Beiträge von Sigi-66

    ich hatte mich vormals auch immer gewundert wie lange manche Kollegen mit einem Satz Reifen fahren können. Wurde jetzt aber beim Umstieg auf den Anakee Road im Nachgang eines besseren belehrt und sehe solche Aussagen jetzt ein bisschen anders.


    Rückblickend habe ich jetzt bis zur 24.000er Inspektion mit dem ab Werk montierten Bridgestone A41 noch zwei Sätze bis zur Halbzeit verbraucht. Mit dem Michelin habe ich nun mit dem selben Fahrprofil die doppelte Laufleistung erreicht. Da ich an dem Reifen nichts negatives finden kann, wird jetzt dieser nochmal zum Einsatz kommen. Bei dem zum Test anvisierten Alternative Bridgestone T33 musste ich feststellen das es das Hinterrad nicht in 18 Zoll gibt.


    Ich würde behaupten wenn ich zügig mit entsprechendem Vorausdenken und halbwegs StVO konform unterwegs wäre, dann würde ich dem Michelin 16 - 17.000km ohne Probleme zutrauen.


    Da aber Kilometerleistungen in Foren immer ein heikles Thema sind, vergessen viele dass man nicht unbedingt ein Schleicher sein muss um hohe Laufleistungen zu erreichen. Die Fahrprofile, das Fahrkönnen und Umsichtige Fahrweise sind Einschätzungen die man in der Regel von sich selber ableitet und dann auf andere schließt, treffen aber nicht unbedingt auf die Wirklichkeit zu.


    Wir wohnen zum Beispiel in einer schönen Region mit schönen Strecken auf denen man es auch mal schneller angehen kann. Das trifft dann aber nicht unbedingt auf Ortsfremde zu die dann zwar zügig vor einem herfahren, man selbst aber einen guten Tacken drauflegen könnte. Somit hat man schon auf einer Strecke unterschiedliche Parameter und Anforderungen an den Reifen. Dabei wird der Reifen dann bei mir aber auch ganz anders belastet und gefordert.

    Wenn ich für meine Verhältnisse zügig unterwegs bin, steht die Chance das aufgrund der Streckenverhältnisse und Umstände alles gut geht bei realistischen 50:50. Wir haben viel Bauernglatteis, Radfahrer, Traktoren und ältere Semester die außerorts die Hälfte der zulässigen Geschwindigkeit fahren, was in uneinsichtigen Kurven natürlich immer grenzwertig ist.

    Im Umkehrschluss hatte ich auch schon Ortsfremde vor mir, die dermaßen locker schnell gefahren sind, dass ich mir eingestehen musste, dass das ein anderes Level von Fahrkönnen ist, das ich wahrscheinlich nicht mehr erreichen werde.


    Somit kann man den Reifenverschleiß nicht an irgendwelchen Meinungen etc. fest machen. Ich denke aber das Du gefestigt bist :) sonst hättest Du das nicht gepostet. Finde das aber gut und ich wünsche Dir weiterhin viele unfallfreie Kilometer.

    Ich bin auch Brillenträger 8)

    am Freitag mal zu Polo für ein paar neue Handschuhe, vor der Tür stand noch eine schöne Z900 in einem top Zustand. Dazu gerade mal noch eine Tour nach Luxemburg ins Müllertal über kleine Sträßchen geplant, da meine Frau bis jetzt noch nicht dort war.

    Dort angekommen war sie total begeistert, aufgrund der geringen Haltemöglichkeiten an den schönen Ecken habe ich dazu leider keine Fotos.

    Da aber das Schloss Beaufort ein paar Kilometer weiter kein großer Umweg war, mal noch einen Abstecher dorthin gemacht.


