Beiträge von bwm

    genau da ist der Fehler. Die AT 2026 hat laut Datenblatt 242kg, während die ATAS 2022 250kg hat (jedenfalls, wenn beide zu 90% vollgetankt sind)

    https://www.1000ps.com/de-de/vergleich/neu?bikeKatIdA=24353&bikeKatIdB=18221

    Dazu dann noch deine Anbauten, da hast du direkt mal einen Gewichtsunterschied von fast 30kg! Da wäre ich eher verwundert, wenn man das NICHT merken würde.

    Der Schalter ist ein Wippschalter und bei der 1000er war es ein bekanntes Problem, dass der nach dem Starten quasi zu weit zurück wippt und den Killschalter wieder betätigt. Das kann man auch testen, indem man den Startknopf gedrückt hält, wenn der Motor schon an ist und bewusst etwas später los lässt. Wenn dann der Motor etwas später aus geht, dann ist es der.


    Ist aber wie gesagt eigentlich nur bei der 1.000er ein Thema

    bleibt sie danach an?

    ich hatte mal ein ähnliches Problem an meiner CRF250L, die ging an und ist immer nach spätestens 10s wieder aus gegangen. Da war das Problem, dass ich selbst beim reparieren eines Bügels nach einem Sturz den Umkippsensor um genau 180 Grad verdreht angebaut habe. Dadurch dachte das Motorrad, dass es auf dem Kopf steht und hat dann die Zündung aus gemacht.


    DAS exakte Problem wird es bei dir nicht sein, aber es könnte theoretisch der gleiche Sensor sein, der Schwierigkeiten macht.

    Ja aber irgendwie muss er ja verschlissen sein. Das passiert nur in der Fahrt. Du musst also gefahren sein, während die Bremse angezogen war. Sofern nicht irgendjemand in der Fahrt mal deine Parkbremse gezogen hat, bist du wohl mal mit angezogener Bremse losgefahren.


    Theoretische Möglichkeit wäre auch noch das beschriebene festgehen der schwimmenden Lagerung. Wenn die Lagerung fest gegangen ist, während die Bremse angezogen war (Wind und Wetter ausgesetzt etc), dann geht der Sattel nicht zurück und der innere verschleißt. Dann müsste er aber immernoch fest sein. Ein Bremssattel, der einmal fest war, wird eher nicht von alleine wieder freigängig

    Dass die überhaupt Verschleiß zeigen deutet darauf hin, dass du mal mit angezogener Parkbremse losgefahren bist. An sich zieht man die Beläge ja nur im Stand gegen die still stehende Bremsscheibe zum blockieren. Ansonsten kenne ich das grundsätzlich bei mir auch. Bei mir war, wenn ich mich recht erinnere, auch der linke (also der, der nicht betätigt wird) Belag stärker abgenutzt. Der Parkbremssattel ist auch schwimmend gelagert, eventuell ist die schwimmende Lagerung nicht mehr schwimmend. So oder so: Belag tauschen, Parkbremse wieder richtig einstellen und zukünftig besser dran denken, die Bremse vorm losfahren immer zu lösen. Ich löse inzwischen nicht nur die Verriegelung am Hebel, sondern schiebe den Hebel bewusst nochmal nach vorne, um die Betätigung sicher zurück zu drücken.


    Tauschbeläge würde ich originale empfehlen. Ich hatte welche von TRW und die waren erheblich dünner, als die originalen. Ließen sich auch einbauen, aber die Einstellung der Parkbremse war damit sehr schwierig. Kaum noch Rückstellkraft in der Feder. Die Beläge sind (zumindest bei meiner CRF1000L) beide Baugleich, d.h. du könntest auch erstmal nur einen tauschen.

    Ich glaube tatsächlich nicht, dass der Toni Bou sich da übermäßig oft gelegt hat. Der Mensch ist aber auch ein absolutes Ausnahmetalent. Er fährt professionell Trial (das ist das, wo sie sowas wie Geräteturnen auf Motorrädern machen). Der dominiert seit 20 Jahren die Trial Weltmeisterschaften. Laut Wiki hat er von 2007 bis 2025 alle FIM Trial Weltmeistertitel geholt, indoor wie outdoor.


    Deshalb dienen solche Videos eigentlich nur dazu, zu zeigen, was mit dem Motorrad theoretisch alles möglich wäre. Das ist aber nicht wirklich ein Argument für "du bist halt nur zu schlecht". Wenn man einfach mal eben nebenbei 35 Jahre Erfahrung im professionellen Motorsport macht, könnte man bestimmt genauso gut fahren. Natürlich wäre ein Mika Häkkinnen auch in einer Mercedes G-Klasse schneller um die Nordschleife, als unsereiner in einem AMG GT. Das heißt aber nicht, dass die G Klasse besonders gut für die Nordschleife geeignet wäre. Das heißt einfach nur, dass Mika ein sehr guter Fahrer ist. Insofern: die AT kann einiges und für die Klasse, in der sie unterwegs ist (Großenduros über 200kg) vermutlich sogar mehr als die Konkurrenz. Das heißt jetzt aber nicht, dass sie besonders gut dabei wäre. Ich bin vor 9 Jahren auf eine Doppelmoppedstrategie umgestiegen. Die AT fährt bei mir überwiegend auf der Straße (gelegentlich mal einen Feldweg oder ähnliches), fürs Gemüse habe ich mir eine CRF300L geholt. Das wäre auch meine Empfehlung, wenn man den Platz und die Pesos dafür hat

    Dazu kann ich was sagen, da ich ja selbst in einem international tätigen Konzern arbeite.

