Beiträge von bwm

    Hier ich, beides. Da meine Frau Lehrerin ist, sind wir für den "großen" Urlaub immer auf die Sommerferien angewiesen, und die sind nunmal in der heißesten Zeit des Jahres. Da unser großer Urlaub meist mit Motorrad stattfindet, sind wir also überdurchschnittlich häufig bei hohen Temperaturen unterwegs. Und eben auch auffällig häufig am Wochenende mit allen anderen. Da wir außerdem in Brandenburg leben, gehört Autobahn eigentlich zu jeder Motorradtour mit dazu. Und ja, mir geht es dabei vor allem um unangenehm hohe Temperaturen, wobei die für mich persönlich nicht erst bei 35 anfangen. Wenn die Sonne schon den ganzen Tag brät und man in voller Montur auf dem heißen Bock auf der heißen Straße steht, sind mir persönlich auch 25° schon zu viel. Ich halte tiefe Temperaturen sehr gut aus, reagiere aber ziemlich empfindlich auf Wärme, Schwitze dann extrem stark und hatte auch schon mal einen kleinen Kreislaufkoller im Stau auf der Autobahn (bei ca. 30 Grad). Bin nicht bewusstlos geworden, aber war kurz davor. Und ja, mit der AT im Urlaubsornat (3 Koffer dran) geht es mir wirklich nur um Autobahn-Stau bei hohen Temperaturen. Der Bock ist mir zu groß, schwer und breit um mich da durch den Verkehr durch zu schlängeln.


    Mit der CRF300L in der Stadt fahre ich anders, aber darum geht es mir hier nicht. Ich wünsche mir nicht, dass das nach vorne fahren an der Ampel legalisiert wird. Durchschlängeln durch rollenden Verkehr mache ich tatsächlich nicht, das ist mir zu gefährlich - dafür fahren zu viele Dosenfahrer zu abgelenkt.

    Ich wünsche mir aber, dass die Staudurchfahrt für Motorräder legalisiert wird. Aus eben den genannten Gründen.

    Davon würde ich bei modernen Fahrzeugen abraten. Das konnte man bei alten Schwerkraft-Gefütterten Vergaser-Motorrädern ohne jedes Risiko machen, bei Einspritzungen bzw. generell Motorrädern mit Benzinpumpe würde ich davon eher abraten. Sowohl die Benzinpumpe, als auch die Spritleitungen und Düsen mögen es nicht, trocken zu laufen. Ich glaube, dass viele moderne Fahrzeuge da Schutzmechanismen drin haben (schalten ab, BEVOR sie Luft ansaugen), würde es aber dennoch nicht ausreizen. Das KANN auch theoretisch zu Problemen führen (dass dann irgendwo Luft im System ist und die Pumpe es nicht mehr schafft, überhaupt noch Sprit anzusaugen oder ihn gleichmäßig dort hin zu transportieren, wo er hin gehört). Das passiert eher selten, kann aber eben sein.

    Davon abgesehen ist die Spritstandsmessung nicht genau genug bzw. der Verbrauch zu variabel, als dass man da EINE genaue km-Zahl rausfinden könnte, bei der das Motorrad dann auf einmal ausgeht. Wie hier ja schon berichtet wurde, gibt es auch vorher schon Schwierigkeiten bei hoher Last oder Bergauffahrt.

    ansonsten als vorbeugende Maßnahme könntest du dir einen Motorrad-Kumpel mit einer KTM suchen, mit dem du immer zusammen fährst. Aus persönlicher Erfahrung kann ich bestätigen, dass immer die KTM das Tankintervall vorgibt :)

