Ich frage mich, was du dir von dem Test auf Schotter erhoffst. Ich würde meine Oma drauf verwetten, dass das Rad da blockiert. Auf Schotter bekommt man das Hinterrad sogar mit der DCT Feststellbremse blockiert. Das sagt dir exakt gar nichts über die Bremswirkung der Hinterradbremse
Beiträge von bwm
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Geht es dir um eine L oder eine Rally?
Die 2025er hat neben den von Dir genannten Änderungen wohl ein etwas härteres Fahrwerk bekommen, das jetzt besser für Europäer passen soll. Das vorher war scheinbar auf einen 50-60kg Fahrer ohne Gepäck ausgelegt und damit für die meisten Europäer viel zu weich. Ich bin allerdings noch keine 2025er selbst gefahren, hab nur davon gelesen.
Durch den neuen Modellcode gelten alte ABE nicht mehr, wodurch es bisher wenig Zubehör mit ABE gibt. Gerade Auspuff und Fahrwerk ist wohl bei vielen Herstellern noch so ein Thema. Weiß nicht, ob Zulässigkeit für dich relevant ist.
Ansonsten am Motor hat sich soweit ich weit nichts geändert. Es gibt eine handvoll Motorschäden, vor allem von einem Paar, das lautstark auf allen Plattformen davon berichtet, die meisten sind aber scheinbar auf Modifikationen (schlechter Luftfilter, zusätzlicher Lufteinlass, ECU Tuning) in Verbindung mit extrem schlechtem Sprit zurück zu führen. Die meisten Motoren laufen unauffällig. Das Problem mit dem taumelnden Ritzel und damit potenziell abgenutzter Getriebeausgangswelle haben ja die meisten aktuellen Hondas. Das muss man im Blick behalten und ggf Gegenmaßnahmen ergreifen.
Ich finde es witzig, dass du sagst, du willst TET fahren und eventuell später mal Gelände. Je nachdem, wo man ist, soll der TET recht geländig sein. Ich würde also erst Offroad fahren üben und mich danach mit Gepäck in unbekannte Gefilde aufmachen.
Ich fahre meiner 300L sehr wenig, aber bin sehr glücklich mit ihr. Die macht über 90% ihrer Kilometer auf unbefestigtem Untergrund.
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Werde ebenso noch versuchen das ABS auszuschalten und dann auf Schotter oder Sand das Hinterrad zum blockieren zu bewegen .
Das das ABS so „ unmerklich „ regeln soll kann ich mir kaum vorstellen ( zumal ich einen sehr gut funktionierenden Popometer habe.
eben das war mein Tipp. Die übertragbare Bremsleistung am Hinterrad ist sehr gering, das stimmt. Durch den hohen (und ich vermute auch weiter vorne liegenden) Schwerpunkt geht beim Bremsen sehr viel dynamische Radlast nach vorne, das Hinterrad hebt sogar bei Vollbremsungen gerne mal ein bisschen ab (ich mache jährlich ein Fahrsicherheitstraining und habe daher ausreichende Erfahrung mit Gefahrenbremsungen). ABER! das heißt einfach nur, dass viel von der Bremskraft durch das ABS weggeregelt wird, weil man selbst mit wenig Bremskraft schon in den Regelbereich des ABS kommt.
Wenn dein Motorrad tatsächlich nicht bis in den ABS-Regelbereich kommt, muss daher etwas anderes im Argen sein. Ganz besonders dadurch, dass das Hinterrad beim Bremsen so stark entlastet wird und damit viel leichter blockiert.
Ich würde für den Test allerdings nicht auf losen Untergrund fahren. Mach das auf einer Straße, bei der du im normalen Betrieb das Gefühl hattest, dass die Hinterradbremse nicht ABS-regelt. Auf Schotter oder Sand wird das Rad garantiert blockieren, da braucht man quasi gar keine Bremskraft für. Du willst ja aber mit deinem Test herausfinden, ob das Hinterrad auf der Straße bis in den ABS Regelbereich kommt. Und wenn das Hinterrad bei der gleichen Bremsung auf der gleichen Straße OHNE ABS blockiert, MIT ABS aber nicht, dann hast du deine Antwort: das ABS funktioniert, wie es soll, und regelt die Blockierung einfach weg.
Wenn du es aber auch ohne ABS nicht schaffst, das Hinterrad zum Blockieren zu bringen, ist irgendwas an der Bremse im Argen.
