Die Vorteil eines Gaskochers wurden schon genannt und für mehr Flexibilität gibt es noch ganz nützliche Adapter:
- Düse-Adapter auf Schraubventil --> diese langen Kartuschen gibt es quasi in jedem Baumarkt, sind günstiger als Campingkartuschen und können je nach Gepäcklösung evtl. besser verstaut werden. Funktioniert natürlich nur für Kocher mit Schlauch oder man muss die Kartusche zu 2/3 eingraben ;-).
- Fülladapter --> Wenn man für eine Tour nicht mit halbvoller Kartusche losfahren will, aber auch nicht den Rest vergeuden möchte, kann man sich mit diversen Adaptern (Düse/Düse, Düse/Schraub, Schraub/Schraub etc.) seine angebrochene Kartusche wieder füllen. Zum Kochen benutze ich auch das Trangia-Set und für Instant-Kaffee eine Titan-Tasse auf einem Ultrakompakt Gasbrenner ohne Piezo auf einer 100 g Gaskartusche griffbereit verstaut. Kaffee ist dann an jedem Ort in unter 5 min fertig. Die 100 g Kartusche reicht bei einer täglichen Tasse Kaffee locker 2 Wochen. Ich fülle diese Kartusche vor Tourbeginn wieder auf. Dazu die unten stehende 100 g Kartusche Empfängerkartusche vorab im Tiefkühler runterkühlen, Adapter drauf und dann darauf über Kopf stehend die warme Spenderkartusche.
- Ich hatte früher auf Radtouren auch erst ein Benzinkocher, aber das Gefrickel bei verstopfter Düse, der Ruß, die Lautstärke und der Benzingeruch überall hat mich dann zu sehr genervt, so dass ich auf Gas umgestiegen bin. Da damals Schraubkartuschen noch nicht ansatzweise so verbreitet waren wie heute, hatte ich mir noch einen relative teuren Stechkartuschen-Adapter zugelegt. Die Stechkartuschen gibt es auch in Marokko im hintersten Kaff und sind auch heute eigentlich noch in jedem Land zu bekommen.
- Wenn keine Waldbrandgefahr besteht und ich so entlegen wild campe, dass auch niemand mein kleines Feuer sieht, dann benutze ich sehr gerne den absolut genialen X-Fire 19 .


Teuer, aber jeden Cent wert. Leicht und platzsparend verstaubar, schnell zusammengesteckt, total stabil, mit kleinem Grillrost, den ich mir noch in die Packtasche dazugelegt habe, kann man sich ein großes Steak perfekt zubereiten oder auch sein Kochtopf/-pfanne draufstellen. Ganz nebenbei schaut man in eine schöne Flamme und lauscht dem Knistern des Feuers, anstatt dem Düsenjet eines Benzinkochers.
Das Hitzschutzkreuz empfehle ich auch - standsicher und durch die Hitze brennt dann unter dem Hobo nichts an, aber herausfallende Glutstückchen können natürlich sehr schnell etwas anzünden.
Bedenken muss man natürlich das es mit dem kleinem Hobo alleine nicht getan ist - das gesammelte Holz muss man ja auch in kompatible Stückchen bekommen. Also muss ins Gepäck mindestens ein gutes Messer (Batoning) und oder kleine Axt und evtl. noch ne Klappsäge, evtl. Feuerstahl/gutes Feuerzeug.
- Aber für den absoluten Notfall habe ich bei einer längeren Tour in entlegenden Gebieten für den Trangia den qausi nichts wiegenden Spiritusbrenner auch an Bord und würde mir dann, wenn das Gas alle und kein Kartuschetyp auftreibbar ist, im nächsten Laden eine Spiritusflasche kaufen.
Fröhliches Kochen - wie auch immer.
Gruß
Mario