Beiträge von Sampleman

    Porsche hat das Doppelkupplungsgetriebe - bei ihnen hieß es PDK - auch zuerst im Rennsport eingesetzt;-)


    Ich glaube aber, dass man das mit der „keine Zugkraftunterbrechung“ auch etwas weniger romantisch sehen sollte. Konventionelle Motorradgetriebe sind unsynchronisiert und können - wenn die Motordrehzahl stimmt - komplett ohne Kupplung geschaltet werden. Da ist der Gangwechsel einmal „Ploff“.

    Da muss ich widersprechen. Du hast beim Thema "automatisch schalten am Motorrad" grundsätzlich eine lautstarke Minderheit, die so was pauschal für Verrat an der Bewegung hält. Die hast du ja sogar unter AT-Fahrern, da wird schon gern mal die Frage gestellt, ob Fahren mit DCT noch "echtes" Motorradfahren sei. Die hadt du bei GS-Treibern natürlich auch.


    Als ich meine SD08 mit DCT im Sommer 2023 neu kaufte - damals gab es ASA noch nicht - habe ich als langjähriges Mitglied im GS-Forum meine Neuerwerbung natürlich vorgestellt - woraus sich ein umfangreicher Thread mit über 200 Beiträgen entwickelte. Vieles in dem Thread drehte sich auch um DCT, und ich kann mich eher an ehrliches Interesse als an Witzelei erinnern. Mein Eindruck ist, dass die allermeisten GS-Fahrer anerkennen, dass Honda mit DCT eine echte Innovation gelungen ist.


    Wenn ich die vielen Fahrberichte von ASA-Piloten richtig deute, nehmen viele von ihnen ASA weniger als Automatikgetriebe und mehr als perfekt funktionierenden Quickshifter wahr. Und dass sich BMW-Fahrer über flutschig schaltende Getriebe besonders freuen, kann ich gut verstehen. Speziell die Boxertreiber waren diesbezüglich in den vergangenen Jahrzehnten ja nicht gerade verwöhnt;-)

    Ich glaube, dass mit dem Versprechen "Mehr Sicherheit" im Motorradbereich massiv Kohle gemacht wird. Vor vielen Jahren machte "Motorrad" mal einen Test: Sie haben uralte Helme auf ihre Schutzwirkung hin getestet. Das Ergebnis war ihnen selbst glaube ich gar nicht so recht, denn selbst 20 Jahre alte Hüte brachten noch eine akzeptable Schutzwirkung zustande. Wer glaubt, dass solch ein alter Helm spröde ist wie eine Eierschale, der irrt.


    Es ist der Redaktion hoch anzurechnen, dass sie die Testergebnisse dennoch veröffentlicht haben, denn schließlich gehören Helmhersteller zu den wichtigen und regelmäßigen Anzeigenkunden. Wenn es nach den Empfehlungen der Helmhersteller ginge, würde man seinen Knitterfreien alle fünf Jahre durch einen Neuen ersetzen. Das nützt zwar nicht der Verkehrssicherheit, aber dafür dem Geschäft der Helmhersteller.


    Natürlich ist die Lebensdauer eines Helmes begrenzt, aber eher dadurch, dass das Innenfutter irgendwann einfach versifft ist. Wann dieser Fall eintritt, hängt aber auch sehr von den Einsatzbedingungen ab.


    Mit anderen Worten: "Ab 10 Jahre ist höchste Eisenbahn..." ist in dieser Pauschalität nicht richtig.

    Ich will mir gerade keine R1300 kaufen, deshalb bin ich gerade nicht so tief drin in der Paketstrategie von BMW, aber dadurch, dass sie ASA nur als Bestandteil eines Paketes verkaufen, vergeben sie natürlich einen grundsätzlichen Vorteil von ASA gegenüber DCT: Seinen eigentlich geringeren Preis. Das macht Honda bei E-Clutch und DCT in meinen Augen besser: Man kann dasselbe Mopped mit und ohne bestellen, und muss keine zusätzliche Ausstattungsdetails mitkaufen, die man vielleicht gar nicht haben will.


