Beiträge von Sampleman

    Das mit den Gschmäckle ist eigentlich Unsinn, und dass wir uns den Schuh überhaupt anziehen, auch. KTM verkauft Mitorräder, die sich für den Straßenverkehr und für Wettbewerbe abseits der Straße eignen - und legt alle erforderlichen Teile bei. So what? Fahrradfahrer fahren mit großer Selbstverständlichkeit auf Wettbewerbsmaschinen (Rennrad, Downhill-Mountainbike) durch die Gegend, und niemanden stört es, obwohl die Dinger nicht der StVO genügen und ihre Nutzer immer wieder in Unfälle verwickelt werden. Leider machen viele Motorradhersteller diese Entmündigungsstrategie mit. Es ist doch ein Unding, dass man bei unserer AT das ABS und die Traktionskontrolle nicht dauerhaft abschalten kann, wenn man das möchte. Komisch, wenn ich Mutter bin und den Beifahrer-Airbag meines Autos dauerhaft abschalten will, ist das kein Problem.


    Es fehlt eventuell den Herstellern auch an Rückgrat, negative Meldungen einfach auszusetzen. Was wäre, wenn die AT mit einem Enduro-Stecker käme, den der Kunde unter der Sitzbank einstecken muss, und dann ist sie für Offroad bereit? Und wenn sich dann ein Kunde auf der Straße ohne ABS lang macht, dann ist es eben seine Verantwortung.

    Ei sischer dat.

    https://www.tuv.com/germany/de/%C3%A4nderungsabnahme.html


    Zitat: "Wenn Sie jedoch Prüfzeugnisse für alle angebauten Teile besitzen, ist lediglich eine Änderungsabnahme notwendig – auch bekannt als Anbaubegutachtung. Diese ist gemäß § 19 (3/4) StVZO zwingend vorgeschrieben."

    Neulich stand im Newsletter des "Spiegel": "Wir leben in einer Erregungsgesellschaft". Dazu gehört für mich das von einer Öko-Lobbyorganisation orchestrierte Stück über KTM ebenso dazu wie Reaktionen von Leuten, deren Tourette-Syndrom sich mal ein guter Therapeut ansehen sollte. Was ich tatsächlich merkwürdig finde: Im Kfz-Bereich, vor allem aber im Motorradbereich scheint es Methode zu haben, die Kundschaft immer in einer gewissen juristischen Grauzone zu halten. So ging vor einiger Zeit mal die Meldung durch die Gegend, dass die Prüforganisationen darauf hinweisen, dass eine ABE für ein Teil nur dann ihre Gültigkeit behält, wenn das Motorrad ansonsten den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Will heißen: Meine Spiegelverbreiterungen mit ABE sind in Ordnung, wenn der Rest vom Mopped Serie ist. Und meine tiefergelegten Rasten mit ABE sind nicht mehr in Ordnung, weil die ABE nicht für ein Motorrad mit Spiegelverbreiterungen ausgestellt wurde. Im Grunde dürften demnach mindestens drei Viertel von uns mit einem Motorrad rumfahren, das in irgendeinem Detail nicht den Zulassungsbestimmungen entspricht. Laut Gesetz darf ich mir nichts in die Ohren tun, das meine Hörfähigkeit vermindert. Der Lärm in meinem Helm ist aber dermaßen laut, dass er - wenn ich mich nicht schütze - meine Hörfähigkeit auf die Dauer auf jeden Fall mindern wird. Worauf soll ich also achten, auf meine Gesundheit oder auf die StVO? Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Und je älter ich werde, desto mehr reift in mir das Verständnis für Leute, die sagen "Wisst's ihr was? Blast's mir doch den Schuh auf!" und einfach das machen, was ihnen gefällt.


    Und in einer solchen Gemengelage gibt es natürlich auch Leute, die mit brüllend lauten Kantn durch die Gegend fräsen, dass die Vögel tot vom Himmel fallen. Hand hoch, wer so was noch nie erlebt hat.

    Poh, da bin ich ratlos. Ich habe das gleiche SC2 Standard und weiß nur, dass es bei mir mit dem Pairing völlig problemlos geklappt hat.


    Ich glaube, du machst da irgendeinen Fehler: Du musst dein SC02 mit einem Handy koppeln - nur dass in diesem Fall die Honda das Handy ist. Laut Bedienungsanleitung geht das so:



    Zum SC02 gibt es auch eine App, und in der Theorie kann man das SC02 auf einem Kanal mit der App koppeln und auf einem weiteren Kanal mit der Honda. Das ist aber in meinen Augen eine Quelle für Probleme, deshalb verzichte ich einfach auf die App.


