Beiträge von bwm

    Ein Tipp, der generell bei Einspritzungen gilt: wenn das Motorrad komplett leer gelaufen ist (was per se keine allzu gute Idee ist, die Pumpe mag das nicht) sollte man danach, wenn man wieder Sprit nachgefüllt hat, erstmal 3 mal Zündung an machen, warten bis das surren aufhört, und wieder aus machen. Das Surren ist die Benzinpumpe, die Druck auf die Leitungen bringt. Wenn aber die Leitungen (und im worst case auch die Pumpe selbst) voller Luft sind, dauert es einen Moment, bis das alles wieder voll mit Sprit ist. Nach den 3 mal surren erst starten und eine Weile rödeln lassen (damit die Luft auch aus dem letzten Stück Leitung bis zur Düse wieder raus kommt). Wenn sie dann das erste mal etwas unwillig gezündet hat, aber wieder aus gegangen ist, würde ich Zündung wieder aus und an machen und dann nochmal starten. Dann sollte sie eigentlich an gehen

    bei allem rund um den Leerlauf könnte es am IACV liegen. Es gibt da so eine Prozedur, die sich in Foren immer wieder erzählt wird, keine Ahnung, ob das Motorrad da wirklich etwas macht, aber die Prozedur ist denkbar einfach, deshalb kann man es ja mal probieren: kalt starten und ohne Gas zu betätigen im Leerlauf laufen lassen, bis der Lüfter an geht. Dann Zündung wieder aus. Dabei soll sich das Leerlaufregelventil angeblich zurücksetzen.

    Ich bin skeptisch, ob das Motorrad da wirklich irgendwas macht, aber einen Versuch wäre es ja wert.

    da würde ich nicht zustimmen. Ich hatte in allen 3 schon Öl drin. Also zumindest bei mir erfüllen alle 3 per se ihre Funktion. Allerdings stimmt es, dass einer am meisten Öl drin hat und am häufigsten geleert werden muss (ich weiß gerade nicht mehr aus dem Kopf, welcher).

    Wenn du eins hast, hilft der Blick natürlich. Ansonsten kommt man da echt bescheiden ran. Aber dein Problem ist doch eigentlich ein unrunder Motorlauf und dazu habe ich doch ein paar Fragen gestellt. Was ist denn damit?

    Der Schlauch sollte damit nichts zu tun haben. Man sollte nicht ewig ohne rumfahren, weil da a) dann alle Nase lang mal ein paar Tropfen Öl raus kommen und sich über dem Rest des Motorrades verteilen und b) weil man darüber ungefilterte Luft ansaugt. Bei Motorlauf sollte der aber keinen Unterschied machen. Zumal er vermutlich nur irgendwo anders steckt. Einer der Schläuche (ich glaube tatsächlich der vorne links) war etwas fummelig wieder an Ort und Stelle zu bekommen, weil man den zwischen diversen Sachen durch stecken muss. Kann gut sein, dass der Schlauch noch dran ist, du nur nicht ran kommst.


    Was meinst du mit "Aussetzer"? Geht sie im Leerlauf aus? Oder stottert sie, bleibt aber an? Hauptsächliche Probleme im Leerlauf oder auch in der Fahrt? Tritt das nur im kalten Zustand auf und geht bei warmem Motor wieder weg?

    Und wie viele km hat das Mopped runter und wann wurde welche Wartung zuletzt erledigt (Zündkerzen, Ventilspiel, Ölwechsel, Luftfilter)?