Mach das Blockieren aber wirklich nur sehr kurz. Ich habe mir beim Anhänger mal unbeladen mit einer Testbremsung aus 70 km/h die Reifen so weggeschabt, dass ich da anschließend einen Bremsplatten drauf hatte und die Reifen tauschen musste. Will sagen: wenn du mit dem Motorrad eine Testbremsung aus 70 mit blockierendem Hinterrad bis zum Stillstand machst, ist der Reifen danach wahrscheinlich tauschreif. Deshalb wirklich nur ganz kurz blockieren lassen
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Da du auf meinen letzten Tipp nicht reagiert hast, spare ich mir, ihn nochmal zu geben
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auch im Wandler ist eine sog. Wandlerüberbrückungskupplung drin
Im Prinzip aber auch egal - eine Wandlerkupplung hat den Vorteil des DCT (der nächste Gang ist bereits eingelegt und damit lässt sich der nächste Gang nahtlos einlegen) NICHT. Auch in einer Wandlerautomatik muss erst der Kraftfluss unterbrochen, dann der aktuelle Gang ausgelegt , dann der nächste Gang eingelegt und dann der Kraftfluss wiederhergestellt werden. Du hast also die Zugkraftunterbrechung in jedem nicht- Doppelkupplungsgetriebe (außer dem Koenigsegg Light Speed Transmission) inhärent mit drin. Das Beispiel der ZF Wandler ist einfach nur eines, wo die Schaltvorgänge so schnell und smooth sind, dass du das kaum merkst. Und da kommen Motorräder eventuell auch mal hin. Keine Ahnung.
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Ähnliche Getrieben werden schon seit Jahren in günstigen Fahrzeugen (Autos) verbaut. Die Frage ist halt ob man die günstige Technik in einem Premiumfahrzeug haben möchte.
Nicht nur günstige. ZF bekommt die Wandlerautomaten inzwischen so gut hin, dass sich das Getriebe quasi wie ein Doppelkupplungsgetriebe anfühlt, obwohl es nur eine Kupplung hat. Mini hat zum Beispiel beim F56 in den ganz kleinen Motoren eine 6-Gang Wandlerautomatik, in den "mittleren" Motoren ein (je nach Baujahr) 6 oder 7 Gang Doppelkupplungsgetriebe und bei dem John Cooper Works und GT3 Dann eine 8 Gang Wandlerautomatik.
Und da sind die Gangwechsel wie gesagt sehr weich.
Ich finde auch bei vielen Moppeds die Quickshifter so gut, dass man die Zugkraftunterbrechung kaum merkt. Mit ein paar Jahren Weiterentwicklung werden die sich in Sachen Fahrkomfort bestimmt auch mit Automatischer Betätigung dem DCT von Honda weiter annähern. Aktuell ist da aber noch keiner.
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Bist du dir ganz sicher, dass das ABS nicht regelt? Regelt es eventuell nur so fein, dass es sich anfühlt, wie nicht regeln? Bin die modernen ATs nie gefahren und weiß daher nicht, wie sich das ABS dort anfühlt. Auch auf meiner 2017er finde ich aber, dass das ABS gerade bei wenig Grip (feucht und kalt) sehr fein regelt. Durch den Stiefel merkt man das nicht immer.
Wenn du dich auf dem Mopped sicher fühlst, könntest du das ausprobieren, indem du zum Test das Hinterrad-ABS mal aus schaltest und dann auf einer geraden Strecke aus nicht zu hoher Geschwindigkeit (ca 50) mal beherzt nur hinten rein langst. Dabei aber nicht erschrecken und die Bremse nach kurzer Zeit wieder lösen. Ein blockierendes Hinterrad merkt man eigentlich sofort.
Auch ich habe auf meiner 2017er AT eher das Gefühl, dass man mit der hinteren Bremse kaum Bremskraft übertragen bekommt. Tatsächlich benutze ich sie deshalb kaum noch. Wenn du wirklich nicht bis in den ABS Regelbereich rein kommst, müsste man sich das nochmal ansehen. Kann zum Beispiel passieren, wenn mal Öl auf die Bremsbeläge gekommen ist. Die Bremse wird dann trotz kaum Bremsleistung extrem heiß und fühlt sich auch etwas teigig und ungleichmäßig an.
