Wenn man sich irgendwie bewaffnet, um gegen Diebe vorzugehen sollte man sich aber vorher ganz genau überlegen, wie man die Story erzählt. Die (schwere) Körperverletzung wiegt nämlich weitaus schwerer als ein versuchter Diebstahl. Wenn man den Baseballschläger gerade in der Hand hatte und einfach im Affekt raus gerannt ist und zugeschlagen hat dann zählt das zu Notwehr. Wenn man aber erst noch in den Keller rennt, um den Schläger zu holen hast du darüber reflektiert und dann ist das Vorsatz. Dann bekommst du eine härtere Strafe als der Dieb.
In der Gartenanlage meiner Großeltern sind mal welche in die Laube eingebrochen, wo der Besitzer noch da war. Der hat den einen KO geschlagen, woraufhin der andere weg gerannt ist. Dann hat er den Typen mit Kabeln gefesselt und in der Schubkarre zur Polizeiwache gebracht. Der hat vor Ort von den Polizisten eine Anzeige wegen Freiheitsberaubung bekommen. Denjenigen am Tatort fesseln um auf die Polizei zu warten wäre in Ordnung gewesen, da ja Fluchtgefahr besteht. Die knappe Stunde Transport zur Polizei war nicht in Ordnung. Und die Geschichte mit dem Nagelbrett auf dem Fahrersitz und anschließender Körperverletzungsanzeige, da Vorsatz, kennt man ja auch. Ob die stimmt weiß ich allerdings nicht.
Also bei Selbstjustiz Vorsicht, wie man die Geschichte erzählt.
Nicht falsch verstehen.. Ich bin da Fan von. Diebe haben ja leider nix zu befürchten. Mein Bruder ist Polizist und hat an 3 aufeinanderfolgenden Wochenenden 3 mal den gleichen Typen wegen PKW Diebstahl festgenommen. Der kam vor Gericht dann immer wieder frei. Da ist man selbst an der Reihe, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Man muss sich wie gesagt nur gut überlegen, wie man die Geschichte dann erzählt.