    Ein sehr richtiger Einwand! Es bleibt ne ganze Menge Öl drin, wenn man nur eine ablässt. Würde schätzen so 0,5-1l


    Und zur korrekten Ölstandskontrolle muss der Motor richtig warm gefahren sein. Nicht nur im Stand warm laufen lassen (ich weiß, so steht es im Handbuch), sondern min 10, besser 20 min fahren. Danach den Bock auf einer wirklich ebenen Fläche abstellen, gerade stellen (Hauptständer ist genau genommen auch nicht gerade, aber meist gerade genug) und ca 5 min runter laufen lassen (ich nehme da meist die Zeit, die man halt braucht, um sich wieder aus zu ziehen) und dann messen. Beim messen wird der Stab normalerweise nur aufgelegt, nicht wieder eingeschraubt.

    ich würde aktuell erstmal ruhig machen. 2 Tage nach dem Unfall sollte "wie werde ich den Hobel los" nicht ganz oben auf deiner Prioliste stehen. Mein Rat wäre daher, nix zu überstürzen.


    Zum Schaden: aus der Ferne lässt sich das schwer beurteilen. Wirtschaftlicher Totalschaden ist es sehr wahrscheinlich. Das Mopped ist schließlich 10 Jahre alt und bei Hondas Mondpreisen für Ersatzteile reichen da ein paar vermeintliche Kleinigkeiten schon, um den Restwert zu übersteigen. Ich denke aber, dass man das Töff - sofern man das selbst erledigen kann - mit ein paar gebrauchten Ersatzteilen wieder fahrbereit machen kann. Wenn Räder, Rahmen und Motor nichts abbekommen haben, sollte das gehen. Was ist denn genau passiert?


    Und noch wichtiger: ist irgendeine Versicherung involviert? Also gibt es eine Fremdbeteiligung am Unfall oder bei Alleinunfall eine Kasko? Teilkasko greift bei manchen (wenigen) Unfällen in der Fahrt auch (Wild z.B.). Wenn irgendwas davon ja wäre das allerwichtigste, erstmal exakt GAR nichts mit dem Mopped zu machen.


    Ansonsten wäre die Frage, was kaputt ist. Auf den Bildern seh ich erstmal nur Spiegel, Griffschutz (wobei der originale auch eher ein Windschutz ist) und die Verkleidung rechts. Außerdem hat dir der Honda Dekorbügel (der wurde von Honda nicht als Sturz-, sondern als Dekorbügel verkauft) das Geweih (das Teil, wo der Tacho und die Scheibe etc. dran hängt) weg gebrochen. Das macht er gerne. Delle im Tank ist für einen Weiterfahrer geschenkt, sofern das Ding noch dicht ist. Ein bisschen Klarlack drüber als Rostvorsorge und fertig. Gabel kommt halt drauf an, was genau und wo genau da beschädigt ist.


    Also falls du ein wenig selbst schrauben kannst, wäre das wirtschaftlich sinnvollste wahrscheinlich, erstmal eine Liste der benötigten Teile zu machen und dann auf Kleinanzeigen nach Gebrauchtteilen suchen. Wenn man dann weiß, was die Reparatur kosten würde, könnte man entscheiden, ob man sie repariert und als fahrbereit mit Unfallschaden verkauft.

    Verkauf in Einzelteilen geht, wenn man VIEL Zeit und Platz hat. Wird sich aber ewig ziehen. Ein paar Sachen gehen wahrscheinlich schnell weg (Räder, Verkleidungen), andere Mittelschnell (Motor, Scheinwerfer, Gabel). Wenn du aber möglichst wenig Aufwand haben willst, Verkauf an einen Aufkäufer. Ich hätte auch eher 2.500€ geschätzt, wenn du schon ein Gebot für 3.200€ hast, klingt das ja erstmal ganz gut.

    Ansonsten hat mein Mopped mit Versicherungs-Totalschaden mal das Unfall Krad Depot Haaren aufgekauft. Da könntest du auch nochmal anfragen, ob der vielleicht mehr bietet. Bei mir war er damals Höchstbietender.


    Der Gattin wünsche ich gute Besserung.