    Ziemlich extrem fand ich das bei meinem Auto, einem Toyota Yaris. Der hatte serienmäßig einen höhenverstellbaren Fahrersitz. Ich wollte aber aus Platzgründen unbedingt auch einen höhenverstellbaren Beifahrersitz haben. Den gab's aber nur in Verbindung mit einer Luxus-Ausstattung: Tempomat, getönte Scheiben hinten, heizbare Sitze vorn, Keyless Entry und noch ein paar Sachen. Glücklicherweise bin ich ein Spielkalb und wollte das meiste davon ohnehin gern haben, aber sonst wär's blöd gewesen.

    Für die DCT-AT gibt es ja auch einen Fußschalthebel. Der Unterschied bei allen Schaltautomaten ist immer die Frage, ob man die Gänge mechanisch reindrückt oder ob man "nur" einen Schaltimpuls gibt. DCT, ASA und Y-AMT können ja auch vollautomatisch schalten, brauchen also einen elektrisch oder wie auch immer betätigten Mechanismus, der die Gänge wechselt. Da wäre es glaube ich kontraproduktiv, wenn der Fußschalthebel mechanisch ins Getriebe eingreifen würde. Bei Y-AMT gibt es deshalb gar keinen Fußschalthebel, beim DCT gibt es einen gegen Aufpreis, der wohl ein ziemlich gefühlloses Teil sein muss und nicht mehr macht als einen elektrischen Kontakt betätigt. Der Schalthebel beim BMW ASA macht auch nicht mehr als einen elektrischen Kontakt zu betätigen. Angeblich wollte BMW das Schaltgefühl im ASA "mechanischer" gestalten und hat es dabei wohl etwas verkackt. Ich habe jedenfalls im GS-Forum einige Klagen über klemmende ASA-Schalthebel gelesen. Na gut, vielleicht wollte BMW ja auch das Gefühl einer typischen BMW-Crashbox simulieren;-)


    E-Clutch von Honda ist anders: Das Getriebe schaltet nicht von selbst. Man drückt die Gänge mit dem Fußhebel rein. Ich fand das bei meiner Probefahrt auf einer CB650 neulich recht ereignislos, nicht feinmechanisch rastend. Was ich interessant fand: Das Getriebe schaltet ja - anders als DCT oder ASA - auch beim Langsamerwerden nicht runter. Und da kann es dann passieren, dass der DCT-verweichlichte Fahrer (ich) plötzlich mit E-Clutch im dritten Gang an der Ampel steht. Und da kann man dann einfach ohne Kupplung im Stand die Gänge durchsteppen, das wird auch in der Bedienungsanleitung empfohlen.


    Was mir an E-Clutch an der CB650R nicht gefallen hat, war die unwürdige Fußhaltung (der Bock ist mir viel zu klein) und der viel zu lange Leerweg im Gasgriff. Die 2026er Transalp kommt ja mit Ride by Wire und E-Clutch als Option, die würde ich gern mal fahren.

    Ich erinnere mich an einen Werbeslogan von Porsche vor vielen Jahren: "Niemand braucht dieses Auto. Aber jeder will es haben."


    Und ich erinnere mich an eine Probefahrt mit einer KTM 1290 Super Adventure vor ein paar Jahren, die war mit 160 PS eingetragen. Ich fuhr damals ein Mopped mit halb so viel PS und fragte mich "Was soll man denn mit 160 PS?"


    Eine halbe Stunde später wusste ich es: Mehr Leistung ist besser als weniger Leistung.

    In besagtem Video sagt aber der eine Tester ganz deutlich, dass für ihn im allen Szenarien, in denen auch mal schneller als 100 gefahren wird, die BMW besser taugen würde. Die meisten Menschen leben eben nicht ganzjährig auf Gran Canaria;-)


    Ich bin von einer BMW R1100GS mit offiziell 77 PS auf eine Africa Twin mit offiziell 25 PS mehr umgestiegen. Zuvor war ich über 15 Jahre lang mit knapp 80 PS unterwegs. Jetzt hab' ich gut 100 - und bin erschrocken darüber, wie schnell ich mich an die Mehrleistung gewöhnt habe. Klar braucht niemand 145 PS auf einem Motorrad. Aber haben ist eben besser als brauchen;-)

    Ich halte einen Trickle Charger an einer AT mit LiFePo-Batterie für unnötig bis kontraproduktiv. Von mir aus alle zwei Monate mal nachladen, wenn die Winterdepri zu sehr brennt - aber sicherlich nicht permanent den ganzen Winter durch.


