Beiträge von bwm

    Denke ich auch. Ich vermute dass die Schaltarbeit des DCT nur von der Drehzahl und der Drosselklappenstellung beeinflusst wird und nicht von der real gefahrenen Geschwindigkeit.

    Hi Mar1kus
    Auch dir danke für den Erfahrungsbericht. Ich steh ja noch vor dem Kauf und bin aktuell wie ein Schwamm unterwegs, der alle Informationen aufsaugt und sich daher gefühlt alle 2 Stunden umentscheidet. Schrecklich so zu sein wie ich. :D
    Habe allerdings noch ein paar Kommentare und Fragen zu dem was du so geschrieben hast:
    3.: wo ist Punkt 3 abgeblieben?
    5.: bin gestern bei TT über einen Satz Federn Progressiv vorne und hinten gestolpert. gibt's als -25mm, 0mm und +20mm. Aber ich weiß halt nicht, wie sich progressiv da bemerkbar macht. Aber das mit der Länge versteh ich nicht ganz. Die Feder ist doch im Federbein oben und unten eingespannt. Wenn ich da jetzt eine längere Feder verbaue dann ist die doch genauso eingespannt, sie ist nur stärker vorgespannt. Der Verstellbereich des Federbeins ändert sich doch durch eine längere Feder nicht? Oder ist der Verstellbereich so lang, dass man Die 20mm längere Feder da unterbekommt? Oder bin ich gerade irgendwie auf'm Holzweg?
    9.: Versicherung hängt aber von sehr vielen individuellen Faktoren ab. Bei mir (über 25,aber Berlin) würde die AT voraussichtlich als 4. Motorrad (die beiden Motorräder meiner Freundin laufen auf mich) dazu kommen und damit in SF0 oder 1/2 einsteigen. Die Prämie liegt dann für HP/TK 150 bei ca 300-400 Euro, mit VK 300 wäre ich bei Minimum 1100 Euro. Die HUK würde trotz Sondereinstufung in SF2 (weil mein auto schon SF5 ist) nur für die Kaskoversicherung 982 Euro pro Jahr nehmen.
    Wenn ich meine SF2 vom Erstvertrag mitnehme (fahr noch nicht so lange Motorrad) Lande ich bei minimum 700 Euro im Jahr. Die AT ist Versicherungstechnisch übertrieben teuer, vor allem die Vollkasko. Wenn man aber SF10 oder mehr hat ist eigentlich jede Versicherung "ok".
    9.2: die Wartungskosten: 1. Hast du bei 60.000km mit der GS 6, mit der AT nur 5 Services gemacht (wenn man den 1000er mal ignoriert) und 2. sind die vergleichsweise niedrigen Inspektionskosten auf die du dich beziehst ein Sonderfall des Boxermotors. Man muss für die Kontrolle des Ventilspiels bei der GS nur den Zylinderkopf abnehmen, das ist ne Sache von vielleicht eine Stunde. Bei einem Twin dagegen muss man das halbe Motorrad auseinander nehmen um überhaupt erstmal den Zylinderkopf zu sehen. Die höheren Inspektionskosten hättest du bei jedem Motor, der kein Boxer ist. Die 300 Euro für die Kette hattest du dank Kardan bei der 12er GS nicht. Kann man aber auch selbst tauschen, dann liegen die Kosten bei etwa 120-150 Euro. Die 12erGS ist halt ziemlich Wartungsfreundlich. Die jetzt höheren Kosten liegen einfach an der Bauweise des Motorrades, nicht an dem speziellen Modell Honda AT.

    Das stimmt, der Link war mir irgendwie entgangen. Allerdings muss ich Manfred in deinem Schaltplan-Fred recht geben: eine 5A und eine 10A Sicherung (mit der Option für 2 weitere Verbraucher) an eine Leitung zu hängen, die selbst nur mit 10A abgesichert ist, ist irgendwie fragwürdig. Ich würde dann auch eher die 10A Leitung als Schaltleitung für ein Relais nehmen und mir noch ein dickes Kabel direkt von der Batterie nach hinten legen, das dann über das Relais geschaltet wird und sich auf die einzelnen Verbraucher aufteilt.
    Find das bei dir trotzdem mechanisch schön gemacht, das sieht sauber und aufgeräumt aus. Nur elektrisch würde ich das etwas modifizieren wollen.

