Beiträge von Sampleman

    Ich glaube, "brauchen" ist ein großes Wort. Für mich sind diese ganzen Einstellmöglichkeiten bei der AT Abfallprodukte eines Motors mit computergesteuertem Motormanagement und Ride by Wire. Es ist halt einfach zu realisieren, also macht man es als Hersteller eben, weil es die anderen auch machen.

    Das ist insofern von Honda besonders schlecht umgesetzt, als im deutschen Konfigurationsmenü dieser Parameter mit "An/Aus" bezeichnet wird. Da war der Moment, wo ich als Journalist und Texter über die Möglichkeit eines körperlichen Verweises nachgedacht habe.


    Gemeint ist, wie direkt die Africa Twin ihre Drosselklappen aufreißt, wenn man am Kabel zieht. Wer sich über Ruckeln in der 30er Zone beschwert, sollte diesen Wert auf "Max." setzen.

    Ich habe auch den E2 und das SC2, aber nicht das Edge. Ich habe tatsächlich null Erfahrung mit der Kommunikation mit anderen. Das führt dazu, dass ich die Knöpfe an der Fernbedienung absolut nie brauche. Ich habe mir schon überlegt, ob ich die Schaltereinheit nicht wieder abbaue. Der einzige Knopf am Helm, den ich betätige, ist der Ein-Aus-Schalter hinten am Intercom-Modul. Alles weitere mache ich am Lenker. Braucht man die Tasten am Helm zum Quatschen mit anderen?

    Die Aussage kann ich nur unterstreichen. 30er Zonen sind auf den meisten großvolumigen, schweren Motorrädern einfach shyce zu fahren. Wer da ruck- und ruckelfreies Fahren erwartet, müsste sich eher einen Roller mit Variomatic kaufen. Man darf auch nicht vergessen: DCT ist keine Automatik im klassischen Sinne, bei der ein Drehmomentwandler alles glattbügelt. Da darf man keine falschen Erwartungen haben.

    Kurz was zur rechtlichen Einordnung: Die aktuelle Helmnorm ECE 22.06 sieht vor, dass jegliches Zubehör, das man an den Helm anbringt, vom Hersteller mitgetestet werden muss, sonst erlischt die Zulassung. Wenn man einen Helm mit der alten ECE 22.05 hat, ist das nicht von Belang. In Deutschland ist das alles nicht so wild, denn die StVO schreibt keine bestimmte Helmnorm vor. Andere Länder, z.B. Italien, sind da strenger, da muss der Helm mindestens ECE 22.05 entsprechen. Ein EU-Land, das ECE 22.06 vorschreibt, gibt es wohl noch nicht, aber streng genommen wird ein 22.06er Helm mit einem nachträglich angebrachten Headset nicht zum 22.05, sondern hat gar keine Zulassung mehr.


    22.05er Helme dürfen nicht mehr produziert, in Deutschland aber bis auf weiteres abverkauft werden. Dennoch ist absehbar, dass 22.05 mehr oder weniger aus dem Handel verschwindet.


    Deshalb würde ich mir tatsächlich überlegen, ob ich heute noch viel Geld für ein separates Headset ausgebe, das ich außen an meinen Helm anbringe. Wenn ich den vorhandenen Helm vielleicht in zwei Jahren gegen einen neuen ersetze, wird es keine 22.05er mehr geben, und an einem 22.06er Helm ist ein nicht mitgetestetes Headset potenziell problematisch.


    Die Optionen, die man hat, hängen davon ab, was man will. Wenn man einfach nur auf seiner Africa Twin die Navi-Anweisungen und Musik hören will, bietet sich eine billige Lösung an. Auf Amazon etc. gibt es haufenweise kleine Bluetooth-Receiver mit eingebautem Mikrofon und 3,5mm-Buchse. Die sind eigentlich dafür gedacht, um Kopfhörer mit Kabel oder Autoradios mit AUX-Buchse mit einer BT-Freisprechfunktion zu versehen. Einen solchen Receiver kann man bei der AT als Headset anmelden. Dann einen In-Ear-Kopfhörer nach Wunsch anstöpseln, der Receiver kommt in die Jacke, die In-Ears im die Ohren, Helm drüber, fertig. Klingt besser als so manches teure Headset, und wenn man die Ohrhörer sorgfältig auswählt (zum Beispiel Plugfones), wirken die gleich noch als Lärmschutzstöpsel.