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Ich finde das im Konfigurator nur als aufpreispflichtiges Extra zum aufpreispflichtigen Dynamik-Paket. Das meinte ich mit der teureren Variante (des Dynamik Pakets)
Dass ich dir großen BMW Fan jetzt auch noch den Konfigurator erklären muss. Hätte erwartet, du kennst den auswendig
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Das stimmt, sorry. Allerdings auch nur, wenn man die teurere Variante nimmt. Man hat aber keine Knöpfe für manuelle Gangwechsel, was ich auch wieder nicht verstehe. Ich will halt nicht mit dem Fuß schalten, sondern wenn, dann mit den Fingern
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Mir ist aufgefallen, dass Honda vermehrt eher in die "niedrigpreisigeren" Modelle zu investieren scheint.
In den letzten Jahren ist kein komplett neu entwickeltes Motorrad mehr mit DCT auf den Markt gekommen. Alles nur Facelifts von vorherigen Modellen, die ja bereits DCT hatten.
Glaubt ihr dass die Weiterentwicklung des DCT noch fortgeführt wird oder Honda eher Richtung normales Getriebe mit E-Clutch oder vielleicht auch in Richtung ASA oder YAMT ähnliche Gefilde aufbrechen wird? Denn billig ist das DCT ja in der Produktion auch nicht, dann noch Mehrgewicht, etc.
Auf der anderen Seite wird ja lt. Honda mehr als die Hälfte mit DCT geordert wo DCT verfügbar ist.
Eure Gedanken dazu würden mich Interessieren.
Um mal wieder auf die ursprüngliche Frage zurück zu kommen: Ich glaube nicht, dass Honda das DCT zeitnah einstellen wird. Das DCT in seiner aktuellen Form ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. BMW und auch die Honda e-Clutch und KTM AMT und wie sie nicht alle heißen sind nur Systeme, die die Kupplungsbetätigung automatisieren. Geschaltet wird noch immer mit dem Fuß.
Die Yamaha Y-AMT ist am nächsten dran, aber a) sollen die Gangwechsel im Vergleich zum DCT sehr ruppig sein und b) ist die Schaltlogik wohl noch sehr unausgereift, was man so liest. Dass viel zu spät hoch geschaltet wird, nicht so dynamisch sinnvoll wieder runter wie bei der Honda usw. Es wird sicherlich im Laufe der nächsten Jahre Alternativen von anderen Herstellern geben, aber die haben dann dennoch über 10 Jahre Entwicklungsvorsprung von Honda nachzuholen. Eventuell wird irgendwann mal das DCT aussterben, weil sich mit einer sauber abgestimmten automatisierten Gangbetätigung (auch in Verbindung mit dem Quickshifter) auch mit einer Kupplung ein ähnlich gutes Ergebnis mit weniger Mehrgewicht realisieren lässt. Ich denke aber, dass wir noch mindestens 10 Jahre davon entfernt sind, dass ein anderer Hersteller eine sinnvolle Alternative im Portfolio hat. Für mich, der nicht kuppeln und entweder nicht oder mit der Hand schalten möchte, ist die einzige Alternative aktuell das Y-AMT System, das ich im Frühjahr mal ausprobieren will. Aber ich bin schon mal eine 900er Tracer gefahren und habe mit der Partout nicht die gewünschte Kurvenlinie getroffen, das Mopped liegt mir also offenbar nicht. Und mit dem, was ich bisher über das Y-AMT gelesen habe, glaube ich auch nicht, dass es mich überzeugen wird. Und das, obwohl ich ein 2017er AT mit DCT fahre, das ja nun noch weit ab von dem neuesten heißen Scheiß von Honda ist.
Dass die AT keine umfassende Modernisierung bekommen hat stimmt zwar, allerdings gibt es am Markt auch nicht wirklich große Neuerungen, die ihr so unbedingt fehlen würden. Sie hatte ja schon ein TFT mit umfassender Fahrprofilauswahl, hat ein optionales elektronisches Fahrwerk und Tempomat. Eine "Adventure" Version mit größerem Tank gibt's auch. Wenn man den R1300GS Konfigurator mal durch sieht, sind die einzigen Ausstattungen, die ich dort finde, die der AT fehlen
- beheizte Sitzbank (gibt es alternativ im Zubehör)
- radargestütze Fahrassistenzen (Totwinkelwarner, Abstandstempomat)
- Matrix-LED-Fernlicht
- elektrisch verstellbarer Windschild
- adaptive Fahrzeughöhenverstellung
Über Sinn und Unsinn dieser Funktionen kann man sich allerdings vortrefflich streiten. Ich bräuchte sie nicht.