    Wollte ich eigentlich im ersten Beitrag noch erwähnen:
    Ich kann mir Vorstellen, dass der eigene Wohnort auch mit der Qualität der abgelieferten Arbeit zu tun hat. Der überwiegende Teil meiner Werkstatt-Erfahrung hab ich in Berlin gemacht und ich habe das Gefühl, dass sich die ATU-Mentalität hier überall breit gemacht hat. Es wird bei jedem Kunden versucht auch noch den allerletzten Euro raus zu quetschen. Ich befürchte sogar, dass das nicht nur Profitgier ist sondern teils existenzielles Bedürfnis. Die Mietpreise für Werkstätten in Berlin sind absurd. Wir hatten auf der Suche nach unserer Schrauberhalle eine Werkstatt im Angebot mit etwa 100 Quadratmeter Fläche (80 plus 20 Keller) in Stadtrand Lage für über 1000 Euro Brutto kalt..
    Und in einer Umgebung wie Berlin gibt es SO viele andere Kunden, dass es einfach nicht wichtig ist, ob der eine oder andere jetzt zufrieden war oder nicht. Wie schon richtig bemerkt wurde: technisch unwissende sind vielleicht dankbar, dass die Werkstatt die verschlissenen Bremsen bemerkt und direkt getauscht hat, nur der technisch wissende hat sich die Beläge und Scheiben vorher mit einer Taschenlampe und Bügelmessschraube mal angesehen und festgestellt, dass die noch deutlich innerhalb der Toleranz sind. Und auf die 10% technisch wissende Kunden kann man als Werkstatt in Berlin dann auch verzichten. Denke, das ist in weniger dicht besiedelten Gebieten anders. Zum einen sind dort mehr technisch wissende Kunden, zum anderen muss eine Werkstatt eher versuchen, sich ihre Stammkundschaft zu halten.


    Ich hatte mit dem Auto schon 2 mal weit entfernt der Heimat Probleme, die Werkstätten dort waren deutlich zuvorkommender als die hiesigen. Billig war das dort jeweils auch nicht aber ich habe mich deutlich besser beraten und "unterrichtet" gefühlt (über die Details des Problems und die Notwendigkeit des Tauschs). Und somit war ich trotz der ungeplanten hohen Kosten mit der Durchführung zufrieden.


    Insgesamt sind halt in Berlin vergleichsweise viele Kunden pro Werkstatt und der Großteil davon hat eine deutlich unterdurchschnittliche technische Bildung. In meinem persönlichen Umfeld (das überwiegend auch technisch wissend ist) gibt es vor allem schlechte bis sehr schlechte Erfahrungen mit Werkstätten in der Umgebung. Ich kann mir wie gesagt gut vorstellen, dass das in Motorradfahrerisch interessanteren Gegenden anders ist.

    Bei meiner F650GS habe ich bei offroad Ausfahrten immer das gleiche Problem, dass das ABS wieder an geht wenn der Motor aus war. Da ist die Abhilfe, dass man für die Dauer der offroad Ausfahrt unter der Sitzbank oder hinter der Verkleidung einen Stecker von einem der ABS Sensoren zieht. Ich weiß mangels AT nicht ob das bei der auch geht und den gewünschten Effekt bringt aber erstmal als Idee. Dann dürfte allerdings wenn dann das ABS an beiden Rädern nicht mehr gehen!
    Ob das mit Umlöten so einfach machbar ist bin ich mir auch nicht so sicher, kommt drauf an wo und wie das geschaltet wird. Bei der Dakar hat es einer mit nem Schalter probiert, der so tut als ob die ganze Zeit der ABS aus Knopf gedrückt wird. Dann macht das schlaue Motorrad aber das ABS wieder an (oder gar nicht erst aus, ließ sich nicht herausfinden), vermutlich weil es von einem defekten Knopf ausgeht. Er hätte dann einen Schalter da einbauen müssen, der kurz nach dem Motorstart die beiden Leitungen für ca 2 Sekunden miteinander verbindet und dann wieder trennt. Und das bei einem über 10 Jahre alten Motorrad. Ich befürchte, dass ABS und TC so tief im Motorrad vernetzt sind dass sich das nicht ohne weiteres "umprogrammieren" lässt


    Aber wenn du eine Lösung hast interessiert das sicherlich auch andere hier ;)


    Alex

    Ah, danke. Jetzt versteh ich


    Mit wie viel ist denn die OP Leitung im originalen Sicherungskasten abgesichert? Und was hängt da original schon als Verbraucher mit dran?

