Alles anzeigenGuter Reifen
Wenn Du aber etwas zügiger unterwegs sein solltest ... wundere dich nicht
Auf der RdGA hat der VR (bei mir) gerade mal 4.5oo km gehalten.
Danach habe ich dann folgend kombiniert: HR - Ranger; VR - K60 Scout
Höchst interessant - bei mir ist es genau umgekehrt! Der Ranger hat hinten bis 0 mm Restprofil 5.300 km (sehr zügig Vogesen + Alpen, eher gemütlich Apennin + Toskana) gehalten und vorne neigt er sich mit jetzt über 11.000 km langsam dem Ende zu. Ich habe daher hinten schon auf den K60 Scout gewechselt und werde es vorne bald machen. Sollte die Performance Offroad bei dem Scout vorne deutlich schlechter sein, käme bei mir genau die umgekehrte Kombi in Frage, also vorne Ranger und hinten Scout.
Zum Vergleich: Der Scout ist hinten deutlich leiser als der Ranger, man hört ihn eigentlich nur in Schräglage --> Mittelsteg, der auch für die deutlich längere Haltbarkeit verantwortlich ist. Auf Schotter sowieso, aber auch im trockenen Gelände schlägt sich der Scout gut, bei Matsch ist es sehr schnell vorbei. Auf Asphalt und auch bei Nässe guter Grip.
Erstaunlicher Weise hat der Ranger sowohl trocken als auch bei Nässe auf Asphalt noch mehr Grip als der Scout bzw. hat mir mir noch mehr Sicherheit und Vertrauen gegeben. Das Summen würde mich jetzt weniger stören (obwohl im Stadtverkehr hat es mich schon was genervt), aber die Laufleistung ist mir zu wenig - 2 x im Jahr Reifen wechseln muss nicht sein. Ich würde ihn allerdings sofort wieder montieren, wenn ich eine Tour mit haupsächlich Offroad vorhabe. Ich stimme daher zu - der Ranger ist ein sehr guter Reifen. Bei mir hat er allerdings vorne eine Macke: Bei niedrigen Temperaturen im Winter verliert er über ein paar Tage deutlich Luft - ich hatte fast mal einen Unfall, weil ich vor Fahrtantritt dummeweise nicht den Luftdruck geprüft habe, den zu geringen Luftdruck auf den ersten Metern bei langsamer Fahrt nicht gleich gemerkt habe und mir dann nach ein paar Kilometern im zweiten Kreisel der Vorderreifen plötzlich vom Felgenhorn gesprungen ist. Also, bei kühlen Temperaturen beim Ranger vor Fahrtantritt immer den Luftdruck prüfen! (im Sommer verliert er gar keine Luft).
Jetzt ist natürlich die Frage, warum bei dir der Verschleiß auf dem selben Motorrad genau umgekehrt ist. Ich kann es mir nur so erklären, dass ich, auch wenn es mal zügig zugeht, quasi nie bremse - vor einer Kurve schalte ich per Knopf ein, zwei mal runter und gebe dann wieder Gas - das DCT macht den Rest. Zusätzliches Anbremsen kommt nur bei sehr steilen Pässen mit Haarnadelserpentinen vor, wenn ich mich mal in einer Kurve verschätzt habe oder wenn ich hinter jemanden in einer Gruppe fahre. Durch das "plötzliche" Anbremsen des Vordermanns bekomme ich nicht meinen normalen Rhythmus hin zum richtigen Zeitpunkt vor einer Kurve vom Gas zu gehen und runter zu schalten ohne bremsen zu müssen.
Da bei mir sowohl die Beschleunigung als auch die Verzögerung durch die Motorbremse über das Hinterrad läuft, habe ich hier hohen Verschleiß und vorne entsprechend sehr geringen.
Wenn deine Fahrweise jetzt nicht völlig anders ist, nämlich hartes Anbremsen mit der Vorderbremse vor Kurven, dann verstehe ich den komplett konträren Verschleiß unserer Ranger nicht.
Gruß
Mario