    Haupt-Nachteil: Man kann nicht sprechen, also kein Telefon und keine Sprachbefehle.


    Will man auch telefonieren, kann man sich im Grunde irgendein billiges chinesisches Headset kaufen, ab 20 Euro aufwärts. Oft sind bei den Dingern die Lautsprecher ziemlich lausig.


    Will man dagegen mit anderen Motorradfahrern reden, wird es schwierig. Es gibt im Grunde zwei relevante Anbieter, nämlich Sena und Cardo. Wenn deine Kumpels Sena fahren, nimm Sena, wenn sie Cardo fahren, nimm Cardo. Und wenn es geht, nicht so was Teures, wegen ECE 22.06.


    Ansonsten würde ich mich an deiner Stelle nach einem neuen Helm umsehen - und bei der Auswahl das Vorhandensein eines vom Hersteller getesteten Headsets in meine Entscheidung einbeziehen. Ich habe zum Beispiel einen Schuberth E2, für den gibt es maßgeschneiderte Headsets, ein teures von Sena und ein sehr teures von Cardo. Vorteil: Im E2 sind die Lautsprecher und die Kabel ab Werk bereits montiert. Die Montage des Headsets ist eine Angelegenheit von wenigen Minuten. Und alles ist schön nahtlos integriert. Kostet leider Geld. Ich habe für den E2 530 Euro bezahlt, und das Headset dazu (SC02 Standard) hat noch mal 180 gekostet. Da fängt man sich dann schon an, sich Sorgen zu machen, ob einem irgendwer den Helm klaut.

    Das Schlafverhalten des DCT-Getriebes wird nicht von den Cockpit-Einstellungen beeinflusst.


    Insgesamt hat das DCT vier Schaltprogramme und einen vollmanuellen Modus.


    Das läuft so: Wenn du losfahren willst, musst du immer von N auf D schalten, also einmal auf D drücken. Der D-Modus macht aber keinen Spaß, schaltet viel zu früh hoch. Wenn du jetzt nochmal auf D drückst, landest du im Sport-Modus. Wenn du dann die D-Taste etwas länger drückst (ca. 2 Sekunden), wechselt das Getriebe der Reihe nach die verschiedenen Sport-Modi durch, also von S1 bis S3. Sie unterscheiden sich im Drehzahlniveau: In S3 schaltet die Maschine quasi erst bei Nenndrehzahl hoch. Du solltest die verschiedenen Sport-Modi mal durchprobieren und herausfinden, welcher am besten zu dir passt. Die Besonderheit: Der einmal ausgewählte Sport-Modus bleibt eingestellt, solange du die D-Taste nur kurz drückst. Hast du den für dich passenden Sport-Modus gefunden, drückst du in Zukunft nach dem Anlassen einfach zweimal auf die D-Taste.


    (Ich persönlich fahre meistens in S-2)


    Wenn du manuell schalten willst, drückst du, nachdem das Getriebe auf D ist, auf die A/M-Taste. Sie schaltet hin und her zwischen dem Manuell-Modus und dem zuvor gewählten Automatik-Modus. Bei M musst du selbst hochschalten - herunter schaltet die Maschine von allein, um Abwürgen zu verhindern. Nach oben dreht sie in den Begrenzer statt von allein hochzuschalten.


    Du kannst beim manuellen Schalten nix kaputtmachen. Schädliche Schaltbefehle führt das DCT nicht aus.


    Was du auch immer machen kannst: Im Automatik-Modus das Programm durch manuelle Schaltbefehle übersteuern. Ich mache das immer, wenn ich vor einer Kurve runterschalten will.


    Letzter Hinweis: Gewöhne dir an, das Getriebe immer auf N zu schalten, bevor du den Motor ausmachst.

