Beiträge von Sampleman

    Posts wie dieser sind etwas, was mich am Sinn journalistischer Arbeit zweifeln lässt. Und als jemand, der fast seine gesamte Berufslaufbahn als Journalist in Fach- und Special-Interest-Medien verbracht hat, fühle ich mich auch etwas persönlich gekränkt.


    Was den Vergleich mit der R1300GS angeht: Die Africa Twin Adventure Sports wird nicht nur mit der GS verglichen, sondern mit den ganzen anderen Groß-Geräten mit 30 bis 60 PS mehr - und da sieht sie keinen großartigen Stich, da für das Gebotene zu teuer. Und die BMW GS hat durchaus einen Rivalen, nämlich die Multistrada, gegen die sie hin und wieder auch mal verliert. Honda hat es vorgezogen, in diesem Segment mit Abwesenheit zu glänzen. Ist übrigens dasselbe wie mit den Supersportlern, da findet der Kampf um die Spitze auch ohne die Fireblade statt. Dafür können die Redaktionen nichts. Einzige Konsequenz wäre, die AT konsequent zu ignorieren - da möchte ich mal das Geschrei hören.


    Übrigens musste sich in dem Vergleichstest, um den es hier geht, keineswegs eine AT mit einer 390er KTM messen. Hättest du den zweiteiligen Beitrag gelesen, um den es hier geht, dann wüsstest du das. Aber sich über Artikel zu beschweren, die man nicht gelesen hat, dass kenne ich schon lange.


    Kann man auch steigern: Ich habe mich vor 30 Jahren mal minutenlang von einem Leser am Telefon für einen Artikel beschimpfen lassen, den er in der Color Foto gelesen hatte. Blöd nur, dass ich den Artikel nicht geschrieben hatte - weil ich beim Wettbewerber FotoMagazin arbeitete.


    Der Unterschied zwischen damals und heute: Damals war es dem Mann, nachdem ich ihn auf seinen Irrtum aufmerksam gemacht hatte, wenigstens ordentlich peinlich und er hat sich entschuldigt. So was kann man heute nicht mehr unbedingt erwarten.

    Mich wundert vor allen Dingen, dass juristisch nichts gegen den allgemeinen Preiswucher an Autobahntankstellen getan wird. Ich hbe auch den Eindruck, dass es heute schlimemr ist als früher. 2,40 Euro für einen Liter E10, das sind 65 Cent mehr als an einer normalen Tankstelle. Das läuft für mich eindeutig unter Ausnutzen einer Monopolsituation.

    Es gibt glaube ich ein paar Effekte, die die Wahrnehmung auch verzerren.


    Das geht los mit den Lesern von Fachzeitschriften. Das Thema Print ist bei jungen Leuten viel weniger präsent als bei älteren. Deshalb dürfte der Altersschnitt einer Leserschaft eines Blattes wie "Motorrad" deutlich höher sein als der Schnitt der Fahrer insgesamt. Bei Insta- und TikTok-Reels ist es dann umgekehrt. Und natürlich gibt es auch eine gewisse Verteilung bei den Motorradtypen: Unsere Reisedampfer sind ja eher was für die gereifte Kundschaft, ein 650er Rennerle oder eine Supermoto eher was für jüngere, gelenkigere Leute. Und da man mit verschiedenen Moppeds in unterschiedlichen Ecken unterwegs ist, läuft man sich auch nicht andauernd über den Weg.


    Mir fällt auf, wenn zum Beispiel bei Facebook Anfänger nach Motorrädern fragen, stehen heiße Straßenbikes höher im Ranking als Enduros, gar Reiseenduros.

    Mir ist im Moment nicht so nach Bildermachen, meine Mutter ist vor ein paar Tagen gestorben. Wer das bereits mitgemacht hat, weiß ja, wie es einem da geht.


    Dennoch habe ich gestern die Gelegenheit von Sonnenschein und knapp zweistelligen Temperaturen genutzt und bin mit meiner AT ein Stündchen durch die Gegend gefahren. Danach brauchte sie gleich wieder eine Dusche, sah aus als wären wir durchs Unterholz gebrochen.