    Auch ich würde von einem Mapping, das die AU nicht besteht, eher Abstand nehmen. Zu fette Verbrennung ist zwar weniger schlimm, als zu magere, aber wer es nicht mal schafft, ins Kennfeld die AU mit einzubauen (die findet schließlich im Stillstand statt), hat entweder die Funktionsweise einer ECU nicht vollständig verstanden, oder es sich GANZ extrem einfach gemacht. Und sowas kann zu ziemlich teuren Schäden am Motorrad führen. Dauerhaft zu fette Verbrennung kann den Kat schädigen und rußt dir insgesamt den ganzen Abgastrakt zu. Inkl. Auslassventile, die mit ein bisschen Pech irgendwann einfach nicht mehr vollständig schließen und dann verbrennen

    Bzw viel Ruß kann auch zu klopfender Verbrennung führen (wenn sich ein Stück Kohle löst und glühend im Brennraum liegt) und da die AT keinen Klopfsensor hat ist das gefährlich.


    Danke trotzdem fürs teilen der Erfahrung. Ich würde dir aber wie gesagt raten, damit nicht rum zu fahren

    Gerade das könnte für Sicherung stehen. Die Pumpe läuft nur an, wenn sie von der ECU das "go" bekommt. Bei modernen Moppeds hängt die nicht nur am Zündschloss, sondern da sind noch weitere Relais mit im Stromkreis.

    Wenn die ECU nicht an geht, weil sie keinen Strom bekommt, geht die Pumpe auch nicht mit an.


    Ich drücke die Daumen, dass es nur die Sicherung ist

    Such dir vorher raus, welche es ist und tausche sie sicherheitshalber, falls du eine andere hast. Wenn die Sicherung nicht durch Überlastung geschmolzen, sondern durch Vibrationen gebrochen ist, sieht man den Defekt oftmals nicht. Die Sicherung sieht in Ordnung aus, hat aber keinen (stabilen) Kontakt.

    Ich wurde kürzlich mal wieder von einem Hersteller mit sehr gutem Service überrascht und wollte das a) mit euch teilen und b) euch Fragen, ob ihr irgendwelche besonders positiven Service-Erfahrungen zu berichten habt? Gerade wir Deutschen sind ja ein Volk der Nörgler und man liest viel über besonders schlechten Service, auch ich habe da schon meinen Anteil dran erlebt und beigetragen. Aber ich dachte mir, dass es sicher auch noch andere gibt, die tolle Sachen erlebt haben und davon berichten können, daher haut gerne in die Tasten.

    Um das ganze ein wenig einzuschränken: bitte nur von Sachen berichten, wo ihr positiv überrascht wart und es muss irgendeine Form von Motorrad-Bezug sein. Also Berichte zu Herstellern oder Händlern von Motorrädern oder Motorrad-Zubehör sind erwünscht.


    Dann fange ich auch gleich mal mit 3 Berichten meinerseits an:

    MRA Windschild (2018)

    Ich habe mir für meine 2017er SD06 direkt ein MRA Windschild mit variablem Spoiler oben dran gekauft. Das hat mir schon auf dem vorherigen Motorrad gute Dienste erwiesen und war auch auf der AT wieder sehr gut. Nur: nach etwa einem Jahr (kein Unfall oder Umfaller) habe ich bei der Winterwartung eine Reibstelle entdeckt, an der das Windschild an der Verkleidung gerieben hat. Der Lack war an dieser Stelle auch schon weg gerieben. Montage mit zusätzlichen Spacern war aufgrund der Lochposition nicht möglich (die Löcher zeigen oben etwas nach außen und mit dickeren Spacern haben die Schrauben nicht mehr gepasst).

    Ich habe das freundlich und sachlich mit Bildern an MRA geschildert und habe sehr zügig eine Antwort bekommen.

