Beiträge von Sampleman

    Wer sich in Augsburg auskennt, kennt den Louis in der Meraner Straße. Im selben Gebäudekomplex sitzt daneben der Fressnapf, und da war ich heute mit der bEvA, damit sie für unser kleines Monsterle Futter in rauen Mengen kaufen kann.


    Offenbar noch nicht so lange gibt es gegenüber einen Laden, der neben Pedelecs auch Motorräder der in letzter Zeit häufig erwähnten Marke Benda führt. Das sind chinesische Fahrzeuge für Kunden, für die das Wort "extrovertiert" nicht negativ besetzt ist.


    Ich hab' so was live noch nicht gesehen. Irgendwie krass. Die ausgestellten Bendas gingen alle so in Richtung Cruiser, Bobber, Chopper. Das hier zum Beispiel ist die Napoleonbob:


    Das ist, wenn du vor ihr stehst, ein durchaus stattliches Kraftrad. Die Napoleonbob ist gerade mal 1,5 cm kürzer als eine AT, und der Lenker ist über einen Meter breit. Klar, die Sitzhöhe ist mit 745 mm genretypisch niedrig, aber ich (2 Meter) hab' drauf gesessen, und besser sitze ich auf einer Harley auch nicht unbedingt. Das Finish wirkt zumindest auf den ersten Blick hochwertig. Komplett retro ist das Gerät nicht, so hat man statt eines runden Analogtachos ein rundes TFT-Display. ABS ist an Bord, Traktionskontrolle und Anti-Hopping-Kupplung auch. Der mächtige V2 hat Wasserkühlung und drei Ventile pro Zylinder...



    ... und 125 Kubikzentimeter Hubraum.



    Daraus zaubert das Triebwerk glatte 14 PS und etwas, das auf der Website als "kontrollierbares Drehmoment" bezeichnet wird. In Zahlen sind das 10,9 Nm (bei solchen Mengen musst man schon genaue Angaben machen), die bei 6.500/min anliegen. Wer die vollen 14 PS auf die Traktionskontrolle loslassen will, muss bis 9.000/min drehen.


    Der Verkäufer (der glaube ich im Moment gerade was anderes im Kopf hatte als mich) meinte, das sei völlig ausrechend, schneller könne man ja auf der Straße ohnehin nicht fahren. Da dürfte übrigens auch das fahrfertige Gewicht vom 195 kg im Wege stehen. Gut, eine Harley Low Rider wiegt ein gutes Drittel mehr, hat allerdings auch das 15-fache Drehmoment;-)

    Ein wenig ratlos lässt mich der Preis der Napoleon Bob, der liegt nämlich bei 5.600 incl. Nebenkosten. Zum Vergleich: Für 6.500 Euro gibt es eine Kawasaki Eliminator 500. Also, eigentlich denkt man im ersten Moment, naja, unter 6K für so viel Mopped, das ist doch gar nicht schlecht. Aber 14 PS? Erinnert ihr euch noch an diese 125er Chopper von Daelim, die nicht schneller fuhren als 90?


    Zur Ehrenrettung sei gesagt, dass es die Napoleonbob auch als 250er gibt: Doppelte Leistung, doppeltes Drehmoment, gleiches Drehzahlniveau, gleiches Gewicht - und gleicher Preis(!)


    Und wenn man auf diese Sorte Kraftrad steht und Fahrleistungen will, die zumindest ansatzweise das einlösen können, was die beeindruckende Optik verspricht, bekommt man die Napoleonbob auch als 500er. Die hat dann Riemenantrieb, 48 PS und 42 Nm, beides bei Drehzahlen jenseits der 7.000. Dafür will Benda dann aber auch schon 7.600 Euro. Das ist über ein Riese mehr als die bereits erwähnte 500er Kawa Eliminator. Okay, die Kawa hat drei PS weniger und Kettenantrieb. Die Benda macht optisch eindeutig mehr her, wiegt aber statt einsteigerfreundlichen 176 kg satte 2015 kg.


