Ich besitze ein Sena 30K und 2 Sena 50S. Nach 4 Jahren und ca. 200000 km sind die alle nicht mehr zu gebrauchen, nichtmal zum Musikhören. Die ersten beiden hielten bis zum 2. Starkregen oder Sahara-Staub, das dritte hat jetzt eine Bluetooth Reichweite von 30 cm, d.h. wenn ich den Kopf nach links drehe, bricht die Verbindung ab, und wenn ich ihn nicht in 3 Sekunden wieder zurück gedreht habe, muss ich das Handy neu koppeln. Das ist in Linkskehren ziemlich blöd. Das zweite schaltet sich wild piepend ab, wenn man es laut dreht. Die ersten beiden bedienen sich außerdem gerne von alleine, weil Feuchtigkeit oder Staub in den Drehschalter gekommen ist und da nie wieder rauskommt. Beim ersten kann man Mesh einschalten und bekommt das auch quittiert, aber dann passiert einfach nichts mehr.
Cardo habe ich noch nicht probiert. Aber alleine schon, dass es als wasserdicht beworben wird, ist ein gigantischer Vorteil.
Das die Motorradpresse das Zeug offensichtlich nicht richtig testet, ärgert mich. Immerhin Fortnine favorisiert deutlich Cardo.
Da ich Intercom selten brauche, verwende für Musik/Podcast inzwischen gewöhnliche In-Ear Kopfhörer mit einem Bluetooth-Empfänger am Jackenärmel. Meine In-Ear Kopfhörer sind auch besserer Gehörschutz als mein Motorrad-Gehörschutz, und man spart sich Probleme mit nicht ausreichend lauten Helmlautsprechern, weil sie kaum durch den Gehörschutz kommen. Darauf wäre ich gern 5 Jahre früher gekommen. Ganz gewöhnliche "true wireless" Bluetooth In-ear-Kopfhörer, wie sie jeder Mensch unter 50 in der Bahn trägt, kann man auch mehr oder weniger unterm Helm tragen. Leider gibt's dazu noch keinen großflächigen Test. Da gibt's für 50 Euro sogar schon Active Noise Canceling, was sämtliche 300 Euro-Motorrad-Headsets bis heute nicht können.
Wer mir den ganzen Sena-Kram zum Kilopreis kaufen möchte kann sich bei mir melden. Ich habe aber keine Rechnungen dazu.