    Find dein Heck echt schön. Hab noch nie einen so ordentlich verbauten Kettenöler gesehen. Meinen Respekt.
    Habe aber zur Elektrik ein paar Fragen:
    1. Wie hast du das alles geschaltet? Ist das eine Zuleitung, die einen Haufen Relais schaltet? Oder hängen die alle direkt an der geschalteten Zuleitung? Ich wunder mich etwas über die Zuleitung, die sich aufteilt, deshalb frag ich
    2. (wahrscheinlich Bestandteil der Frage 1): ist die geteilte Zuleitung auch nochmal als ganzes abgesichert? Weil wenn die Einzelverbraucher ihre jeweilige Sicherung nicht auslösen aber in Summe die Leitung überlasten ist das ja auch irgendwie suboptimal.
    3. Wo hast du die entsprechenden Relais verbaut? Die Teile sind ja leider etwas klobig.


    Hintergrund meiner Frage ist, dass ich selbst auch einiges an Zubehör verbauen würde sofern ich mir die AT kaufe und noch Ideen sammel, wie ich das am besten alles unterbringe.


    Danke
    Alex

    Ich geh mal von den deutschen Sozialversicherungen (die eigentlich nicht in einem Motorrad Forum diskutiert werden sollten...) zurück zur ursprünglichen Frage.


    Ich würde behaupten, dass sich die Handwerker das selbst zuzuschreiben haben. Da gibt es einige schwarze und einen Haufen Hell- bis Dunkelgrauer Schafe aber nur überaus wenige weiße. Ich habe auch im Laufe meiner (technischen) Ausbildung immer mehr gemerkt, dass einige Handwerker versuchen, einem mit Falschinformationen, ausgelassenen Informationen oder richtig dreisten Lügen mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Da werden Sachen berechnet, die nicht gemacht wurden, zusätzliche Sachen durchgeführt, die nicht abgesprochen waren und eigene Fehler dem Kunden aufgedrückt. Ich habe für jeden dieser 3 Punkte ein persönlich erlebtes Beispiel aus dem KfZ Bereich, das jünger als 2 Jahre ist.
    Außerdem gibt es nur noch sehr wenige echte Mechaniker, die ein Problem auch mal richtig untersuchen und mit sinnvollen Lösungsvorschlägen kommen. Bei Autos noch schlimmer als bei Motorrädern (gefühlt) aber viele (vor allem OEM) Werkstätten klemmen nur den Diagnosecomputer ran und tauschen das Teil, das einen Fehler geworfen hat. Und wenn kein Fehler gesetzt wurde hat das Auto auch nichts (ich hatte tatsächlich einmal diese Diskussion, dass das Auto in Ordnung wäre, weil ja kein Fehler im Speicher hinterlegt ist).
    Ich will nicht behaupten, dass das ausnahmslos auf alle Werkstätten zutrifft. Es gibt sicher auch kleine Juwelen da draußen wie die oben genannte Fahrwerkswerkstatt. Die sind aber inzwischen (zumindest meinem Empfinden nach) sehr rar geworden.
    In Sachen Kraftfahrzeuge bin ich inzwischen an einem Punkt angelangt, an dem ich nur noch mir selbst, meinem Schrauberkumpel und dem Besitzer einer bestimmten Selbsthilfewerkstatt traue. Alle anderen die ich bisher kennengelernt habe besuche ich in den nötigen Fällen eher auf Grundlage des geringsten bisher erlebten Übels. Ich weiß, dass ich nicht alles perfekt mache aber wenn etwas schief läuft weiß ich wenigstens, wer daran Schuld war. Und ich weiß, dass ich nicht zig hundert Euro dafür bezahlt hab, dass irgendjemand anders pfuscht.


    Und zum selbst mitbringen: auch das ist ein selbstgemachtes Problem. Ein Freund von mir hat erst letzten Monat zum Service seines VW das Originale VW Öl selbst mitgebracht. Dieses hat er vorher beim selben Händler (bei der Ersatzteilbestellung) für ca die Hälfte des von der Werkstatt aufgerufenen Preises gekauft. Und selbst das war noch deutlich teurer als frei erhältliche Markenöle mit den gleichen Spezifikationen. Es wäre einfach dumm, wenn er für die exakt selbe Leistung (das selbe Öl) über Hundert € mehr bezahlen würde.


    Ich gehe immernoch jeder Werkstatt erstmal weitestgehend ohne Vorurteile entgegen, habe aber durch fast ausschließlich mäßige bis schlechte Erfahrungen eine gewisse Vorsicht entwickelt und lasse mir deshalb die durchgeführten bzw durchzuführenden Arbeiten normalerweise soweit erklären, dass ich ihre Notwendigkeit einsehe.


    Alex