    Benda dekliniert das Cruiserthema mit mehreren Baureihen durch, wobei die Hubräume immer bei 125 Kubik anfangen und meistens bei 500 Kubik enden. Von der Dark Flag 500, die immerhin knapp 9 Riesen kostet, haben sie wohl noch eine 950er in der Vorbereitung. Allerdings, wenn ich sehe, dass SYM jetzt die HD 1200 Sportster für zehn Riesen wieder auferstehen lässt (natürlich mit ABS und Euro 5+), dann finde ich das fast ein bisschen viel Geld, obwohl auch die Dark Flag liebevoll und sauber gemacht ist.


    Richtig wüst wird's beim derzeitigen Benda-Topmodell, der LFC 700 Pro. Wäre man böse, würde man sagen, das ist was für die "Ich wollte ne Ducati Diavel, konnte mir aber keine leisten"-Fraktion:



    Ja, das da vorn ist kein Rowenta-Fön, sondern die Lampe. Und das dahinten ist tatsächlich ein 300/35R18 Reifen. Kann auch nicht jeder tragen, würde ich mal sagen. Das Fahrwerk ist elektronisch geregelt, das ABS ist von Bosch, die Bremsen von Brembo, das Gewicht ist mit 295 kg genretypisch.


    Der Motor ist es nicht.


    Auf diesem Vehikel hätte sich vermutlich auch Judge Dredd wohgefühlt - zumindest bis zum Druck auf den Startknopf. Denn das Schicksal hat die LFC 700 Pro mit einem 670-Kubik-Motor ausgestattet. Mit vier Zylindern. In Reihe. Quer eingebaut. Dass das Triebwerk 86 PS abwirft, ist nicht schlimm, da hat so manche Harley weniger. Aber 60 Nm sind nicht so der Reißer, und damit die alle da sind, muss man bis 8.600 Touren drehen. Die Nenndrehzahl liegt bei über 10.000 Touren.


    Dafuq?


    Knapp 13 Riesen will Benda für sein Topmodell. Ich glaube, dafür würde ich mir lieber eine CFmoto 1000MT mit Koffern und Trallafiti holen.


    Aber irgendwie bauen die schon lustige Moppeds bei Benda, das muss der Neid ihnen lassen.

    Die zwei Verbindungen bauen sich bei meinem Adapter auch auf. Ich habe das auch nie verstanden, aber einfach so belassen, weil es funktioniert.


    Ich benutze ebenfalls Sena-Headsets (ein Schuberth SC02 made by Sena und ein Sena S5), und die machen eigentlich selten Probleme. Ich hatte ein paarmal Probleme, wenn die Verbindung zwischen Headset und Honda noch nicht stand, wenn die Honda den Adapter erkannte.


    Mein Vorschlag zur Fehlersuche (so würde ich's versuchen)


    1. Zieh den Adapter ab, schalte dein Handy aus (oder wenigstens das Bluetooth im Handy)

    2. Lösche dein Sena aus der Liste der gepaarten Headsets in deiner Honda. Zündung aus.

    3. Zündung wieder an. Kopple und paare dein Sena erneut mit der Honda (Menü mit den Einstellungen findest du, wenn du beim Bildschirm oben im schwarzen Balken auf die Uhrzeit tippst). Wenn das Pairing geklappt hat, schalte die Zündung wieder aus. Dann schaltest du das Headset aus.

    4. Teste, ob sich Headset und Honda einwandfrei verbinden. Erst Headset einschalten, dann Zündung einschalten. Es ist vielleicht kein Fehler, wenn du zwischen Einschalten des Headsets und Einschalten der Zündung ein paar Sekunden wartest.

    5. Display fährt hoch, Sicherheitshinweis kommt, wegklicken, dann müsste sich das Headset mit der Honda verbinden. Im Headset gibt es ein akustisches Signal. Meins sagt glaube ich "Verbunden". Klappt das? Gut! Zündung aus, Headset aus.

