Der Seitenkoffer + Topcase Thread

  • Ich habe mal eine Übersicht von Metallkoffer-Herstellern zusammengestellt, ich denke es sind alle Preisklassen vertreten. Falls noch jemand Hersteller kennt, oder bereits Erfahrungen mit einzelnen Modellen gemacht hat, einfach hier reinschreiben.


    An meiner NC700 habe ich E21 Kunststoffkoffer von Givi. Ist ein Toploader Modell, aber für die True Adventure sind sie zu klein. Interessant wäre, welche Anbringungsmöglichkeiten die Koffer bieten. Verschraubungen sind technisch die einfachste Lösung, aber wenn's schnell gehen soll, nicht optimal. Diesbezüglich sind meine Givi Koffer sehr praktisch (auf Kopfdruck), darum will ich bei der nächsten Anschaffung einen ähnlichen Mechanismus. Es sollen aber in jedem Fall Metallkoffer werden. Statt einem Topcase verwende ich eine große Packrolle, damit habe ich bis jetzt gute Erfahrungen gemacht, darum behalte ich das bei.


    Abzuwarten bleibt selbstverständlich, ob und wann die Hersteller Halterungen für die True Adventure anbieten. Die großen Hersteller werden eventuell bereits bei Marktstart oder kurz danach passende Halterungen anbieten können.



    G+G Alukoffer:
    http://www.motoren-alukoffers.nl/shop/


    Touratech Zega Pro 2:
    http://zegapro.touratech.de/


    Givi Trekker Outback: in verschiedenen Größen und Farben verfügbar
    http://www.givi.de/seitenkoffe…/TREKKER--OUTBACK--37--lt


    SW-Motech Trax Adventure:
    http://www.trax-adv.com/


    Hepco Becker:
    http://motorrad.hepco-becker.d…=article&id=96&Itemid=537


    RMS Metalwork: Maßanfertigungen möglich
    http://www.rms-metalwork.de/


    Bernd Tesch, ähnliche Qualität wie RMS, jedoch loser Deckel mit Tisch-Funktion
    http://www.berndtesch.de


    Metal Mule (UK): Alles andere als günstig
    http://metalmule.com/


    ARD Cases (UK):
    http://ardcases.co.uk/


    Stahlkoffer (UK): Sind Alukoffer, auch wenn der Name irreführend ist
    http://www.stahlkoffer.com/


    Holan Alukoffer (PL):
    http://holan.pl/gb/


    Batanga (Lettland):
    http://www.batangacase.com/


    Stahlkoffer von Alien Metalworks: leider ist die Seite weder in Englisch, noch in Deutsch verfügbar
    http://alienmetalworks.com/

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    Einmal editiert, zuletzt von AlpenX ()

  • Hallo,
    da ich keine Weltumrundung plane ist für meine Anwendungen folgende Reihenfolge relevant.


    1) Topcase, möglichst weit hinten, für leichtes, sauberes, trockenes, ggf. von SW-Motech
    2) Tankrucksack, für schnell zugängliches oder schweres, Wasser, Karten, Tickets, ggf. Werkzeug, Benzinkanister
    3) Rucksack/Gepäckbrücke/Rolle/-Tasche, Ersatzkleidung etc.
    4) Sattel-, Seitentaschen oder -ALU-Koffer (jedenfalls nichts mit Plastik), für ?, ggf. Benzin


    Das hängt aber auch von dem endgültigen Moped ab!
    Ggf. würde ich auch Seitenkoffer vorziehen, wenn ein .. Auspuff mir nicht gefällt und ich diesen mit einem Koffer von RMS verkleiden muss. Ansonsten bevorzuge ich Koffer bei welchen ich den Deckel beidseitig öffnen und ggf. unter einer Gepäcktasche/-Rolle herausziehen kann. Das würden dann ggf. Zegas werden. Auch die Tankgröße/Reichweite/Verbrauch ist für meine Kofferauswahl/-Position relevant, da ich zusätzlichen Benzinbunker weit unten, sowie weit vorne bevorzugt anbringen wollte.

  • Bei der Auswahl eines Koffers sind außer Preis, Aussehen, Fassungsvermögen und Deckeltyp noch andere Betrachtungen relevant, bzw. relevanter.


    a) Material: Sehr oft wird das Moped auf losem Untergrund mal auf den Koffern geparkt, was einem auch mal die Beine/Füße "retten" kann. Wenn diese dann nicht aus mindestens 1,5-2mm Voll-ALU sind, werden sie ggf. zu stark verformt/zerrissen und sind schlicht sofort unbrauchbar.


    b) Form/Luftströmung, Größe, Gewicht, Beladung, Befestigung/Höhe und Ausladung wirken sich abhängig von Geschwindigkeit und Moped auf dessen Fahrstabiliät aus. Man währe nicht der erste der einen Abflug macht, weil das Moped beim LKW überholen plötzlich anfängt zu pendeln und instabil wird. Ideal ist ggf. vorne strömungsgünstig/rund, eng anliegend, nicht zu breit und hinten einen sauberen Strömungsabriss. Was nützt mir ein tolles Moped, wenn es plötzlich wie eine überladene Schubkarre fährt. Diesen Punkt sehe ich persöhnlich als den überhaupt wichtigsten an!