    Überwiegend Honda Deutschland bzw Honda Europa, allerdings nicht als Reingewinn. Wenn du als Privatperson Einzelteile im Ausland bestellst und händisch importierst, hast du geringe Kosten und eigene Arbeit. Wenn aber Honda Deutschland das für eine Containerladung voller Ersatzteile macht, müssen die zunächst erstmal jemanden dafür bezahlen, der ermittelt, welche Teile eigentlich benötigt werden. Dann jemanden, der die Bestellung macht, jemanden, der den Transport organisiert, jemanden, der die Teile auspackt und ins Warensystem aufnimmt, dann jemanden, der die Teile in Europa auf die lokalen Händler verteilt, dann muss der Händler selbst die Teile bei sich vereinnahmen und dir ausliefern. Jede einzelne Person in dieser Kette bekommt ein Gehalt. Dazu muss ein eigenes Europaweites oder Deutschland-weites Lager aufgebaut werden, mit Baukosten, Betriebskosten und Lagermitarbeitern (weil der deutsche Michel nie im Leben 3 Wochen Lieferzeit für sein Ersatzteil akzeptieren würde).


    Wie viel von den 1.700€ Differenz Das ausmacht, vermag ich nicht zu sagen. Würde aber denken, dass Runde 1.000€ noch als Reingewinn übrig bleiben. Die steckt man sich ein, weil man das halt in D/Europa machen kann bzw als kapitalistisches Unternehmen sogar quasi muss. Man melkt jedes Land so stark, wie man eben kann. Deshalb kostet der Lenker der CRF300L auch in Deutschland mehr als das Zehnfache von dem, was er in Thailand kostet.

    alles klar, dann danke für die Rückmeldungen. Und tatsächlich kein einziger erhobener Zeigefinger - da habe ich mich wohl getäuscht.

    Rückmeldungen sind ja sehr gemischt. Ja, gibt durchaus welche, die angehalten wurden und Strafe zahlen mussten. Gibt aber genauso welche, die positive Erfahrungen gemacht haben (durchgewunken). Das hilft natürlich für die Zukunft nur bedingt weiter.


    Übrigens kann das auf dem Standstreifen nicht wirklich als verbotswidriges rechts überholen gewertet werden, da auf der Autobahn im Stau rechts auch schneller gefahren werden darf, als links. Ansonsten müsste ja die rechts Spur am Stauende anhalten, wenn links mehr Autos stehen, obwohl rechts noch Platz wäre. In der Rechtsprechung hat sich da etabliert, dass rechts maximal 20km/h schneller gefahren werden darf, als links und links maximal 60 km/h gefahren werden dürfen. Man darf also im stockenden Verkehr Lücken schließen und dafür auch "rechts überholen"

    https://www.adac.de/verkehr/recht/verkehrsvorschriften-deutschland/rechts-ueberholen/


    Ansonsten gibt es 3 theoretische Möglichkeiten, wie man an einem Stau vorbei fahren kann, die alle 3 verboten sind, aber unterschiedlich bestraft werden.

    Die "einfachste" Möglichkeit wäre in der Rettungsgasse. Die potenzielle Strafe darauf sind aber 268,50€, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot https://www.bussgeldkatalog.org/rettungsgasse/

    Übrigens wird auch das Nicht-Bilden einer Rettungsgasse bei stockendem Verkehr mit 228,50€, 2 Punkten und 1 Monat bestraft

    Die nächst-Einfache Möglichkeit wäre das Befahren des sog. Standstreifens. Da gibt es aber einen eigenen Bußgeldbewährten Tatbestand für - "zum schnelleren Vorankommen den Seitenstreifen benutzt", bestraft mit 103,50€ und 1 Punkt. https://www.bussgeldkatalog.org/seitenstreifen/

    Mit der geringsten Strafe versehen, wäre das vorbeifahren ganz links oder das Durchschlängeln zwischen der rechten und mittleren Spur (wo vorhanden). Der m.E. einzige realistische vorwerfbare Tatbestand dabei wäre die Nichteinhaltung des erforderlichen Seitenabstands beim Überholen, die Strafe darauf wären "nur" 58,50€ ohne Punkte oder Fahrverbot https://www.bussgeldkatalog.org/ueberholen/

    theoretisch könnte das als Rechts überholen (128,50€ + 1 Punkt) vorgeworfen werden, aber da ist die Rechtsprechung wie gesagt recht eindeutig - bei stockendem Verkehr ist rechts überholen erlaubt.

    Alle diese Bußgelder und Strafen bedingen, dass dabei weder Gefährdung noch ein Unfall passiert.

    das kann ich nur Unterschreiben. An den berühmten Videos auf YT sieht man ja, was alles geht, wenn man es kann. D.h. es hängt vorrangig an dir.

    Generelle Tipps, die ich mit auf den Weg geben würde:

    Das Wetter bzw. die Beschaffenheit hat einen sehr großen Einfluss. Fester Untergrund geht mit jedem Motorrad und jedem Reifen, aber wenn es lose (Sand) oder rutschig (nasses Gras, Matsch) wird, steigt der Schwierigkeitsgrad enorm.

    Dazu dann auch: die Reifenwahl macht extrem viel aus. Solange es trocken ist, kann man auch mit einem Straßenreifen das meiste Offroad (alles, was kein Sand ist) bequem fahren. Wenn es aber rutschig oder locker ist, gilt: je gröber das Profil, desto besser. Natürlich mit markanten Abstrichen beim Komfort und auch der Performance auf der Straße.


    Ansonsten wäre mein hauptsächlicher Tipp, nicht alleine zu fahren. Es ist selten, dass etwas schlimmes passiert, aber wenn, dann sollte jemand dabei sein, der sofort reagieren (erste Hilfe / Hilfe holen) kann.

    davon ab einfach machen. Je mehr du es machst, desto besser wirst du auch. Also viel Spaß im Gemüse :)