Beiträge von bwm

    da würde ich bei beiden dagegen argumentieren wollen. Die meisten Staus (und damit auch die meisten Rettungsgassen) enden an einer Straßenverengung (z.B. Baustelle) oder im nichts, weil halt irgendwo ein LKW mit 80,5 km/h 2 Stunden lang überholt hat. Aus meiner persönlichen Stauerfahrung, die nicht extensiv ist, enden <10% der Staus an einem Unfall. Und mit 2 Dutzend Motorradfahrern wird es da immernoch nicht eng. Die können, sofern sie mitdenken, bequem zwischen den dort stehenden Autos oder auf dem Seiten- oder Grünstreifen noch Platz finden. Bei ein paar Hundert Motorradfahren würde es irgendwann problematisch werden, aber so viele Motorräder habe ich in noch keinem Stau gesehen. Insgesamt sind Motorräder auf der Autobahn ja eher die Ausnahme

    Mein Punkt ist: auch auf Felge und Bremsscheibe sind Pfeile, anhand derer du die korrekte Laufrichtung hättest bestimmen können. Spätestens damit hätte dir auffallen können, dass du das Rad gerade falsch herum einbaust. Darauf wollte ich nur hinweisen. Da dir diese Möglichkeit augenscheinlich nicht bekannt war / ist, wollte ich darauf hingewiesen haben. Und eben auch darauf, dass man damit die Laufrichtung aller 3 Komponenten zueinander vergleichen kann und sollte. Mache ich jedes Mal, wenn das Rad "außer Haus" war. Nachschauen, ob die Werkstatt den Reifen richtig herum aufgezogen hat und auch gucken, dass die Bremsscheiben noch richtig herum sind.

    Ja, natürlich meinte sie das so. Aber ein Motorrad mit Luftkühlung wird auch nicht einfach anfangen zu brennen, wenn man damit im Stau steht. Das meinte ich mit der bescheuerten Begründung. Es gibt absolut nachvollziehbare Gründe dafür, mit dem Mopped die Rettungsgasse zu befahren. "das Motorrad brennt sonst ab" zählt aber nicht dazu.

    Also Grauzone nach den Buchstaben des Gesetzes ist das Befahren der Rettungsgasse nicht. Das ist ganz klar geregelt. Ob die Polizisten das im Einzelfall immer durchsetzen, steht auf einem anderen Blatt.

    Aus deiner Beschreibung habe ich jetzt aber nicht verstanden, wo genau du lang gefahren bist. Bist du auf der Autobahn zwischen der rechten und mittleren Spur oder zwischen der linken und mittleren Spur gefahren? Wenn letzteres (oder zwischen den beiden Spuren bei einer 2 spurigen Autobahn), dann ja, das war (rein nach den Buchstaben des Gesetzes) befahren der Rettungsgasse.

    Bei den Reifen sind manchmal nur auf einer Seite die Pfeile zur Rotationsrichtung. Ansonsten ist aber eigentlich immer auch noch ein Pfeil auf der Felge oder Nabe und auf einer der Bremsscheiben (eigentlich auf beiden, aber bei einer davon wird die Markierung innen und damit von der Felge verdeckt sein) drauf. Bei allen 3 muss man aufpassen, dass die auch alle in die gleiche Richtung zeigen.


    Hast du das getan? Wenn nicht, prüf das bitte nochmal. Kann ja auch sein, dass der Reifendienst die Reifen falsch rum aufgezogen hat

    der wichtige Abschnitt

    Die Begründung finde ich ganz schön bescheuert, aber gut zu wissen, dass die Bundesministerin für Arbeit und Soziales auch die Rettungsgasse mit dem Motorrad befährt

    kann ich leider auch bestätigen. Aber auch bei anderen Motorrädern. Ich habe kürzlich nach 25.000km das Kettenkit an der F750GS meiner Frau gewechselt und dieses Foto gemacht.

    Nach Möglichkeit sollte man da schon regelmäßig ran. Bei der F ist das leider ein bisschen nervig (Fußrastenträgerplatte muss runter, die mit 6 Schrauben angezogen ist, eine davon braucht einen T60 und bekommt 200Nm)