materialien/Oberflächen) gelesen. Mein Verdacht: Ein Tribut an den Leichtbau.
Eins fand ich sehr überraschend: Früher galten BMWs als Motorräder, die großen Fahrern eher entgegen kommen. Davon scheint sich BMW bei der 1300GS zu verabschieden. Leute schrieben, sie hätten sich wie auf einer 800er gefühlt, der Kniewinkel sei zu spitz.
Es gibt ja gerade unter den Reiseenduros eine große Anhängerschaft für "Wüstenschiffe", also einfach sehr große, mächtige Motorräder. Eine ATAS mit vollem Ornat geht ja deutlich in die Richtung, eine KTM 1290 Super Adventure ist auch ein ganz schöner Schlitten. Da scheint die "Standard GS" jetzt ziemlich rauszufallen. Mal sehen, wie die 1400er Adventure wird.