    6. Adapter wieder einstöpseln. Handy an (oder Bluetooth am Handy wieder aktivieren)

    7. Finaler Testlauf: Headset anschalten, warten bis es an ist (Meins sagt "Hallo! Akkustand hoch."). Zündung anschalten, warten bis der Sicherheitshinweis kommt, wegklicken, dann sollte alles von allein laufen.

    Bleiben wir kurz offtopic: Ich habe mir neulich mal zum Ausprobieren einen BMW iX1 mit E-Antrieb liehen und bin mit dem Gerät prompt auf der Autobahn in einen Stau geraten. Das Teil hat Assisted Drive, das ist bei Stau und Stop & Go schon ganz kommod, weil es auf voranfahrende Autos bis zum Stillstand auffährt und anschließend, wenn es weiter geht, von allein und ohne irgendwelche Intervention des Fahrers wieder losfährt. Aber was mich wirklich geflasht hat: Das Teil bildet automatisch eine Rettungsgasse :o

    Ich vermute auch, dass die Lichtmaschine der SD14 auf eine Li-Batterie ausgelegt ist und nicht mit Blei klar kommt. Und dann gibt es noch so lustige Seiteneffekte, wie weit die Bordspannung beim Starten einbrechen darf - und wie die Bordelektronik darauf reagiert. Kurz: ich würde es nicht machen.

    Ich habe einen Tipp gelesen: Die Seitenverkleidung dürfte mit Plastikzapfen befestigt sein, die in Gummilagern stecken. Wenn man das ohne Schaden auseinanderbekommen hat, sollte man etwas Silikonspray auf die Gummidinger geben, dann geht es zukünftig leichter.

    So wie ich die Info des TÜV verstanden habe, gibt es aber wohl eine Zulassungsvorschrift (§ 19 (3/4) StVZO), die die Vorführung einer Maschine, bei der mehrere Bauteile per ABE gegenüber dem Serienstand geändert wurden, bei TÜV o.ä. vorschreibt. Dann muss ein Blaukittel gucken, ob deine Fußrasten und dein Zubehörwindschild sich gegenseitig beeinflussen und dir das (natürlich gegen Gebühr) bescheinigen.


    Offenbar wird diese Vorschrift weiträumig ignoriert - aber im Grunde führt sie dazu, dass wir Motorradfahrer uns in einer rechtlichen Grauzone bewegen. Aber wenn du mal genau hinsiehst, gibt es diese rechtlichen Grauzonen überall. So habe ich mich schon oft gefragt, wieso eigentlich Fahrräder für den Straßenverkehr zugelassen sind, bei denen man beide Hände am Lenker benötigt, um die Bremsen zu betätigen, denn auf die Weise kann man ja gar nicht mit Handzeichen ein Abbiegen anzeigen, wenn damit gleich die halbe Bremsanlage des Fahrrades ausfällt.


    Solche Beispiele gibt es zu Dutzenden. Wie kann es sein, dass Honda eine Straßenzulassung für ein Motorrad bekommt, bei dem es einen USB-Kabelanschluss für ein Smartphone gibt, aber ab Werk weder eine Handyhalterung noch ein Ablagefach, um das Handy sicher verstauen zu können? Wieso wird es toleriert, dass jeder zweite Fahrradfahrer mit einem dicken Kopfhörer auf den Ohren herumfährt?


    Und wieso ist es auf einmal ein Problem, wenn KTM seine Motorräder auf Wunsch in nicht zulassunsfähigem Zustand ausliefert?

    Ich muss es doch noch einmal aufgreifen - und die Tauglichkeit der Lösung infragestellen: Diesen Ring soll man sich auf die Rückseite des Handys kleben, aber die Ringe, die ich gekauft habe, halten, als wären sie mit Spucke aufgeklebt. Wollte einen Ring auf ein iPhone SE kleben, habe die Rückwand des Telefons penibel mit Alkohol gereingit: Hält nicht. Und zwar gar nicht.


    Kurz: Wer ein solches MagSafe-Teil an ein Nicht-MagSafe-Telefon packen will, muss sich zuvor Gedanken machen, woher er einen Metallring bekommt, dessen Kleber hält.