    Ich stand vor drei Jahren genauso wie der Ochs' vorm Tor wie du heute.


    Zum Einstellen: Grundsätzlich kannst du drei Parameter verstellen, nämlich P (Throttle Control, Gasgriffkennlinie), EB (Engine Brake, Motorbremswirkung) und TC (Traktionskontrolle). Die Parameter werden dir unten im Cockpit mit runden Skalen angezeigt. Dabei bedeuten viele blaue Sektoren einen hohen Regelungsgrad, viele "leere", ausgegraute Sektoren einen geringen Regelungsgrad. Also, TC auf 1 regelt so gut wie gar nicht, TC auf 7 springt bei jedem Zipperlein an. P und EB sind am gröbsten, wenn sie auf einem niedrigen Wert stehen, und abgesoftet bei einem hohen Wert.


    Was du wissen musst: Die Maschine hat eine Reihe von fest programmierten User Modes, zum Beispiel "Stadt", "Schotter" oder "Tour". Bei diesen User Modes sind die Werte für EB, P, und TC fest vorgegeben, passend zur Situation. Und sie hat zwei frei belegbare User Modes, nämlich "Benutzer 1" und "Benutzer 2". Nur in diesen beiden Modi kannst du selbst die Werte für EB, P, und TC verstellen, die bleiben dann gespeichert.


    Zusätzlich gibt es eine Reihe von Cockpit-Layouts. Du kannst im Setup-Menü jeden User Modus mit einem Cockpit-Layout deiner Wahl verbinden. Es gibt zwei Sorten von Cockpit-Layouts, das Gold-Cockpit und die Silber-Cockpits. Nur das Gold-Cockpit zeigt alle Daten an und erlaubt zum Beispiel, den Tageskilometerzähler zurückzusetzen oder das ABS hinten abzuschalten. Einstellungen, die du im Gold-Cockpit vornimmst, bleiben erhalten, auch wenn du ein anderes Cockpit aufrufst. Manche Einstellungen, zum Beispiel das ABS, springen aber auf Werkseinstellungen zurück, wenn du die Zündung ausmachst. Wenn du dir die Cockpit-Layouts ansiehst, dann stellst du fest, dass einige Silber-Cockpits ziemlich reduziert sind. Dinge wie die Kühlwasser-Temperatur werden nicht in jedem Cockpit-Layout angezeigt.


    Ich persönlich habe die Zuordnungen der Cockpit-Layouts zu den User Modes so gelassen, wie sie sind. Zusätzlich habe ich die beiden individuellen Usermodes jeweils mit dem Gold Cockpit belegt. Bei "Benutzer 1" stehen EB und P auf Maximum, bei "Benutzer 2" stehen sie auf Minimum. So kann ich mit nur einem Druck auf den Hoch- und Runter-Schalter das Ansprech- und Lastwechselverhalten der Maschine zwischen "giftig" und "sanft" umschalten. Ehrlich gesagt: Groß sind die Unterschiede nicht.

    Das kommt ziemlich auf deine Ansprüche und Voraussetzungen an. Es geht damit los, ob du einen neuen Helm mit ECE 22.06 hast. Bei denen ist es so, dass die ECE-Einstufung nur mit einem Headset erhalten bleibt, das gemeinsam mit dem Helm getestet wurde. Dann kannst du das mit den max. 100 Euro vergessen.


    Das nächste ist, was du damit machen willst. Ich bin über 15 Jahre lang mit einem kleinen Bluetooth-Receiver in der Jacke und einem Paar kabelgebundener In-Ear-Kopfhörer herumgefahren. Geht super, wenn du nur hören, aber nicht sprechen willst. Wenn du auch sprechen willst (telefonieren, Sprachsteuerung in CarPlay), dann tut es vermutlich jedes China-Headset mit Mikrofon. Ich habe mir mal ein Sena 5S gekauft, das klingt gut und ist bei FC Moto für 125 Euro zu haben.


    Schwierig wird es, wenn du mit anderen Motorradkollegen über das Headset kommunizieren willst. Da bin ich dann raus, da habe ich keine Erfahrung.