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    Bei Polo und Louis in Trier hatte ich Freitags verschiedene Klapphelme anprobiert, bin aber zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis gekommen. Entweder hat mir die Polsterung nicht zugesagt, waren mir aufgeklappt zu Kopflastig, oder zu teuer. Der LS 2 Advant X fand ich von der Handhabung am besten, Preis auch Ok, aber die Polsterung fühlte sich am Kopf bei mir wie ein Spanngurt an. Nolan und Konsorten waren mir zu frickelig in der Handhabung und Wertigkeit.


    Da in Trier kein NEXX in meiner Größe da war sind wir am Samstag zu Louis in Kaiserslautern und habe mir spontan den NEXX X.Wed3 Plain zugelegt. Ist zwar kein Klapphelm, aber der Sitz, Verarbeitung, Optik, Sehfeld und die Lüftungsmöglichkeiten haben es mir angetan. Dazu noch das normale XCOM3 zugelegt. der NEXX hat überall Platzhalter sodass alles optisch verschwindet. Mesh kostete das doppelte und benötige ich nicht, reicht wenn ich mit meiner Frau Reden muss :lachen:

    Heute die erste Probefahrt mit ca. 90 Kilometern und was soll ich sagen, ich bin begeistert. Offen gefahren hat man das Gefühl fast wie bei einem Jethelm, sehr großes Sehfeld und bei 27Grad ein sehr angenehmes Klima. Wenn das Visier auf ist, kühlt der Fahrtwind das ganze Gesicht, perfekt. Hatte nur übersehen, das an der Stirn noch ein Schieber war der den Lufteintritt im Kopfraum bei geöffnetem Visier ermöglicht.


    Nun zu den Turbulenzen, die ich aber nicht dem Helm ankreiden will, da diese auch bei meinem Shoei GT Air 2 bei geöffnetem Visier vorhanden waren. Da alles hängt mit meinem Windschild der AT zusammen, da dies im oberen Bereich Turbulenzen verursacht, damit kann ich leben.


    Also bei geöffnetem Visier entstehen nur kleinere Turbulenzen, zwar merkbar aber bis 110kmh noch halbwegs in Ordnung. Schließt man das Visier, entstehen stärkerere Vibrationen am Kopfschild die auch sichtbar sind. Neigt man den Kopf ein bisschen verbessert sich das, aber weg sind sie nicht. In den zwei Stunden war er gefühlt sehr angenehm zu tragen und ich fand ihn mit geöffnetem Visier ein gutes Stück leiser als mein Shoei, heißt jetzt nicht lautlos, aber angenehmer. Vor allem offen gefahren begeistert er mich sehr. Ich werden jetzt noch das Kopfschild in der Neigung ändern und mal ganz weglassen, werde dann berichten.


    Bevor wieder irgendwelche Grundsatzdiskussionen aufkommen, einfach mal lesen sacken lassen und vielleicht bei Louis mal eine Testfahrt machen.



    auch eine kleine Anmerkung

    habe ja auch nicht geschrieben das ich in den ersten geschaltet habe, ab einer sehr geringen Geschwindigkeit schaltet das dct automatisch in den ersten. Heißt in Richtung Schrittgeschwindigkeit, nicht alle Spitzkehren (Haarnadelkurven) lassen sich im zweiten Gang fahren. Gerade in einer sehr engen Kurve in Serpentinen mit Gegenverkehr kommt das oft vor.

    Wollte nur mal darauf hinweisen, dass sowas ab und an vorkommt, gerade Neulinge können sich dann darauf einstellen.

    auf das dct muss man sich halt einlassen. Es ist nicht perfekt, weswegen man dann mit einer zu hohen Erwartungshaltung damit keine richtige Freude hat. Zudem muss man sich mit den Eigenschaften befassen, ein bisschen Verständnis für die Technik aufbringen und darauf einlassen, dann macht es auch richtig Laune.


    Die Eigenschaft in einer Spitzkehre ab einer gewissen Geschwindigkeit in den 1sten zu schalten kann einen im ersten Moment ganz schön erschrecken, da sie gefühlt kurz in den Leerlauf geht. Wenn man das ein paar mal hinter sich hat, drauf einlässt, aneignet ist es im Nachgang gar nicht mehr so problematisch.

