Beiträge von bwm

    auch im Wandler ist eine sog. Wandlerüberbrückungskupplung drin

    Im Prinzip aber auch egal - eine Wandlerkupplung hat den Vorteil des DCT (der nächste Gang ist bereits eingelegt und damit lässt sich der nächste Gang nahtlos einlegen) NICHT. Auch in einer Wandlerautomatik muss erst der Kraftfluss unterbrochen, dann der aktuelle Gang ausgelegt , dann der nächste Gang eingelegt und dann der Kraftfluss wiederhergestellt werden. Du hast also die Zugkraftunterbrechung in jedem nicht- Doppelkupplungsgetriebe (außer dem Koenigsegg Light Speed Transmission) inhärent mit drin. Das Beispiel der ZF Wandler ist einfach nur eines, wo die Schaltvorgänge so schnell und smooth sind, dass du das kaum merkst. Und da kommen Motorräder eventuell auch mal hin. Keine Ahnung.

    Nicht nur günstige. ZF bekommt die Wandlerautomaten inzwischen so gut hin, dass sich das Getriebe quasi wie ein Doppelkupplungsgetriebe anfühlt, obwohl es nur eine Kupplung hat. Mini hat zum Beispiel beim F56 in den ganz kleinen Motoren eine 6-Gang Wandlerautomatik, in den "mittleren" Motoren ein (je nach Baujahr) 6 oder 7 Gang Doppelkupplungsgetriebe und bei dem John Cooper Works und GT3 Dann eine 8 Gang Wandlerautomatik.

    Und da sind die Gangwechsel wie gesagt sehr weich.


    Ich finde auch bei vielen Moppeds die Quickshifter so gut, dass man die Zugkraftunterbrechung kaum merkt. Mit ein paar Jahren Weiterentwicklung werden die sich in Sachen Fahrkomfort bestimmt auch mit Automatischer Betätigung dem DCT von Honda weiter annähern. Aktuell ist da aber noch keiner.

    Bist du dir ganz sicher, dass das ABS nicht regelt? Regelt es eventuell nur so fein, dass es sich anfühlt, wie nicht regeln? Bin die modernen ATs nie gefahren und weiß daher nicht, wie sich das ABS dort anfühlt. Auch auf meiner 2017er finde ich aber, dass das ABS gerade bei wenig Grip (feucht und kalt) sehr fein regelt. Durch den Stiefel merkt man das nicht immer.

    Wenn du dich auf dem Mopped sicher fühlst, könntest du das ausprobieren, indem du zum Test das Hinterrad-ABS mal aus schaltest und dann auf einer geraden Strecke aus nicht zu hoher Geschwindigkeit (ca 50) mal beherzt nur hinten rein langst. Dabei aber nicht erschrecken und die Bremse nach kurzer Zeit wieder lösen. Ein blockierendes Hinterrad merkt man eigentlich sofort.

    Auch ich habe auf meiner 2017er AT eher das Gefühl, dass man mit der hinteren Bremse kaum Bremskraft übertragen bekommt. Tatsächlich benutze ich sie deshalb kaum noch. Wenn du wirklich nicht bis in den ABS Regelbereich rein kommst, müsste man sich das nochmal ansehen. Kann zum Beispiel passieren, wenn mal Öl auf die Bremsbeläge gekommen ist. Die Bremse wird dann trotz kaum Bremsleistung extrem heiß und fühlt sich auch etwas teigig und ungleichmäßig an.

    Ich finde das im Konfigurator nur als aufpreispflichtiges Extra zum aufpreispflichtigen Dynamik-Paket. Das meinte ich mit der teureren Variante (des Dynamik Pakets)


    Dass ich dir großen BMW Fan jetzt auch noch den Konfigurator erklären muss. Hätte erwartet, du kennst den auswendig

    Das stimmt, sorry. Allerdings auch nur, wenn man die teurere Variante nimmt. Man hat aber keine Knöpfe für manuelle Gangwechsel, was ich auch wieder nicht verstehe. Ich will halt nicht mit dem Fuß schalten, sondern wenn, dann mit den Fingern

    Um mal wieder auf die ursprüngliche Frage zurück zu kommen: Ich glaube nicht, dass Honda das DCT zeitnah einstellen wird. Das DCT in seiner aktuellen Form ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. BMW und auch die Honda e-Clutch und KTM AMT und wie sie nicht alle heißen sind nur Systeme, die die Kupplungsbetätigung automatisieren. Geschaltet wird noch immer mit dem Fuß.

