Beiträge von bwm

    noch eine Ergänzung: man sieht, dass der ABS Modulator zwischen ATAS und AT eine unterschiedliche Nummer hat. Habe jetzt Jahr 2025 genommen

    AT hat Teilenummer 57110-MLN-E02

    ATAS hat Teilenummer 57110-MLN-EQ2

    Abs modulator für Honda AFRICA TWIN 1100 2025 - Honda

    Abs modulator für Honda AFRICA TWIN 1100 ADVENTURE SPORT 2025 - Honda


    Das heißt, dass der ABS-Block (der das Steuergerät beinhaltet) zwischen den beiden definitiv unterschiedlich ist. Das kann eine reine Software-Änderung sein, könnte aber theoretisch auch geänderte Hardware sein. Was genau anders ist, weiß nur Honda. Wenn du bei der Umrüstung sicher gehen willst, könntest du auch den ABS Block mittauschen. Das Ding kostet natürlich ein halbes Vermögen, aber dann bräuchtest du dir um den ABS-Ring keine Gedanken mehr machen.


    Ansonsten ABS-Ringe fertigen kann im Prinzip jeder mit einer CNC-Fräse. Ich könnte da theoretisch einen Kontakt vermitteln, günstig wird das aber nicht. Ich denke mal je nach Größe und Komplexität zwischen 100 und 200€, wobei das nach oben bei entsprechender Komplexität des Bauteils beliebig weiter gehen kann.


    Du kannst es natürlich auch einfach mit dem normalen ABS-Ring probieren und einfach schauen, ob das ABS eine Fehlermeldung wirft. Achtung: ich würde dabei eine nennenswerte Gesamtstrecke fahren (100 oder mehr km) und mehrmals die Zündung an- und aus machen (mindestens 3 mal). Ein Kumpel hat an seiner Tracer 900 mal die Übersetzung geändert und dabei mehrere Übersetzungen probiert. Bei einer hat er nach unter 1km quasi sofort einen ABS-Fehler bekommen. Bei einer anderen ist ihm immer nach irgendwas zwischen 20 und 50km der Tempomat ausgestiegen, allerdings ohne erkennbare Fehlermeldung.

    Will sagen: es kann einen Moment dauern, bis das ABS einen Fehler wirft. Das passiert nicht zwingend sofort. Leichte Varianz beim Abrollumfang gibt es ja bei neu vs. verschlissenen Reifen, je nach Schräglage unterschiedlich und selbst unterschiedlicher Luftdruck im Reifen ändern den Abrollumfang. Und wenn man genau an der Grenze zum Fehler werfen ist, kann es einen Moment dauern, bis das Motorrad das erkennt.


    Tante Edith sagt: Ich kann dir aus eigener Erfahrung versichern, dass mit modernen, guten Straßenreifen (in meinem Fall Conti Trail Attack 3) nicht der Reifen die Schräglage begrenzt, sondern die Fußrasten

    Klar, wenn Honda die Maschine neu entwickelt, berücksichtigen sie das elektronisch. Gleichteilpolitik spart nämlich in der Großserienfertigung viel Geld. Das Problem ist, dass du als Endnutzer und selbst der Händler hier in Deutschland an die Elektronik nicht ran kommt und damit diese Umprogrammierung niemand vornehmen kann. Da ist es einfacher, den ABS Ring mit zu tauschen.


    Die Geschwindigkeit des Rads wird nicht am Abrollumfang entwickelt, die ist nämlich gemessen in Winkel pro Zeit überall am Rad die gleiche. Laut diesem Rechner hier

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    Ändert sich der Abrollumfang um 5,3% von ~70 auf ~66cm.

    Das heißt bei 30m/s (~100km/h) macht das alte Vorderrad in einer Sekunde etwa 43 Umdrehungen, während das neue etwas über 45 macht. Und da gehe ich davon aus, dass das Motorrad ohne Änderung des ABS Ringes eine Fehlermeldung setzen wird, dass die Abrollumfänge nicht zueinander passen. Normalerweise verbaut man einen ABS Ring, der die Differenz ausgleicht. In dem Fall müsste der also weniger Impulse pro Radumdrehung haben. Bei meiner CRF1000L müsste der Ring also von 96 auf 91 Impulse pro Umdrehung reduziert werden. Ich weiß nicht, ob die 1100er auch 96 impulse pro Umdrehung bekommt.


    Nochmal zurück zu den 30 m/s würde das Motorrad nämlich mit der Originalbereifung 30/0,695*96=~4144 Impulse bekommen. Mit den gleichen ABS Ringen bei 19 Zoll wären es dann 30/0,659*96=4.370 Impulse und mit dem 19 Zoll Rad aber mit korrigiertem ABS Ring mit 91 Impulsen pro Umdrehung wieder 30/0,659*91=4143 Impulse (alles Auf ganze Zahlen gerundet). Und den geringen Fehler verkraftet das Motorrad garantiert, der ist nämlich schon zwischen neuem und abgefahrenem Reifen größer.

    das stimmt nicht. Da der Abrollumfang des 19 Zoll Rades kleiner ist, als der des 21 Zoll Rades, dreht das Vorderrad sich bei gleicher GPS-Geschwindigkeit schneller, daher bekommt man da tatsächlich mehr Impulse pro Umdrehung. Und auch, dass das ABS nur erkennt, ob das Rad steht oder fährt stimmt so nicht, da würde man ein so feinfühliges ABS Regeln, wie es moderne Motorräder haben, nicht hinbekommen. Da wird auf alle Fälle auch elektronisch erkannt, ob das Rad sich "zu schnell" verlangsamt, damit man vor dem eigentlichen Blockieren schon wieder die Bremskraft lösen kann.


    Persönlich würde ich empfehlen, den Tausch der ABS-Ringe mit einzuplanen. Aber darf man fragen, warum du auf 19 Zoll wechseln möchtest? Bei Toro war es ja der Wunsch nach Schlauchlosfelgen, deshalb Guss und die gab es eben nur in 19 und 17 Zoll. Warum genau möchtest du das machen?

    Ich hab die Suche mal schnell für dich gemacht :)

    Der Preis ist jetzt so kurzfristig unschön, aber du könntest natürlich auch nach Kiel fahren und die Fähre nach Oslo nehmen. Das sollten von Mainz aus "nur" rund 600km sein. Und du bist dann halt schon in Oslo. Die Gegend rund um Kristiansand ist auch noch nicht übermäßig spannend

    Die Berge fangen erst ein Ende weiter nördlich an.

    Hast du schon mal 1.000km an einem Tag gemacht? Finde ich selbst mit Auto sehr anstrengend. Mit Motorrad würde ich dir dringend raten, das auf 2 Tage aufzuteilen, wenn du wirklich so weit fahren willst.


    Das mit dem vorderen Reifen solltest du dir denke ich auch nochmal überlegen. Vergiss nicht, dass du ja schon 2.000km nur mit der An- und Abreise nach Hirtshals zubringst. Je nachdem, welchen Reifen du hast, kann das dann auf dem rauen skandinavischen Asphalt kritisch werden.

    Ich hab den Fehler mal gemacht und mich deshalb gegen Ende des Urlaubs gemault. War damals der PST II und der hatte bei Abfahrt erst rund 2.000km drauf. Zum Ende der 4.000km-Tour war er dann aber schon auf dem TWI und bei der Ausfahrt aus einem Kreisverkehr ist mir dann das Vorderrad weg gerutscht. Seitdem täusche ich immer unmittelbar vor einer großen Tour, wenn ich mir nicht ganz sicher bin, dass ich das mit dem Reifen noch schaffe

    Naja.. Zumindest bei SW-Motech kosten die Softbags ohne Träger einzeln 280€ das Stück, die Alukoffer dagegen kosten 400€ das Stück. Sind immerhin 30% weniger

    https://sw-motech.com/Produkte/Gepaeck/SysBags/SysBag+WP+Taschen/

    https://sw-motech.com/Produkte/Gepaeck/Seitenkoffer/TRAX+ADV+Alukoffer/


    Und an der Ampel mal schnell ran sehe ich beim Koffer eher nicht. Die Koffer, die ich kenne, haben entweder seitlich oder hinten ein Schloss. Du müsstest also den Schlüssel von hinten in den Koffer einführen und dann den Deckel nach vorne aufklappen. Das an einer Ampel im sitzen? Das ist tatsächlich einer der Vorteile der Alukoffer. Die sind abschließbar und auch halbwegs fest am Motorrad, Diebstahl ist da eher schwierig. Einen Softbag könnte ein Dieb theoretisch mit einem Messer aufschneiden.

    da gibt es ebenso viele Meinungen wie Antwortende zu.

    Kofferset: welches Alu-Kofferset du nimmst ist denke ich relativ egal. Ich habe SW-Motech, weil ich mit dem Kauf und Service da gute Erfahrungen gemacht habe und mir die Insolvenz vor ein paar Jahren, bei der PayPal-Kunden leer ausgingen, sehr eigenartig vorkam. Ich wäre damals vermutlich auch betroffen gewesen, wenn ich bei Teuertech bestellt hätte.

    Generell stellt sich aber die Frage, ob es denn überhaupt Alukoffer sein müssen. Ich habe auch welche und mag die auch, sie sind aber schon auch recht unpraktisch. Verglichen mit Textilen Taschen hohes Gewicht, hoher Platzbedarf (auch leer), keinerlei Dämpfung bei Feindkontakt, teuer und schwer reparierbar. Dagegen gibt es inzwischen textile Optionen, die man notfalls im Feld mit Panzertape reparieren und deutlich günstiger wieder ersetzen kann.

    Hat beides seine Daseinsberechtigung, man sollte einfach überlegen, was man will. Wenn man viel Offroad fährt, würde ich eher textile Taschen empfehlen. Offroad liegt das Motorrad ja naturgemäß das eine oder andere Mal auf der Seite und die Aludinger sind doch recht schnell mal verbogen und die bekommst du halt danach nicht vernünftig wieder in Form. Die Textilen Taschen stecken das entweder weg oder lassen sich relativ einfach reparieren bzw. relativ günstig ersetzen.


    Reifen: kommt ganz drauf an, was du fährst und wie lange er halten soll. "Normale" Schotterwege wie den Aursjovegen kann man auch mit straßenorientierten Reifen (wie dem CTA3) super fahren. Siehe hier mein Norwegenbericht von 2023

    https://trueadventure.de/forum/core/attachment/72472-20230724-115006-jpg/

    trueadventure.de/forum/thread/12817/

    Auf dem Bild ist meine Frau mit ihrer F750GS auf CTA3, aber ich bin den Weg auf meiner AT ja auch gefahren


    Wenn es gröber und vor allem nasser wird, würde ich andere Reifen empfehlen. Schlussendlich ist es aber eine Frage des fahrerischen Könnens und auch der "Leidensfähigkeit" auf der Straße. Nicht jeder kommt mit einem CTA3 auf Schotter klar. Durch den geringen Anteil an Negativprofil versetzt der Reifen auf losem Untergrund immer mal wieder ein paar cm in die eine oder andere Richtung. Wenn man ein bisschen Erfahrung im Gemüse hat, macht einem das nichts aus. Wenn aber nicht, kann man den schnell als "ungeeignet" empfinden.

    Und man muss mit dem Reifen halt auch Wissen, wann es Zeit ist, umzudrehen. Schlamm, Tiefsand, lockerer Kies und nasse Wiese sind absolut nicht seins und sollten gemieden werden.

    Ansonsten: je gröber das Profil, desto besser ist er Offroad, aber desto schlechter Onroad. Der CTA3 hat eine mehr oder weniger glatte Ablauffläche und fährt sich sehr ruhig. Der TKC70 hat ein wenig gröberes Profil und ist daher etwas besser auf lockerem Untergrund, fährt sich dafür aber auf der Straße nicht allzu gut (Geräusche und Vibrationen sind da ein Thema). Außerdem hat er schon eine etwas stärkere Neigung zum Sägezahnprofil bei ambitionierter Fahrweise.

    Noch gröber wäre dann der TKC80. Der ist offroad schon ganz brauchbar, den finde ich dafür auf der Straße schon furchtbar. Ziemlich laut, starke Vibrationen und der hat bei Kurvenfahrt eine ganz eklige Kante (wenn man dann seitlich vom Profilblock runter "rollt")


    Ein ganz brauchbarer Kompromiss ist der Heidenau K60. Der ist für ganz okaye Laufleistungen bekannt und irgendwo zwischen TKC70 und 80 anzusiedeln würde ich behaupten.


    Ansonsten zu Reifen kannst du dich hier im entsprechenden Unterforum stundenlang ausgiebig zu belesen. Da gibt es sehr unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen zu

    Hier ich, beides. Da meine Frau Lehrerin ist, sind wir für den "großen" Urlaub immer auf die Sommerferien angewiesen, und die sind nunmal in der heißesten Zeit des Jahres. Da unser großer Urlaub meist mit Motorrad stattfindet, sind wir also überdurchschnittlich häufig bei hohen Temperaturen unterwegs. Und eben auch auffällig häufig am Wochenende mit allen anderen. Da wir außerdem in Brandenburg leben, gehört Autobahn eigentlich zu jeder Motorradtour mit dazu. Und ja, mir geht es dabei vor allem um unangenehm hohe Temperaturen, wobei die für mich persönlich nicht erst bei 35 anfangen. Wenn die Sonne schon den ganzen Tag brät und man in voller Montur auf dem heißen Bock auf der heißen Straße steht, sind mir persönlich auch 25° schon zu viel. Ich halte tiefe Temperaturen sehr gut aus, reagiere aber ziemlich empfindlich auf Wärme, Schwitze dann extrem stark und hatte auch schon mal einen kleinen Kreislaufkoller im Stau auf der Autobahn (bei ca. 30 Grad). Bin nicht bewusstlos geworden, aber war kurz davor. Und ja, mit der AT im Urlaubsornat (3 Koffer dran) geht es mir wirklich nur um Autobahn-Stau bei hohen Temperaturen. Der Bock ist mir zu groß, schwer und breit um mich da durch den Verkehr durch zu schlängeln.


    Mit der CRF300L in der Stadt fahre ich anders, aber darum geht es mir hier nicht. Ich wünsche mir nicht, dass das nach vorne fahren an der Ampel legalisiert wird. Durchschlängeln durch rollenden Verkehr mache ich tatsächlich nicht, das ist mir zu gefährlich - dafür fahren zu viele Dosenfahrer zu abgelenkt.

    Ich wünsche mir aber, dass die Staudurchfahrt für Motorräder legalisiert wird. Aus eben den genannten Gründen.

    Davon würde ich bei modernen Fahrzeugen abraten. Das konnte man bei alten Schwerkraft-Gefütterten Vergaser-Motorrädern ohne jedes Risiko machen, bei Einspritzungen bzw. generell Motorrädern mit Benzinpumpe würde ich davon eher abraten. Sowohl die Benzinpumpe, als auch die Spritleitungen und Düsen mögen es nicht, trocken zu laufen. Ich glaube, dass viele moderne Fahrzeuge da Schutzmechanismen drin haben (schalten ab, BEVOR sie Luft ansaugen), würde es aber dennoch nicht ausreizen. Das KANN auch theoretisch zu Problemen führen (dass dann irgendwo Luft im System ist und die Pumpe es nicht mehr schafft, überhaupt noch Sprit anzusaugen oder ihn gleichmäßig dort hin zu transportieren, wo er hin gehört). Das passiert eher selten, kann aber eben sein.

    Davon abgesehen ist die Spritstandsmessung nicht genau genug bzw. der Verbrauch zu variabel, als dass man da EINE genaue km-Zahl rausfinden könnte, bei der das Motorrad dann auf einmal ausgeht. Wie hier ja schon berichtet wurde, gibt es auch vorher schon Schwierigkeiten bei hoher Last oder Bergauffahrt.