    Fahre auch in der Regel nur S2, hält bei 30kmh den zweiten und bei 50kmh den dritten. Hat den Vorteil das man nicht untertourig im 6ten mit 70kmh in der Ortschaft fährt. Im Tour Modus fahr ich nur ab und an wenn ich mal total gechillt eine Runde drehen will.

    Bei zügiger Fahrweise schalte ich nach Bedarf mit den Tastern vor den Kurven runter und nutze das Bremsmoment mit. Beim Beschleunigen aus dem Kurvenausgang passt es in der der Regel.

    Im Vergleich zu meinen Schalter Kollegen fahre ich längere Serpentinen total entspannt zügig. Diese haben mir auch bei der Hinterherfahrt bestätigt, dass sie sehr mit ihren Schaltvorgängen beschäftigt sind und dann irgendwann auch ein bisschen geschlaucht sind. Es verlangt ja auch schließlich Konzentration und Initiative bei ein paar hundert Schaltvorgängen auf solchen Strecken.


    Richtig genial finde ich das dct bei Spitzkehren, selbst mit meiner Frau hintendrauf kann ich kotrolliert mit der Gashand bis zum kurzen Stillstand abfallen lassen und mit leichtem Gasanschlag durch die Spitzkehre auf meiner Fahrbahnseite zirkeln ohne das Hektik aufkommt. Das sieht mit einer schleifender Kupplung schon ganz anders aus.


    Aber nichtsdestotrotz, entweder man mag es, kann damit umgehen oder nicht. Bzw. man will keine Abkehr vom Schalter oder Quickshifter aus verschiedenen Gründen.

    Wünsche allen glücklichen dct Treibern weiterhin viel Spass, aber auch den Schalterfetischisten :wboy:

    so nun mal mein Fazit zum Anakee Road;


    zu 70% solo und 30% mit Mitfahrerin und Gepäck, Luftdruck immer auf 2 Personen

    Autobahn als Ausnahme, aber 50km mit 170km/h hat er klaglos überstanden, der Bridgestone hatte da schon eine kleine Platte

    Fahrprofil normal bis zügig, aber nicht auf letzter Rille, bzw. Schräglagengrenze

    keine Rutscher, auch nicht bei 34Grad auf größeren Touren

    im nassen bei normaler Fahrweise auch keine Probleme

    bin erstaunt über die Haltbarkeit, hätte nicht gedacht das der A.R. so lange hält. Denke das ich die 10.000 noch voll bekomme.

    Der Bridgestone A41 hielt im Vergleich vorne zwischen 4.000-4500km und hinten 5.500-6.400km

    Da ich aber trotzdem Bridgestone Fan bin, auch auf meinen vorherigen Motorrädern werde ich als nächstes mal den neuen Bridgestone BT33 testen.


    Bevor wieder irgendwelche Diskussionen entstehen, das sind meine persönlichen Eindrücke. Wenn jetzt jemand aufgrund des Berichtes den A. R. als eine Alternative zum Conti als Straßenfahrer montiert, wird er mit dem Reifen nicht daneben liegen. Mir hat der Reifen gelegen, auch ein gutes Gefühl vermittelt, muss aber nicht auf jeden zutreffen.

    Zu den dramatischen Rutschern von manchen Kollegen hier im Forum, auch ich hatte welche die ich aber definitiv nicht dem Reifen zuschreiben kann.

    Zum einen weil die Geschwindigkeiten und Schräglagen im normalen Bereich waren und es diesbezüglich unwahrscheinlich ist das an dem Reifen gelegen hat. Zum anderen da ich auf meinen bekannten Strecken viel schneller und schräger fahre, es noch zu keinem Rutscher oder ähnlichem kam, weder bei 10Grad noch bei 36Grad Außentemperatur.


    anbei mal Fotos zu den nun 8.700 gefahrenen Kilometern, wer Angststreifen oder Sägezähne findet darf sie behalten :lachen: