Beiträge von Sampleman

    Ich hatte jahrelang ein altes TomTom Rider V.4, das kam ursprünglich mal mit einer Planungssoftware namens TYRE. Dann trennten sich irgendwann mal die Wege zwischen TYRE und TomTom, das Planen wurde immer schwieriger und umständlicher. Ich habe dann den Kurviger Web Planer für mich entdeckt und ein Abo abgeschlossen. Das kostete zu Anfang neun Euro im Jahr, heute sind sie bei 15, glaube ich. Mit Kurviger ließen und lassen sich immer noch sehr schöne Motorrad-Strecken planen. Seitdem ich meine AT habe, suche ich im Grunde mach einem "Abspieler" für die Touren, die ich in Kurviger plane. Die Apps müssen auf iOS laufen, Apple CarPlay unterstützen und die Routen verdauen, die ich mit Kurviger im Web geplant habe. Seit ein paar Wochen benutze ich die Kurviger App für iOS, die kostet nochmal 15 Euro im Jahr. Ich kann Touren im Web planen und in die Kurviger-Cloud schieben. Dann kann ich sie in der App aufrufen und abfahren. Ich finde das Routing von Kurviger großartig, es fehlen allerdings Infos über Straßensperren und Blitzer. Die Anbindung an CarPlay ist noch ausbaufähig: Ich muss zum Planen einer Route, zum Suchen eines Ziels oder zum Aufrufen einer bereits geplanten Route das Smartphone zur Hand nehmen. Die Interaktionsmöglichkeitenn direkt in CarPlay sind minimal. Im Grunde lässt man die Route laufen und fährt sie ab. Hin und wieder hängt sich die App auch auf - aber ich hoffe einfach, dass da in Zukunft Besserung in Sicht ist. Grundsätzlich ist Kurviger für mich aber ein Tool, mit dem ich fahren kann.


    Ein Hinweis zu deinem Schweizer Daten-Problem: Viele etwas moderneren Smartphones können heute mit einer eSIM umgehen, das ist quasi ein Mobilfunkvertrag ohne physikalische SIM. Mein iPhone SE kann parallel zur normalen SIM eine eSIM verwalten, und da kann man sich dann zum Beispiel ein Datenpaket kaufen, das auch für die Schweiz gilt. Das kostet dann meinetwegen 7,95 Euro für zwei GB und gilt eine Woche. Dein Smartphone kann getrennt deine SIM für Telefonate und die eSIM für Daten nehmen. Am einfachsten besorgt man sich so eine eSIM über eine Marktplatz-App, ich habe schon mehrfach Airalo verwendet, es gibt aber auch andere. Da es eSIM-Verträge für alle Regionen der Welt gibt, kann man sich so leicht einen Datenzugang besorgen, der vom eigenen Mobilfunkvertrag unabhängig ist.

    Das habe ich auch gelesen, und ich denke, dass das auch stimmen könnte. Das hat aber im Grunde wenig mit der Frage zu tun, ob Garmin noch lange dedizierte Mopped-Navis baut. So ein Display für die AT kann im Grunde jeder bauen, der Displays für "Rugged"-Anwendungen baut. Und das macht Garmin.

    Das Problem dürfte sein, dass vor allem in Deutschland die Rennleitung komplett humorlos ist, wenn du irgendwas vor deine Scheinwerfer schraubst, was keine Zulassung hat. Ansonsten wäre ja ein klarer Schlagschutz gerade bei einer Reiseenduro eine gute Sache. Denn wenn die LED-Lampeneinheit kaputt geht, wird das sehr teuer.

    Da wäre ich mir nicht so sicher. Gerade mal auf die deutschen Websites von Garmin und TomTom geguckt. TomTom listet das Rider 500 und das Rider 550 auf, Garmin unter "aktuelle Geräte" nur noch das Zumo XT2. Die vielen verschiedenen Mopped-Navis, die es von Garmin mal gab, werden nur noch unter "frühere Geräte" angeboten.


    Ich glaube, perspektivisch ist das Thema "Motorrad-Navi" tot. Die Leute benutzen das, was in ihrem Motorrad eingebaut ist, sie benutzen ihre Handys und/oder ein zusätzliches CarPlay-Display, etwa von Cigee.


