Beiträge von Sampleman

    Sage ich. Wenn du heute eine neue AT kaufst, hat sie immer schlauchlose Reifen. Man kann Räder mit Schlauchreifen noch nicht mal als Extra bestellen. Bei der Generation zwischen Modelljahr 2020 und 2023 (also SD08 und SD09) hatte die SD 08 - also meine - immer Schlauchreifen (schlauchlos gab es noch nicht einmal als Extra), während die SD09, also die ATAS, immer schlauchlose Reifen hatte, Schlauchreifen waren auch als Extra nicht bestellbar. Was im Grunde dumm war, denn meines Wissens sind die Räder zwischen SD08 und SD09 austauschbar.


    Bei den alten 1000er weiß ich es nicht genau. Ich glaube, die hatten grundsätzlich Schlauchreifen, glaube ich.


    Disclaimer: Natürlich kann man alles umbauen, es ist dann eben nicht ab Werk.

    Zunächst einmal eine Positionsbestimmung: Außergewöhnliche Kraftübertragungen bei Kraftfahrzeugen haben mich schon immer interessiert. Als ich mir vor drei Jahren meine neue Honda Africa Twin mit DCT gekauft habe, war DCT ein wichtiger Kaufgrund. Sonst wäre es womöglich gar keine Honda geworden. Ich hatte mich damals auch mal eine Klasse tiefer umgesehen, hatte eine Yamaha T7 und eine Aprilia Touareg 660 probegefahren. Aber ich wollte dann doch lieber etwas Mächtigeres, und das DCT ist schon ganz großes Kino.


    Allerdings ist die 1100er Affentwin mit DCT auch ein ziemlicher Brocken, 240 Kilo sind da schnell beieinander. Als Honda die 750er Transalp 2023 neu vorstellte, erschien sie zumindest auf dem Papier als Alternative. Die ersten Tests waren nicht so toll, der Motor eher eine Drehorgel, naja, ich hab' ja schon ein Mopped...


    Jetzt musste meine Africa Twin in die Werft: Rückruf erledigen, 24000er Wartung, große Sache (Ventile checken). Weil meine Werkstatt es schätzt, dass ich so ein treuer Kunde bin, erfüllten sie mir einen Wunsch: Ich bekam für ein paar Stunden eine Honda XL750 Transalp, ganz neu, mit 450 km auf der Uhr - und mit E-Clutch.


    E-Clutch hat Honda vor zwei oder drei Jahren bei der CB 650 eingeführt. E-Clutch ist eine automatische, elektromechanisch betätigte Kupplung. Geschaltet wird ganz normal mit dem Fuß. Im Gegensatz zu DCT kann E-Clutch nicht selbst schalten. Im Grunde kombiniert E-Clutch eine automatisierte Anfahrkupplung mit einem Quickshifter/Blipper. Wenn man als von DCT verwöhnter Fahrer im 4. Gang an der Ampel zum Stehen kommt, weil man mal wieder das Runterschalten vergessen hat, dann könnte man vermutlich theoretisch versuchen im 4. Gang mit qualmender Kupplung wieder anzufahren. Oder man schaltet im Stand runter, klick, klick.


    Bei der CB650R, die ich im letzten Jahr gefahren bin, funktionierte E-Clutch so weit unspektakulär. Positiv fiel mir auf, wie unauffällig der Quickshifter shiftete, negativ fiel mir der im Vergleich zu meiner Africa Twin ewig lange Leerweg im Gasgriff auf. Bei langsamer Fahrt fand ich es tatsächlich schwierig, den Griffpunkt der Kupplung zu finden.


    Nun also die Transalp: Mehr Kubik als die 650er, dafür weniger als meine AT. Zweizylinder Twin statt Vierzylinder Reihe - und seit Herbst 2025 Ride By Wire. Das merkt man sofort: Bei der Transalp ist langsames Fahren viel einfacher als bei der 650er mit ihrem mechanischen Gaszug. Dafür kamen mir die Gangwechsel irgendwie "rustikal" vor. Wer DCT kennt und sich an seiner feinmechanischen Opulenz weidet, findet das kunstlose Ploff-Ploff beim Schalten der Transalp irgendwie händsärmelig. Nach einiger Zeit zeigte sich aber auch ein Grund dafür: Ich war E-Clutch ziemlich hardcore gefahren, hatte einfach das Gas stehen lassen und unter Volllast geschaltet. Wenn man so schaltet, wie man bei einem ganz normalen Mopped-Getriebe ohne Kupplung schaltet, geht das deutlich sanfter: Einfach synchron mit dem Schaltvorgang ganz kurz das Gas zu machen, schon ruckt es weniger. Übrigens: Runter schaltet E-Clutch wunderbar, bei Bedarf mit einem gezielten Gasstoß an den Motor.


    Halten wir fest: DCT ist eine Liga für sich, aber E-Clutch macht seinen Job auch ziemlich gut. Besser als ein normaler Quickshifter ist es allemal. Und E-Clutch hat etwas, was DCT fehlt: Einen normalen, konventionellen Kupplungsgriff. Man kann also jederzeit die Kupplung ziehen, dann wird E-Clutch deaktiviert, aber es aktiviert sich automatisch wieder, sobald man den Kupplungsgriff wieder loslässt. Das funktioniert völlig unauffällig. Ich habe es nicht ausprobiert, aber vermutlich kann man E-Clutch auf Wunsch auch dauerhaft abschalten.