    ich glaube, mal irgendwas von 10% des Intervalls gehört zu haben. Das würde heißen, dass der 1.000km Service nicht vor 900 und nicht nach 1.100km durchgeführt werden darf. Frag das aber nochmal beim Händler und lass es dir am besten schriftlich geben. Im Falle eines Garantiefalls kommt es nämlich nicht darauf an, was der Händler gesagt hat, sondern darauf, was Honda vorgibt. Und falls Honda vorgibt, dass die 1.000km als oberes Limit zu verstehen sind, hättest du sämtliche Garantieansprüche bis in alle Zeit verwirkt, wenn du sie mit 1.001km auf den Hof stellst. Deshalb: wenn dir die Garantie wichtig ist, lass dir die Bedingungen schriftlich geben und halte dich penibelst daran. Wenn der Händler dir nämlich sagt, dass du 200km überziehen kannst, du aber in 2 Jahren einen Garantiefall hast, der von Honda Deutschland abgelehnt wird, weil dein 1. Service um 100km überzogen wurde, dann kannst du davon ausgehen, dass der Händler sich an die mündliche Aussage mit den 200km nicht mehr erinnern kann.

    das ist jetzt aber ebenso stark verzerrt in die andere Richtung dargestellt.


    Die Mutmaßung mit 10% der Staus enden in einem Unfall (ich habe sogar geschrieben <10%) kam von mir und das ist meine persönliche Erfahrung. Wenn ich lange Strecken auf der BAB zurücklege, dann ist das häufig zu den klassischen Reisetagen (Samstag + Sonntag) und doch, da ist das genau so.


    Deine Darstellung ist aber in mehreren Punkten krass übertrieben. Zunächst einmal wenn der Unfall sich über die gesamte Fahrbahnbreite erstreckt und die Autos so eng stehen, wie du es gerade skizziert hast, kommen auch die Rettungskräfte da nicht mehr durch, weil die hinterher fahrenden Autos es in der kurzen Zeit überhaupt nicht schaffen, eine Rettungsgasse zu bilden. Und wenn das der Fall ist, fahren die Rettungskräfte eher von der anderen Seite an.

    In einem "normalen" Unfallstau ist zwischen den Autos mehr als genug Platz, um da mit dem Motorrad dazwischen zu verschwinden und den Rettungskräften so Platz zu machen. Und ich glaube niemand hier erwartet, bei einer gerade aktiven Rettungsmaßnahme von den Einsatzkräften durch gelassen zu werden. Ich würde (wenn die Strafe nicht so hoch wäre) nach vorne durchfahren und mich dann, wenn dort tatsächlich ein Unfall ist, da am Rand irgendwo ganz klein machen und die Klamotten ausziehen. Das kann man nur hinten im Stau nicht machen, weil man ja nicht weiß, wann es weiter geht und man dann als Moppedfahrer, der sich erstmal wieder anziehen muss, zum Verkehrshindernis wird. Weil eben die allerallerallermeisten Staus entweder in gar nichts (überholende LKW) oder einer Baustelle enden, könnte ich das mit meinem Gewissen absolut vereinbaren, da durch zu fahren, weil die oberste Prämisse selbstverständlich ist, dass keine einzige Rettungskraft (da zählt auch der Abschlepper dazu) bei egal welcher Tätigkeit auch nur im geringsten durch mich behindert wird.

    Das weiß ich nicht, aber findest du relativ einfach heraus. Auf bike-parts-honda.de gehen, deine Maschine nach Baujahr und Ausstattung raussuchen, dann auf Chassis und dann das Vorder-und Hinterrad raussuchen. Die Lager und Dichtringdimensionen stehen im Katalog mit dabei

    das kannst du aber nicht pauschal auf andere übertragen. Kommt extrem auf die Pflegeroutine, die Betriebs-Umgebungsbedingungen und auch die eigene Fahrweise an. Wenn man auch bei Regen oder viel Staub fährt, hält die Kette entsprechend kürzer. Wenn man nur bei trocken Wetter ohne viel Staub fährt, entsprechend länger. Immer Vollgas und häufige Lastwechsel verkürzen das Leben, gleichmäßige Fahrt mit wenig Last verlängert das Kettenleben. Eigene Erfahrungen auf andere Übertragen bringt da nix. Außerdem sind 50.000km ungewöhnlich lang für eine Kette.