    TomTom scheint die Situation kommen zu sehen und lagert ihr - wirtschaftlich ohnehin schwieriges - Navi-Geschäft in Smartphone-Apps aus. Garmin macht das bislang noch überhaupt nicht. Entweder sie glauben, dass der Markt für reine Motorrad-Navis schon groß genug bleiben wird, damit wenigstens sie davon leben können, oder sie verabschieden sich irgendwann mal aus dem Markt. Garmin ist ja auch in anderen Bereichen (Marine, Luftfahrt, Fitnessuhren) unterwegs.

    Da fliegt nix. Das Problem ist eher, dass großvolumige Twins wie die AT Smartphones kaputtschütteln können. Konkret betrifft das modernere Smartphones mit mechanischen Bildstabilisatoren in den Kameras. Es gibt Hersteller von Halterungen mit Vibrationsdämpfern, die versprechen, dies zu unterbinden. Ob das immer 100%ig klappt, weiß niemand, dafür ist die Datenbasis zu gering - es gibt schließlich auch viele Leute, die ohnehin nie Probleme mit kaputten Kameras hatten.


    Man kann sich natürlich auch überlegen, nicht sein "Haupt-Smartphone" ans Krad zu schrauben, sondern ein Zweit-Smartphone zu benutzen, viele haben ja genügend davon rumliegen. Und wenn an dem irgendwann mal die Kamera streikt - who cares?


    Oder man macht es wie ich, steckt sein Smartphone einfach in die Tasche und installiert einen Wireless-Adapter für Apple CarPlay und Android Auto. Und benutzt das TFT der Africa Twin als Navi. Das ist zugegeben auch nicht ganz ohne Nachteile: Ich hatte ein olles TomTom, das war insgesamt zuverlässiger, stürzte nie ab. Und man muss sich auch noch eine Lösung für die Stromversorgung des Smartphones überlegen, denn im Wireless-Betrieb wird es nicht geladen. Ich habe mir für mein iPhone SE eine Handyhülle mit eingebauter Batterie gekauft, die hält locker einen ganzen Tag.


    Die Diskussion um Apple CarPlay und Android Auto müssen wir an dieser Stelle nicht fortführen, dazu gibt es hier im Forum viele andere Threads. Ich wundere mich nur ein bisschen, warum das hier nicht als Alternative zu einem zusätzlichen Navi im Cockpit genannt wird.

    Ist so ein bisschen ein Totschlagargument. Ob es jemals ein Rettungsfahrzeug gab, dass von Motorrädern in der Rettungsgasse aufgehalten wurde, weiß ich nicht. Allerdings kann ich mir lebhaft vorstellen, dass es keine Einsatzleitung mag, wenn im Stau zusätzliche Rettungsfälle entstehen, weil irgendwelche Motorradfahrer mit Hitzschlag vom Bock fallen;-)


    Aber du hast recht: Die Diskussion lohnt wahrscheinlich nicht. Sonst sperren sie noch Autobahnen für Motorradfahrer...

    Was mich wundert: Warum liest du es, wenn es dich nicht interessiert? Ich bekomme immer angezeigt, in welchen Themen es neue Beiträge gibt. Und die meisten lese ich nicht, weil es mich nicht interessiert.

    Ich lasse in Deutschland meine Fahrzeuge grundsätzlich von der Werkstatt durch den TÜV bringen. Das letzte Mal, wo ich das in München mit einem Auto selbst gemacht habe, war vor über zehn Jahren mit einem Citroen Xantia. Der stand mit den Hinterrädern auf dem Rollenprüfstand, und der Ingenieur bat mich, die Handbremse zu ziehen. Habe ich gemacht. "Keine Wirkung auf beiden Seiten!", "Ja, kann ja auch nicht, denn bei einem Citroen wirkt die Handbremse auf die Vorderräder." "Ach so."


    Nee, solche Gespräche sollen sie lieber in der Werkstatt führen, wo ich sie nicht hören kann.


    Meine SD08 ist nächste Woche zum ersten Mal dran - bin gespannt;-)