Ölwechsel machen ist an sich keine schlechte Idee, allerdings ist es in modernen Motoren höchst selten, dass "zu viel" Öl im Tank ist. Selbst, wenn man Benzin- oder Wassereintrag ins Öl hat, wird ein zu hoher Ölstand so schnell über die Kurbelgehäuseentlüftung entsorgt, dass der Stand im Motor dennoch normal ist.
Aber was man machen könnte, wenn einem langweilig ist: das Öl in einen Kochtopf füllen und wiegen. Und dann auf ca. 90°C erhitzen (bei SEHR guter "natürlicher" Belüftung) und eine Weile so köcheln lassen. Wenn Sprit im Öl ist, verdampft der raus. Deshalb ist die gute Lüftung wichtig. Und zwar nicht über ein elektrisches Gebläse (weil elektrisches Gebläse + Benzindämpfe = ungut) sondern das ganze unter freiem Himmel durchführen. Das dann nachher nochmal wiegen. Wenn vorher Sprit drin war und jetzt keiner mehr drin ist, dann ist das Öl "leichter" geworden.
An sich würde ich mir aber bei etwas Benzingeruch auch noch keine übermäßigen Sorgen machen. Der einzige Weg, den der Sprit ins Öl nehmen kann, ist an den Kolbenringen vorbei aus dem Brennraum ins Kurbelgehäuse. Wenn die aber so schlecht dichten würden, dass das ein nennenswertes Problem wäre, würdest du auch jede Menge Öl in den Brennraum bekommen und verbrennen. D.h. dein Ölstand müsste sich beim warm fahren (das mit dem auf 90°C erhitzen macht ja dein Motor in der Fahrt sowieso) deutlich reduzieren.
OT:
Ist in fossilen Brennstoffen nicht eh immer minimal Wasser gebunden? Deshalb soll(te) man (früher) bei Metalltanks auch immer möglichst vollgetankt überwintern, wegen mögl. Korrosion im Tank. Deshalb kommt bei kaltem Wetter bei vielen Autos ja auch noch immer Wassersampf raus bzw ist sichtbar, obwohl das Auto warmgefahren ist.
Bei Benzin übrigens mehr als bei Diesel - da sieht man es ja fast nie.
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Das ist überwiegend falsch. Korrosion im Tank ist bei Metalltanks tatsächlich ein Problem. Heutzutage eher theoretisch, weil Metalltanks meines Wissens innen heutzutage normalerweise lackiert sind. Korrosionsgefahr besteht dabei aber nur über Kondenswasser. Also Wasser, das in der Luft gebunden ist und beim Abkühlen der Luft als flüssiges Wasser ausfällt. Das fällt dann nämlich an der Tankwand aus und kann dort dann munter vor sich hin rosten. Volltanken reduziert die Menge an Luft im Tank und damit auch die Menge an Wasser und reduziert außerdem die Oberfläche, an der sich überhaupt Rost bilden könnte.
Warum Wasser aus nem Auspuff kommt: Sprit verbrennt gemeinsam mit Luft (bzw. mit dem Sauerstoff in der Luft) zu CO2 und Wasser. Und zwar eine ganze Menge. Pro 1 Kilo Sprit verbrennt man 3,5 Kilo Sauerstoff und produziert damit etwa 3 Kilo CO2 und 1,5 Kilo Wasser
Ist jetzt alles stark gerundet aber die Größenordnung wird denke ich klar. Wenn du auf 100km 5 Liter Sprit (ca. 3,75kg) verbrennst, hast du ca. 5,6L Wasser erzeugt. Und wenn der Auspuff kalt ist, fällt wieder Wasser als flüssiges Kondensat an.