    Meine war bei ca. 35.000 das erste mal und bei ca. 70.000 das zweite Mal fällig. Ich habe einen Kettenöler und macht sonst nichts mit der Kette. Keine Reinigung, keine besondere Pflege. Nur beim Abstellen für den Winter fette ich die Kette 1 mal mit S100 Kettenspray, weil das länger auf der Kette drauf bleibt.

    ich glaube, ihm ging es spezifisch um den warmen Zustand. Sicher hilft das, damit das Fett an alle wichtigen Stellen kommt, aber für unbedingt erforderlich halte ich es nicht. Kettenfett kommt ja mit einem Lösungsmittel aus der Dose, das dafür sorgt, dass es an die wichtigen Stellen fließen kann und das Lösungsmittel verdunstet dann und das eher dickflüssige Fett bleibt an Ort und Stelle. Wenn die Kette wärmer ist, sind a) die Spalte etwas größer und b) die warme Kette wärmt ja dann das Kettenfett auf, welches dadurch nochmal etwas dünnflüssiger wird.

    Wirklich wichtig ist meiner Meinung nach nur, dass du nicht unmittelbar vor oder während einer Tour schmierst. Eben weil das Fett mit Lösungsmittel auf die Kette kommt, ist es in dem Zustand zu flüssig. Wenn du sprühst und dann fährst, schleuderst du das noch flüssige Fett einfach nur von der Kette runter und das ist ja nun nicht der Sinn der Schmierung.

    Hallo zusammen,


    im Forum der kleinen CRFs habe ich es vor ein paar Tagen schon gepostet, hier jetzt auch nochmal, um ggf. noch 1-2 Leute mehr zu erreichen.


    Grundsätzlich haben die 250er/300er CRFs das gleiche Thema, wie die großen: das Ritzel ist auf der Getriebeausgangswelle nicht vernünftig festgesetzt, sondern kann sich axial verschieben. Bei der CRF1000L (und ich nehme an, bei der 1100er ist das genauso) kommt zwar eine Schraube mit großer Unterlegscheibe auf die GAW, das Ritzel hat dann aber noch ein paar Zehntel Spiel. Bei der 250L/300L ist das ein bisschen anders (Ritzel wird mit Sicherungsblech verschraubt, aber dieses Sicherungsblech hat in seiner Nut ein paar Zehntel Spiel), das Problem des axialen Spiels ist damit aber trotzdem gegeben. Es gibt ein sehr großes Thema dazu im crf-fahrer.info Forum und (prozentual) erheblich mehr Betroffene, als bei der CRF1000/1100L.

    Ausgangswelle - CRF-Fahrer Forum

    Das Thema startet gleich mit einem Horrorbild bei etwas über 80.000km, die meisten betroffenen schreiben von sichtbarem Verschleiß zwischen 30 und 50.000km


    Es gab dann dort verschiedene Lösungsvorschläge dazu. Die in meinen Augen schönste Lösung hat unser Weltenbummler Tobi gemacht: er hat sich ein 2. Ritzel genommen und runtergeschliffen und aufgebohrt und dann mit etwas Alu-Flachmaterial und einer Madenschraube das Ritzel auf der GAW festgesetzt und außerdem die Auflagefläche der Verzahnung deutlich vergrößert.

    Damit sah seine GAW nach 112.000km zumindest noch brauchbar aus. Sichtbarer Verschleiß war da, aber nicht besorgniserregend


    Diese Modifikation finde ich persönlich immernoch am Besten. Aber so ein gehärtetes Ritzel zu Hause runterschleifen und die Bohrungen vergrößern ist nicht trivial und auch das Alu Flachmaterial muss man ja erstmal haben und bearbeiten können. Da hapert es bei mir.


    Deshalb habe ich einen bekannten angehauen, der individuelle Motorrad-Modifikationen in Kleinserien oder Einzelanfertigungen macht und mich mit ihm beraten, wie man das Ritzel festsetzen könnte. Die Verzahnung kann er nicht fertigen, aber zumindest ein Frästeil, mit dem das Ritzel auf der GAW festgesetzt wird. Damit hat man dann nicht die größere Auflagefläche der oben beschriebenen Modifikation, aber trotzdem sollte die ungewünschte axiale Bewegung aus dem Ritzel weitestgehend raus sein.