    Die Ansage "Gegensprechanlage koppeln" deutet für mich daraufhin, dass sich dein SC02 mit einem weiteren Headset koppeln will, nicht mit deiner Honda. Wenn du mit einem anderen Headset (zweiter Helm) auf der Honda kommunizieren möchtest, solltest du das zweite Headset bei der Honda als "Beifahrer" anmelden (das weiß ich aber nur theoretisch, das habe ich als Solofahrer noch nie ausprobiert.

    Ehrlich, wenn man eine Guzzi fürs Herz will, kauft man eine luftgekühlte V7 Sport für die Feierabendrunde und nicht dieses wassergekühlte Ding mit Guzzi-Logio auf dem Plastik. Die weiteren Touren kann man dann ja immer noch mit der Honda machen;-)

    Nachdem ich feststellen musste, dass die Akkustandzeit meines Gigaset-Smartphones trotz nominal stolzen 5.600 mAh in der Batterie für einen ganzen Fahrtag zu knapp bemessen ist (die Kurviger App zieht mächtig Strom), habe ich nachgelegt:



    Links sieht ihr eine Powerbank mit inegriertem QI-Induktionslader und angeblich 5.000 mAh. Für 25 Euro in der Elektrobucht geschossen. Eigentlich ist die für Magsafe-Geräte gedacht, also neuere iPhones. Die Ringe, an denen die Magsafe-Geräte andocken, gibt es aber auch zum Nachrüsten, fünf Euro im Viererpack, ebenfalls bei eBay. Zuerst wollte ich den Ring direkt auf den Rückdeckel des Smartphones kleben, da hat er aber überhaupt nicht gehalten. Dann habe ich ihn von innen in die Silikonhülle geklebt, aber dann hielt die Powerbank nicht am Magneten fest. Dann habe ich (ohne große Hoffnung) probiert, den Ring außen auf die Silikonhülle zu kleben. Und siehe da: Da hält er, und die Powerbank hält auch. Ob das in der Praxis weiterhin gut klappt, werden wir sehen. Ich werde berichten. Aber ich glaube, für ein Handy, das in der Jackentasche steckt und vor sich hinnavigiert, wird die Haftkraft schon reichen.

    Mein Neid sei dir gewiss;-) Have Fun!

    Wir haben, speziell bei KTM, ein Problem zwischen den Wünschen der Zielgruppe und den Wünschen der Nicht-Zielgruppe. KTM hat schon immer eine sehr aggressive Werbung gemacht, in meinen Augen vergleichbar mit Red Bull (beide komischerweise aus Österreich). Wenn mein Werbeslogan lautet "Ready to race" und nicht "In Einklang mit der Natur", dann spreche ich Kundschaft an, die genau das will.


    Wenn wir mal ehrlich sind, werden doch Verschärfungen von Umweltauflagen von den meisten Motorradfahrern nicht begrüßt, sondern verteufelt. Ich habe noch niemanden erlebt, der sich darüber gefreut hat, dass seit 2025 endlich alle neuen Motorräder Euro 5+ einhalten müssen. Die meisten vermuten doch eher, dass das Motorrad dadurch nur teurer und komplexer wird, nicht besser fährt und auch nicht "besser" klingt. Ich kann mich noch an die verbissen-aggressiven Reaktionen in diesem Forum erinnern, als ich darauf hinwies, dass für mich ein Mopped wie die neue 1000er Honda außen vor ist, weil sie die 95 db-Grenze für Tirol nicht einhält. Sogar bei uns braven Hondafahrern (Slogan: "You Meet the Nicest People on a Honda") tun sich immer wieder viele Leute mit der Haltung hervor, dass ihnen ihr persönlicher Spaß am Ausleben ihres Hobbys wichtiger ist als die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben. Meine Vermutung: Diese "Ich bin ein wilder Hund und was die anderen von mir denken, ist mir scheißegal"-Haltung ist bei KTM-Fahrern im Schnitt noch viel ausgeprägter als etwa bei Honda- oder gar bei BMW-Fahrern. Nun ja, KTM hat diese Erwartungshaltung bis zu einem gewissen Grad selbst gezüchtet, wobei ich auch bei anderen Motorradherstellern keinen kenne, der mit niedrigem Spritverbrauch und geringen Abgaswerten wirbt. Die werben alle mit Freiheit und Abenteuer.