    Sie haben angeboten, mir ein neues Windschild mit angepasster Lochposition und dickeren Spacern zuzuschicken, außerdem haben sie ein entgegenkommen bei der Reparatur des Seitenteils angeboten. Ich musste keinen Kaufnachweis vorlegen, auch meine Montage wurde nicht in Frage gestellt. Das kam einfach direkt als Reaktion. Das modifizierte Windschild habe ich genommen und benutze es bis heute. Die Reparatur habe ich dankend abgelehnt, weil ich mir selbst nicht sicher bin, ob nicht doch das (bekanntermaßen etwas fragile) Geweih meines Motorrades der Schuldige war. Von dem Service war ich aber Baff. Das alles ging zügig und komplett kostenlos.


    Büse Motorradjacke & -Hose (2017)

    Frauchen hatte mit ihrer noch relativ frischen (ca. 2 Jahre alt) Büse Kombi einen selbst verschuldeten Alleinunfall. Bis auf 2 große blaue Flecke ist ihr nichts passiert, aber die Kleidung hat ein bisschen was abbekommen.

    Da habe ich mich an Büse gewandt und nach Reparaturmöglichkeiten gefragt. Die Jacke hatte nur ein kleines Loch am Ärmel, hierfür wurde uns (kostenlos) ein Flicken zugeschickt, den wir bei einem lokalen Schneider für 20€ haben aufnähen lassen.

    Die Hose hatte insgesamt 4 Schadstellen

    Hier wäre eine Reparatur daher nicht wirtschaftlich sinnvoll gewesen (UVP der Hose waren 199,95€). Uns wurde dann aber Angeboten, dass wir zusätzlich zum kostenlosen Jacken-Flicken eine neue Hose für 50% Rabatt (99,98€) kaufen können. Das haben wir dankend angenommen und die Kombi danach noch 4 Jahre weiter gefahren.


    Held Inlay (2026)

    Wir fahren seit 2021 beide eine Held-Kombi. Die luftigste Variante, die es irgendwie gibt und haben dann halt eine zusätzliche Regenkombi dabei. Außerdem haben wir jeder 3 Paar Held-Handschuhe (Tour Warm, Tour kalt und Offroad) und jeder einen Satz Kombi-Inlays (wenn es kalt wird).

    Bei unseren beiden Inlays ist am Reißverschluss Karies aufgetreten

    Da die Jacken nicht ganz günstig sind (meine Windblocker Top hat 80€ gekostet, Paulas Thermo Top sogar 120€) haben wir auch bei Held die Reparatur angefragt. Zunächst telefonisch, weil ich mir dachte, dass das mit der Beschreibung Thermo Top Größe M Reißverschluss tauschen geklärt sein sollte. Anfangs war ich von der Kommunikation sogar ein bisschen genervt, weil mir keiner eine Zahl sagen wollte. Ich sollte die Jacke einschicken, dann wird ein KVA erstellt. Wenn keine Reparatur beauftragt wird, wird die Jacke (ich glaube kostenfrei) zu mir zurück geschickt. Aber ich bin hartnäckig geblieben, habe nochmal am Telefon gefragt, wo das etwa liegen sollte. Es macht halt keinen Sinn, eine Jacke, deren Reparatur unwirtschaftlich ist, 2 mal durch die Republik zu transportieren. Sie hat sich dann zu einem "vermutlich etwa 80€, aber schicken sie die Bilder bitte noch einmal an die zuständige Frau xyz".

    Das habe ich gemacht und die folgende Antwort bekommen:

    Und heute kam sie auch tatsächlich mit einem neuen Reißverschluss zurück. Eine 5 Jahre alte Jacke mit einem bei unserer Benutzung (ca. 40.000km gemacht) nachvollziehbaren Schaden kostenlos repariert finde ich wirklich Klasse.

    Meine Windblocker mit dem gleichen Defekt habe ich nicht eingeschickt, weil die nach einem Sturz auch schon ein kleines Loch am rechten Ärmel hatte - da habe ich einfach eine neue gekauft.

    Und werde wohl auch zukünftig weiter Held kaufen


    So und jetzt seid ihr dran. Fürs Wochenende können wir alle ein paar aufmunternde Gute Laune Geschichten vertragen :)


    Alex