    Macht nicht alles wieder gut, aber es hilft. Demnächst wieder mit Bildern.

    Ich kenne diese Lampen ja nicht im Detail, aber ich fände es ohnehin doof, wenn die sofort einen Alarm auslösen, sobald man sie anschaltet. Es kann ja durchaus sein, dass ich eine Reifenpanne haben, die ich problemlos allein geregelt kriege, und es macht schon einen Unterschied, ob mein Mopped zerschellt im Graben liegt und in die Werft muss, oder ob ich drunter liege und einen Notarzt brauche,

    In einem anderen Thread wurde die V16-Pannenwarnleuchte erwähnt, die in Spanien jetzt Pflicht geworden ist und dort das Warndreieck ersetzt. Die Besonderheit: Wenn man diese Lampe einschaltet, überträgt sie das GPS-Signal des Standortes automatisch an ein Portal. So können Pannen- und Rettungsdienste den Standort leichter finden.


    Diebe allerdings auch.


    Diesen Beitrag habe ich auf Facebook gefunden:


    "So missbrauchen Autodiebe die V16-Warnleuchte


    Die in Spanien seit Jahresbeginn verpflichtende V16-Warnleuchte sorgt für eine unerwartete Kriminalitätswelle. Statt mehr Sicherheit zu bringen, ermöglicht das vernetzte System Kriminellen den Zugriff auf Echtzeitdaten zu Pannenstandorten – und macht damit liegengebliebene Autos zur leichten Beute.


    Die Masche ist so einfach wie dreist: Sobald ein Fahrzeug eine Panne meldet, erscheint der Standort auf der öffentlichen Karte der spanischen Verkehrsbehörde DGT.


    Die V16-Leuchte überträgt automatisch die GPS-Koordinaten an das zentrale System. Diese Daten fangen Betrüger ab, fahren zur gemeldeten Stelle und geben sich als Pannenhelfer aus.


    Mit täuschend echt wirkenden Fahrzeugen nehmen sie den Wagen "zur Reparatur" mit – und verschwinden. Mehrere Fälle auf den Kanaren wurden bereits von der Guardia Civil bestätigt.


    Die Fahrzeuge tauchten danach nicht wieder auf, teilweise sollen sie zerlegt oder ins Ausland verschifft worden sein.In Stresssituationen, etwa bei einer Panne auf Schnellstraßen, handeln viele Autofahrer unüberlegt.


    Die vermeintlichen Helfer treten seriös auf, kassieren teils sogar eine Barzahlung für den angeblichen Abschleppdienst. Die Polizei warnt inzwischen vor dieser neuen Betrugsform und rät dazu, im Zweifel selbst bei der Versicherung oder dem eigenen Pannendienst nachzufragen, wer tatsächlich beauftragt wurde.


    Warnung der Guardia Civil


    Auch die spanische Guardia Civil selbst und ihre Berufsvereinigung AUGC schlagen Alarm. Gegenüber spanischen Medien erklärten Polizeisprecher, das System könne "kriminellen Gruppen in Echtzeit zeigen, wo sich ein wehrloser Autofahrer befindet". Besonders gefährlich sei, dass die Standortdaten der Pannenfahrzeuge öffentlich einsehbar sind. So könnten – laut Guardia Civil – "Pirate Tow Trucks", also Piraten-Abschlepper bzw. illegale Abschleppdienste, gezielt Fahrzeuge ansteuern, um Geld zu erpressen oder Autos zu entwenden.


    Ein Sprecher der AUGC sprach von einer "gefährlichen Offenlegung" und forderte, die Transparenz der Standortdaten dringend zu überarbeiten. Auch interne Kreise der Verkehrspolizei bestätigen, dass die DGT-Karte "zu viele Informationen über Zeit und Ort einer Panne offenlegt" und so potenziell kriminelle Aktivitäten erleichtert.


