Beiträge von pip

    In den Punkten Gewichtsverteilung und Fahrzeugstabilitaet bin ich absolut anderer Meinung. (Obwohl auf meinem Alltagmotorrad ein Topcase sitzt.) Das Thema ist aber nicht neu, und alle Argumente wurden schon an diversen Stellen genannt.

    Das Navi ist ja immer im Blick, selbst wenn man den Blick nicht vom Weg nehmen will (s.u.). So brache ich keine Ansagen. Unter dem Helm nutze ich meist Bose QC-20 Kopfhoerer, die unterdruecken auch direkt den Fahrtwind (Active Noice Cancelation). Momentan ist auch ein Freecom4+ verbaut, das gefaellt mir aber gar nicht.

    036-M.jpg

    Pendeln hin oder her - viele Topcases haengen weit oben und hinterhalb der Hinterradachse, wo das Gewicht mit einem langen Hebel am Motorrad-Schwerpunkt zieht. Ob man das beim Fahren merkt, haengt sicher auch von Fahrweise und Streckenwahl ab - ich mag es nicht.

    Ich habe auf Reisen Seitentaschen fuer alles Schwere, da mir Koffer im Gelaende zu gefaehrlich sind - auch Tankrucksack oder eine Tasche auf dem Sozius waeren da im Weg. Ein kleines, abschliessbares Topcase ist eine nette Ergaenzung, um Kleinigkeiten zu transportieren. (Hier ein Foto von Duplicate Holgi.) Das Ding ist verschraubt, bleibt also drauf.


    13157-20200606-102721-jpg


    Meine GS war mit 2x38 Liter Aluboxen hinten weit schmaler als die Zylinder vorne, die habe ich fast nie abgenommen, und ein Topcase war unnoetig. Viele Moppeds bringen es heutzutage mit Koffern auf 1m und mehr - kein Wunder, wenn das manchem klobig und unhandlich vorkommt.


    Gruss,

    Pip

    Interessant. Ist jemand regelmaessig in der Stadt unterwegs und kann einen Unterschied bei der Behandlung der Fahrradfahrer bemerken, seitdem die Regeln angezogen worden sind?

    Topcase offen?

    :zwinker:


    Mein Eindruck ist, dass dies regional sehr unterschiedlich ist. Hier in der Gegend kommen mir die Leute toleranter vor als weiter im Norden. Vielleicht macht das die Naehe zu Frankreich ...


    PS: Es mag auch sein, dass die Rettungsgassen-Thematik bei manchen das Thema 'Durchschlaengeln' und den inneren Sheriff wieder aufleben lassen.

    Ich vertraue keinem anderen - insofern fahr ich auch ungern Fahrzeugen hinterher, an denen ich nicht vorbei gucken kann. Wenn ich auf ein anderes Fahrzeug auflaufe, positioniere ich mich so, dass ich sehen kann und gesehen werde, bis ich ueberholen kann. An Kreuzungen kann das auch bedeuten, zu wedeln, weit rechts oder links in der Spur zu fahren, damit Verkehr auf der Gegenspur bzw. in Einmuendungen mehr als den Helm von mir sieht.

    Vorm Ueberholen gibts dann vielleicht auch Lichthupe oder Laerm, damit ich dabei bemerkt werde. (Mein einziger Unfall bisher passierte, weil ein Auto unangekuendigt und ohne zu gucken scharf nach links zog.) Ist abzusehen, dass ich nicht ueberholen kann, dauert es meist nicht lange bis ich mich unbewusst soweit habe zurueckfallen lassen, dass ich nicht von der Fahrerei des Fahrzeugs vor mir beeinflusst werde.


    Mir geht es beim Ueberholen selten darum, schneller ans Ziel zu kommen oder 5 km/h schneller fahren zu koennen. Ich fahre einfach entspannter und sicherer ohne Auto vor mir.