  • Meine Givi E21 sind eher schlank/schmal, fallen daher bezüglich Aerodynamik kaum negativ auf. Ich habe keine Erfahrungen mit größeren Koffern, aber ich tendiere eher dazu das Fassungsvermögen von schlanken Koffern durch Taschen wie auf dem Bild zu vergrößern, als dicke Koffer zu montieren. Passt mmn auch optisch besser zu einer eher sportlich orientierten Maschine wie der TA.


    Solche Taschen gibt es auch von Touratech.



    Die abgeschrägten Kanten könnten sich ebenfalls positiv auf die Aerodynamik auswirken.


    Die Varianten von Givi und Touratech dürften preislich allerdings das obere Ende der Fahnenstange repräsentieren.

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  • Ich frage mich ob genietete Koffer gegenüber geschweißten Koffern grössere Nachteile haben. Nieten können brechen. Schweißnähte sorgen für eine Konstruktion wie aus einem Guss. Das macht sich wohl erst bemerkbar, wenn man das Motorrad einmal zur Seite legt.


    Oder sehe ich das zu eng?

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  • Hallo AlpenX:


    Danke für das hinzufügen von Tesch.
    Ich wusste gar nicht, dass man den Text nach >1h noch editieren kann.


    Schweißen/Nieten:
    Ich persöhnlich sehe Nieten im Vorteil. Die Verbindung wird elastischer, man kann auch unterschiedliche Materialien verbinden und kann mehr wegstecken bevor ein Material anfängt zu reißen. Habe mal ne Trial mit der Fußrastenaufnahme bis zum Rahmen in steinigen Boden gerammt. Dann war mir auch klar, für was die Carbon-Verkleidungen am Rahmen/Krümmer gut sind. Habe die genieteten Carbonteile vorher nur für Show gehalten. Es sind zwar Nieten angeschliffen, hält aber trotzdem. Und ich muss nicht ständig eine Lackdose mitführen.
    Oder, warum halten genietete Eisenbahnbrücken eine Ewigkeit?


    Schweißen ist härter. Das nützt, wenn man eine Panzerung braucht, ggf. z.B. beim Motorschutz. Oder bei Formen wo mehrere Schrägen zusammenlaufen, da ist es die einfachere/wirtschaftlichere Fertigungstechnik. Wenn es neben einer Schweißnaht reißt und wieder geschweißt wird, reißt es eben bald wieder daneben usw. . Schweißen bringt ggf. auch Spannungen in das Material (Verzug). Ein zäher Koffer ist mir aber lieber als ein harter. Irgendwer muss/wird die Energie aufnehmen, sonst wirds/muss es das Moped ausbaden. Im blödesten Fall mit einem Kolben-Stecker/Fresser (ist mir mal passiert).


    Standard ist heute eigentlich dichten/kleben und nieten. Schweißen nur wo Geometrie, Härte oder Kosten vorteilhaft sind. In Verbindung mit 2mm Materialstärke kann dann einiges an dynamischer Belastung eingesteckt werden.


    Drum ist mein pers. Favorit mittlerweile der TTT7. 21cm schmal aber 54cm lang. Robust und mit einem nicht ganz so einfach aushebelbaren Schloß. Da ich eh solo draufsitze stört mich die Länge nicht und würde es sogar nutzen über die Einteilung/Unterteilung schwer/leicht Vorne/Hinten. Da der Deckel auch mit ca. 2cm flacher ist als der vom Zega mit ca. 7-9cm bin ich auch flexibler was die Anbringung vertikal angeht. Die Zegas mit 1,5mm muss man bei härtester Gangart ewig schweißen, bis man endlich noch ein mind. 1mm Verstärkungblech am Aufhängepunkt eingenietet hat. Das macht man dann besser gleich von Anfang an rein, bevor es aussieht wie eines aus Frankensteins Labor.
    Der TTT sieht zwar nicht so aufgebrezelt aus wie der Zega, braucht aber auch keinen Satz Ersatzteile nach einem ordentlichen Sturz. Und aufbrezeln lässt sich mit Lack oder passenden Aufklebern eh alles und ist dann sogar individueller.


    Aber solange man seinen Koffer nicht als Sturzbügel nutzt, hält fast alles. Wer aber ist schon Hellseher. Ich nicht! Eine beladene Maschine entwickelt ja mehr Eigendynamik, erst recht auf losem Untergrund. Und so gesehen ist ein Koffer aber auch ein kostenloser Sturzbügel! Bitte halt, möglichst mehrfach verwendbar!

  • Die Tesch Travel Tasche habe ich auch mal vorgemerkt. Die Deckel als Tisch verwenden zu können ist eine prima Idee.


    Gegen den Alu-Abrieb habe ich mir selbstklebenden Moosgummi überlegt, 1 oder 2 mm stark.



    Die Anbringung sollte mit etwas Geschick machbar sein. Der Moosgummi ist haltbar und bietet auch eine leichte Dämpfung und damit Schutz für das Ladegut.

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