    Was ich überlegenswert fände: Ich habe hier eine Powerbank mit 12V-Startfunktion, die hat mir bei meiner ollen GS im Frühjahr gute Dienste erwiesen. Ich hatte bei dem Bock einen so genannten Fremdstartpunkt nachgerüstet, das ist quasi ein von außen zugänglicher Pluspol der Batterie. Wenn das Mopped nicht starten wollte, einfach Powerbank mit Plus an den Fremdstartpunkt, Minus an Masse, Knöppchen drücken, Zündung an, brumm.


    Ich könnte mir für die AT ein Kabel vorstellen, das direkt an die Batterie angeschlossen wird und an das man bei Bedarf entweder ein Ladegerät oder eine Powerbank zum Starten anstöpselt. Dazu müsste es vermutlich etwas dicker dimensioniert sein als ein reines Batterie-Ladekabel, außerdem gibt es glaube ich für die Starthilfekabel an den Powerbanks genormte Stecker.


    Hat jemand so was schon mal gemacht?

    Ich fuzzle jetzt seit über zehn Jahren damit rum, und es ist halt immer eine Abwägung: Ein Intercom im Helm ist praktisch beim Auf- und Absetzen, außerdem kann man damit auch sprechen. Dafür klingen In-Ear-Kopfhörer viel besser.


    Ich habe aktuell das Schuberth SC-02, das ist das maßgeschneiderte Intercom für bestimmte Schuberth-Helme wie den C5 und den E2. Leider krankt das Konzept daran, dass der Helm insgesamt zu laut ist, um ihn ohne Gehörschutz zu fahren. Also ist nix mit einfach anschalten und aufsetzen. Ich muss mir immer noch Stöpsel in die Ohren tun - ich benutze Alpine Motosafe schwarz. Damit kann ich das Navi und die Musik einigermaßen hören, von HiFi ist das aber meilenweit entfernt.


    Alternativ benutze ich kabelgebundene In-Ear-Kopfhörer, die ich zum Teil mit speziellen Ohrstöpseln im Tannenzapfen-Design gesupert habe. Das Kabel schließe ich an einen kleinen Bluetooth-Receiver an, den ich in die Jacke stecke. Das erfordert Sorgfalt beim Anziehen, aber durch die Kabel können die Ohrstöpsel nicht verloren gehen. Vorteil gegenüber Wireless-Ohrhörern: Die Kabelstöpsel sind deutlich kleiner und drücken deshalb nicht. Nachteil des ganzen Setups: Ich kann damit hören, aber nicht sprechen.

    Kinners, im Gegensatz zum linearen Fernsehen kann man bei Youtube vorspulen, und wenn euch die Werbung nicht gefällt, dann könnt ihr ja das viele Geld zurückverlangen, das ihr den Produzenten für ihre Arbeit gezahlt habt. Die machen das nämlich nicht nur zum Spaß.


    Natürlich sind diese werbefinanzierten Ösi-Videos immer ein ziemliches Gelaber, und die Autoren machen auch keinen Hehl daraus, dass sie aufgrund ihrer persönlichen Vorlieben und Erfahrungen urteilen.


    Ich fand es interessant, dass die BMW in dem Vergleich ihren offensichtlichen Vorteil, nämlich den viel stärkeren Motor, nicht zum Vorteil nutzen konnte, weil die Straßen dort so eng und kurvig waren, dass man die Mehrleistung nicht brauchen konnte. Ich hatte in Bezug auf die AT zu keinem Moment den Eindruck, dass sie irgendwo ungerechtfertigt kritisiert wurde. Und so ein paar Sachen wie das krause Bedienkonzept oder die halbherzige CarPlay-Integration hätte Honda in den sechs Jahren, die sie die 1100er AT jetzt bauen, ja auch mal ausmerzen können, anstatt nur jedes Jahr die Lackierung zu ändern;-)