    Und der Rest vom Mopped? Verglichen mit der AT wirkt die Transalp spartanisch und merklich leichter. Trotz meiner zwei Meter habe ich weniger schlecht gesessen als befürchtet. Eine höhere Sitzbank ließe sich beschaffen. Wer die überladenen Lenkerdenden der Africa Twin kennt, für den ist die schlichte Ausstattung der Transalp fast schon erholsam. Die relativ hohe, nicht verstellbare Scheibe hat mir dagegen nicht gepasst, ab 100 fing der Helm zu rütteln an. Den Motor fand ich insgesamt so naja. Die Yamaha T7 hatte ich irgendwie geschmeidiger, verbindlicher in Erinnerung, auch wenn der 750er der Honda 20 PS mehr hat. Kleinigkeit: Bei der AT reicht ein Druck auf den Starter und der Motor läuft. Bei der Transalp muss man immer noch leiern, bis der Motor anspringt. Das Display der Transalp ist deutlich schlichter als bei der AT, aber man kommt klar. Handy-Konnektivität hat sie wohl, habe ich aber nicht ausprobiert.


    Ich hab' mal in die Preisliste geguckt. Eine AT mit DCT kostet aktuell rund 17 K, eine Transalp kostet knapp 5.000 Euro weniger.


    Dennoch war ich froh, nach ein paar Stunden wieder auf meiner AT saß.

    Tag 5 von Sampleman's Heimkehr, genauer, der Beginn der Heimkehr von der Heimkehr. Ursprünglich hatte ich vorgehabt, am Mittwoch einen guten Freund in Hamburg zu besuchen, bei ihm zu übernachten und am Donnerstag in drei Tagesetappen den Rückweg nach Augsburg anzutreten. Stattdessen sind wir gestern

    mit den Motorrädern am Timmendorfer Strand gewesen. Irgendwie bin ich ohnehin zu selten am Meer.


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    Also bin ich erst heute von Hamburg losgekommen, und habe die Gelegenheit genutzt, um in einem Rutsch, nur unterbrochen von Tank- und Sanitärstopps, Boden gut zu machen.


    Das hier war an einem lieblichen Rastplatz an der A7, irgendwo zwischen Hildesheim und Göttingen:


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    Ca. 560 km bin ich heute gefahren, so gut wie alles Autobahn. Ja, geht, nein, macht nicht wirklich Spaß. Das japanische Präzisionskraftrad hat bisher alle klaglos mitgemacht. Allerdings schwitzt sie etwas Öl an diesem Kabel zur LiMa. Naja, am Montag habe ich ohnehin einen Werkstatt-Termin.


    Jetzt bin ich - bei blendendem Wetter - in Würzburg und regeneriere mich.


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    Morgen lass' ich's ruhiger angehen.

    Tag 2 von Sampleman's Heimkehr: Nach einer Nacht in Aschaffenburg, die nur erträglich war, weil die Fenster des Hotels wirklich extrem gut Schall dämmen, ging es heute weiter. Das Navi schickte mich kreuz und quer durch den Spessart, und über weite Strecken hatte ich den komplett für mich allein.


    Das hier war irgendwo in der Pampa im Main-Kinzig-Kreis:


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    Weiter ging es in Richtung Hochsauerlandstraße, auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage "Warum ist der Sauerländer Friedrich Merz, wie er ist?". Schwer zu sagen, aber hier hat er vielleicht schon mal "Kahlschlag" geübt:


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    Wie man auf dem Bild sieht, wurde das Wetter auch nicht schöner, aber Regen passt irgendwie in die Gegend.


    Jetzt bin ich in Paderborn und gebe mir eine Flasche Wein in der Tapas-Bar. Paderborn hat mich echt positiv überrascht. Ja, zwei von drei Immobilien gehören der katholischen Kirche, und das Geld für mein Hotelzimmer geht vermutlich direkt an den Vatikan. Aber ansonsten: Gechillte Atmosphäre, und Humor haben sie auch:


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    (Bitte auch das Kleingedruckte lesen)


    Morgen geht's nach Lüneburg, meine Lieblingsschwester besuchen.

    Sodala, Tag 1 von Sampleman's Heimkehr. Der Plan war ursprünglich, im August eine Woche nach Norddeutschland zu fahren und dabei die Verwandtschaft abzuklappern. Jetzt habe ich am Mittwochmorgen in Walsrode einen Notartermin - und habe die geplante Heimspiel-Tour vorgezogen, damit ich nicht zweimal fahren muss.


    Heute morgen ging es in Augsburg los, und dann das:


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    Rain ist eben nicht nur ein Ort, sondern auch eine Wetterlage. Die nächste Stunde hat es dann ziemlich geschifft.


    Weiter nördlich wurde es dann besser, das hier ist westlich von Rotenburg ob der Tauber:


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    Mein Etappenziel für heute war Aschaffenburg, da lasse ich den Abend jetzt artgerecht starten:


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    Morgen geht's durchs Sauerland (vielleicht finde ich ja raus, warum Friedrich Merz ist, wie er ist).


    Die Route, die mir Kurviger gerechnet hat, war mal wieder absolut entzückend. Nur mein scheißteures Schuberth-Headset wollte plötzlich nicht mehr mit der Honda reden - das konnte ich ambulant beheben.

    Scusi, aber wir sind Motorradfahrer und keine Memmen.

    "Ich versteh das nicht, dass man von Honda „verlangt“ noch größer, weil man selbst mehr Hubrum oder Leistung - die meist eh nur am Stammtisch relevant ist, so dringend benötigt."

    Es gibt offenbar Leute, die Reiseenduros wollen, die mehr PS und mehr Hubraum haben als die AT (und die sie auch in rauen Mengen kaufen, frag' mal BMW). Du machst diesen Wunsch verächtlich, indem du ihn nur als wichtig für den Stammtisch einordnest. Und dann bist du beleidigt, wenn dich jemand drauf anspricht.

    Okay, kann man machen. Kann man aber auch lassen. Jetzt wieder gut?