    Das Teil sieht im Prototypenstatus so aus


    Was danach noch korrigiert wurde:

    - der Lochabstand der Bohrungen passte beim 1. Prototyp nicht ganz und wurde korrigiert

    - in die Zentrale Gewindebohrung kommt eine Madenschraube M16x11 rein (Achtung: 8mm Innensechskant-Schlüssel wird benötigt, das ist relativ groß)

    - auf diese Madenschraube kommt noch eine flache Kontermutter drauf

    - die Inbusschrauben, mit denen der Sicherungsadapter durch das Sicherungsblech und ins Ritzel geschraubt wird, sind etwas flacher und sollten damit vollständig in den Senkungen verschwinden


    Funktionsweise ist wie folgt:

    Das Frästeil hat gesenkte Durchgangsbohrungen für die Zylinderkopfschrauben, die in das Gewinde im Ritzel geschraubt werden. Mittig ist eine M16 Gewinde Bohrung. Auf der anderen Seite ist eine gesenkte Sacklochbohrung mit dem Außendurchmesser der GAW.

    Bei der Montage wird erst das Ritzel, dann das originale Ritzel-Sicherungsblech und zuletzt Das Frästeil aufgesteckt. Durch die Sacklochbohrung auf der Innenseite zentriert sich das Frästeil automatisch auf der Welle. Achtung: Die Gewindebohrungen sind nicht Rotationssymmetrisch, also falls es nicht passt um 180 Grad drehen. Man verschraubt dann das Frasteil über die mitgelieferten Innensechskantschrauben mit dem Ritzel und verspannt selbiges damit gegen das Sicherungsblech. Anschließend schraubt man die Zentrale Madenschraube ein und zieht sie an, um das letzte Spiel sicher zu eliminieren. Zuletzt wird die Madenschraube mit der Kontermutter gekontert.

    Durch die Madenschraube passt das Teil sowohl bei der 250L MD38, als auch bei der 300L ND16. Ich nehme an, dass es auch bei den anderen 250er und 300er Modellen (inkl. Rally) passt, konnte das aber mangels entsprechender Moppeds nicht ausprobieren.


    Für dieses Teil bzw. das Set an Frästeil, 3 Schrauben und einer Kontermutter läuft gerade eine Sammelbestellung. Für ihn ist es natürlich deutlich weniger Arbeit, wenn er die Maschine 1 mal einstellt und dann 10 identische Teile fräst. Deshalb schreibe ich das hier auch nochmal rein.


    Stückpreis 37.50€, wenn insgesamt mind. 10 bestellt werden, 47.50€ unter 10.

    Versand innerhalb Deutschlands 4.50€ (Anzahl egal)

    Lieferumfang: Frästeil, 2x Schrauben M6x16 DIN6912, Madenschraube M16x11, Kontermutter M16 flach


    Achtung: zur Montage muss die Ritzelabdeckung modifiziert werden. Die hat auf der Innenseite einen unnötig langen Steg, den man kürzen muss (z.B. mit einer Flex oder Dremel oder sowas)

    Und Achtung die 2.: da wir gerade erst einen Prototypen gebaut haben und die Kleinserie jetzt auflegen, kann ich natürlich nicht garantieren, dass (bzw. wie gut) es funktioniert. Mein Maschinenbauhirn sagt, dass das helfen sollte. Aber versprechen kann ich es wie gesagt nicht


    Ja ansonsten wer Interesse hat und sich noch nicht an der crf-fahrer.info-Forum Sammelbestellung beteiligt hat, kann sich gerne per PN mir melden.

    Der "Anmeldezeitraum" läuft soweit ich das verstanden habe bis zum Wochenende und bisher sind wir 7 (von den benötigen 10 für den geringeren Preis)