    Die Yamaha Y-AMT ist am nächsten dran, aber a) sollen die Gangwechsel im Vergleich zum DCT sehr ruppig sein und b) ist die Schaltlogik wohl noch sehr unausgereift, was man so liest. Dass viel zu spät hoch geschaltet wird, nicht so dynamisch sinnvoll wieder runter wie bei der Honda usw. Es wird sicherlich im Laufe der nächsten Jahre Alternativen von anderen Herstellern geben, aber die haben dann dennoch über 10 Jahre Entwicklungsvorsprung von Honda nachzuholen. Eventuell wird irgendwann mal das DCT aussterben, weil sich mit einer sauber abgestimmten automatisierten Gangbetätigung (auch in Verbindung mit dem Quickshifter) auch mit einer Kupplung ein ähnlich gutes Ergebnis mit weniger Mehrgewicht realisieren lässt. Ich denke aber, dass wir noch mindestens 10 Jahre davon entfernt sind, dass ein anderer Hersteller eine sinnvolle Alternative im Portfolio hat. Für mich, der nicht kuppeln und entweder nicht oder mit der Hand schalten möchte, ist die einzige Alternative aktuell das Y-AMT System, das ich im Frühjahr mal ausprobieren will. Aber ich bin schon mal eine 900er Tracer gefahren und habe mit der Partout nicht die gewünschte Kurvenlinie getroffen, das Mopped liegt mir also offenbar nicht. Und mit dem, was ich bisher über das Y-AMT gelesen habe, glaube ich auch nicht, dass es mich überzeugen wird. Und das, obwohl ich ein 2017er AT mit DCT fahre, das ja nun noch weit ab von dem neuesten heißen Scheiß von Honda ist.


    Dass die AT keine umfassende Modernisierung bekommen hat stimmt zwar, allerdings gibt es am Markt auch nicht wirklich große Neuerungen, die ihr so unbedingt fehlen würden. Sie hatte ja schon ein TFT mit umfassender Fahrprofilauswahl, hat ein optionales elektronisches Fahrwerk und Tempomat. Eine "Adventure" Version mit größerem Tank gibt's auch. Wenn man den R1300GS Konfigurator mal durch sieht, sind die einzigen Ausstattungen, die ich dort finde, die der AT fehlen

    - beheizte Sitzbank (gibt es alternativ im Zubehör)

    - radargestütze Fahrassistenzen (Totwinkelwarner, Abstandstempomat)

    - Matrix-LED-Fernlicht

    - elektrisch verstellbarer Windschild

    - adaptive Fahrzeughöhenverstellung


    Über Sinn und Unsinn dieser Funktionen kann man sich allerdings vortrefflich streiten. Ich bräuchte sie nicht.

    dann liegt das vielleicht daran, dass du alle paar Jahre eine neue hast?

    Ich habe eine 2017er SD06 und parke im Winter normalerweise wettergeschützt und leicht gewärmt (immer über 0, meist um die 10 Grad). Habe die Batterien früher immer eingebaut und angeschlossen gelassen. Ich musste 2021 zu Beginn der Saison 1 mal aufladen (ließ sich nicht mehr starten) und Anfang 22 war dann eine neue Batterie dran, weil die alte zwar nach dem Laden zum Starten voll genug war, nach der ersten Fahrt hat sich der Anlasser dann aber wieder nur sehr müde gedreht. Habe gegen eine Lithium getauscht und seitdem keine Probleme mehr.


    Für Lithium Batterien Achtung! man muss UNBEDINGT ein Lithium geeignetes Batterieladegerät verwenden. Eins, das nur für Bleiakkus geht, hat unter Umständen bei der Langzeitladung irgendwelche "Pflegeprogramme" mit drin, die die Lithium Batterie zerstören können. Außerdem mögen Lithium Zellen es nicht, lange bei maximalem Akkustand abgestellt zu werden. Daher sollte man sie, egal ob eingebaut oder nicht, (wenn überhaupt) nur vor Beginn der Saison 1 mal aufladen.

    Mein Batteriepflegeprogramm über den Winter sieht jetzt so aus, dass ich sie im Oktober / November ausbaue und dann im Februar / März vor dem Einbau 1 mal wieder auflade.

    Ich bin 1 mal mit angezogener Bremse los gefahren, weil ich die kleine Warnlampe im Mäusekino zu Beginn übersehen habe. Der eine Belag war danach runter. Und die Beläge aus dem Zubehör sind erheblich dünner, damit lässt sich die Bremse danach nicht mehr vernünftig einstellen. Also mit meiner SD06 (Baujahr 2017, vor-Facelift) kann ich bei angezogener Bremse losfahren.

    Die Einstellung der Bremse ist ein wenig kompliziert, da muss man sich ein bisschen reinfuchsen. Aber halten tut sie wie gesagt bei mir super. Der kleine Riegel da am Hebel war noch nie lose, wenn ich es nicht beabsichtigt habe. Ich ziehe die Bremse auch häufig an. Die 70.000km sind überwiegend auf längeren Touren durch die Berge angefallen, da muss man ja öfter mal am Hang parken.

    da oben siehst du ja den Pin, der das ganze dann blockiert. Und der (oder die Klinke selbst) kann halt abscheren.

    Ich meine einfach, dass man die Parksperre nicht am Gefälle benutzen sollte bzw. nicht als einzige Sicherung


    allerdings hat das ja auch mit dem DCT nix zu tun. Man kann beim DCT keinen Gang und auch keine Getriebesperre einlegen, hat aber die Parkbremse. Auf 70.000km hatte ich es noch nie, dass die sich von alleine oder versehentlich gelöst hätte