    Die Guardia Civil fordert eine Prüfung des Systems durch die Verkehrsbehörde DGT und technische Maßnahmen, um die Sichtbarkeit privater Fahrzeugdaten zu beschränken.


    Schwachstellen und mögliche Hackversuche


    Die aktuelle V16-Generation steht schon länger wegen technischer Sicherheitslücken in der Kritik. Wie eine Analyse des spanischen IT-Experten Luis Miranda Acebedo zeigt, werden Standortdaten, Gerätekennungen und Netzwerkparameter teils unverschlüsselt übertragen.


    Dadurch können Dritte den Funkverkehr abfangen, manipulieren oder eigene Meldungen simulieren. Auch Software-Updates sind laut der Untersuchung unzureichend gesichert: Die Geräte akzeptierten jede beliebige Firmware-Datei, was theoretisch Angriffe über manipulierte Software ermöglicht.


    Das gilt für deutsche Autofahrer


    Die Pflicht zur Nutzung einer V16-Warnleuchte gilt ausschließlich für in Spanien zugelassene Fahrzeuge. Wer mit einem deutschen Auto auf der Iberischen Halbinsel unterwegs ist, darf das Gerät zwar freiwillig verwenden, muss es aber nicht mitführen. Für Mietwagen, die in Spanien zugelassen sind, liegt die Verantwortung beim Vermieter.


    Wichtig zu wissen: Die Positionsübermittlung funktioniert nur innerhalb Spaniens. Im Ausland bleibt die V16 ein reines Sichtsignal, ersetzt aber weiterhin nicht das Warndreieck. Nur zertifizierte Geräte auf der offiziellen DGT-Liste sind zulässig; für deren Fehlen drohen bei spanischen Kennzeichen Bußgelder bis zu 200 Euro.


    Fazit


    Die V16-Warnleuchte sollte eigentlich die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen, offenbart aber gravierende Schwachstellen. Kriminelle nutzen die Echtzeitdaten für gezielte Autodiebstähle. Auch die Guardia Civil warnt inzwischen ausdrücklich vor dieser Masche und fordert Nachbesserungen. Autofahrer sollten bei Pannen genau prüfen, wer Hilfe anbietet, und sich im Zweifel immer an die eigene Versicherung oder den Pannendienst wenden."


    Kurz: Nicht kaufen, zumal die GPS-Übertragung offenbar ohnehin nur in Spanien funktioniert.

    Es geht im Kern darum, dass der TÜV der Ansicht ist, dass im CoC eigens aufgeführt werden muss, dass das Fahrzeug mit Diagonal- oder mit Radialreifen gefahren werden darf. Davon ist aber in der entsprechenden Norm nicht die Rede. Vor allem wären - wenn überhaupt - nur Diagonalreifen ein Problem, weil die sich bauartbedingt bei hohen Drehzahlen ausdehen könnten, dann könnte die Freigängigkeit ein Problem sein. Radialreifen betrifft dieses Problem weniger, weshalb kaum ein Fall konstruiert werden kann, in dem ein Motorrad zwar für Diagonalreifen geeignet wäre, nicht aber für Radialreifen. Exakt dies will der Prüfer vom TÜV Süd aber in den Papieren der Fantic entdeckt haben. Das ganze ist umso peinlicher, weil der TÜV Süd die Homologation der Fantic Caballero technisch betreut hatte, inklusive der Reifenfreigabe. Diagonalreifen, die der TÜV-Graukittel auf der Caballero sehen will, bietet der Hersteller für dieses Motorrad gar nicht an.


    Eigentlich sollte das Bundesverkehrsministerium mal bei der Konzernleitung des TÜV Süd anfragen, ob sie sicher sind, die Voraussetzungen für die Durchführung von Hauptuntersuchungen von Kraftfahrzeugen noch zu erfüllen. Eventuell sollten sie sich aus diesem Geschäftsfeld zurückziehen, wenn sie es nicht beherrschen. Oder es sollte ihnen die Genehmigung dafür entzogen werden.