Also ich zeige Euch mal wie eine ernstgemeinte Africa Twin korrekterweise auszusehen hat:
Beiträge von Reisender
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Und hier mein persönlicher Eindruck, ohne dass ich sie bereits gefahren wäre:
Die Optik ist für mich inakzeptabel. Vor allem die Front und der "Hängebauch" - Sprittank. Da können die Handlingvorteile noch so gewaltig sein.
Die Federung soll sehr hart sein. Das ist vielleicht sportlich, aber überhaupt nicht mein Ding. Ich genieße das ach so "schwammige" Fahrwerk der AT.
Schon zu Beginn der Produktion der 790er werden einige Komponenten in China gefertigt. Und KTM plant binnen zweier Jahre die komplette Fertigung nach China zu verlagern. Billig produzieren - teuer verkaufen. Geniale Geschäftsidee. Da waren in Mattighofen sicher wieder einige Boni fällig.
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Ich bin immer noch mit der ATAS im Urlaub unterwegs.
Seit dem Gavia kam dieses Problem nicht mehr vor.
Letzte Tankung vor dem Gavia war in Brescia
Wasser im Tank könnte schon sein,
Aber nach dem Neustart an der Passhöhe lief sie tadellos?
Zufall?Wie sieht es denn mit Unterdruck im tanksystem aus?
Ein leichtes zischen hatte ich schon beim öffnen des Tankdeckels.
Habt ihr das auch nach einer Fahrt?Grüße Andreas Weber
Hallo Andreas,
mein Freund hatte den gleichen Effekt im März 2018 an seiner neu gekauften Dorsoduro 900 festgestellt. Der darauf angesprochene Händler meinte dass dies konstruktiv so vorgesehen sei, eine neue (anti-) Emissionsvorschrift, damit keine Benzindämpfe in die Umwelt entweichen sei ein Unterdruck vorgesehen. Was ich davon halten soll weiß ich nicht. Meine 2017er SD06 hat jedenfalls noch nie gezischt beim Öffnen des Tankdeckels und ein Aktivkohlefilter ist mir auch nicht aufgefallen.Eine diesbezüglich gravierende Erfahrung habe ich allerdings 1985 mit meiner ladenneuen XT 600 Z Tenere gemacht. Die wollte im kalten Zustand permanent nicht anspringen. Ich habe das damals auch gefilmt und habe einen Video auf VHS auf dem zu sehen ist, wie meine Frau und ich abwechselnd gekickt haben. So etwa nach dem 250. mal bequemte sie sich dann anzuspringen. Nachdem sich die Prozedur bei jedem Kaltstart ständig wiederholte ging ich auf Fehlersuche. Die Ursache: Beim Öffnen des Tankdeckels ertönte ein sehr starkes Zischen. Im Tank hatte sich ein solch starker Unterdruck aufgebaut dass ich den Tankdeckel gegen einen starken Widerstand richtig aufdrücken musste!
Der Teneretank hatte keine Entlüftung, ein konstruktiver Fehler. Bei laufendem Motor erwärmte sich der darüberliegende Tank, Sprit und Luftvolumen dehnten sich dadurch aus. Nach dem Abstellen des Motors kühlte der Tank dann langsam ab, der Inhalt in Form von Luft und Sprit nahm dadurch wieder ein kleineres Volumen ein, es entstand ein Unterdruck. Und dieser Unterdruck zog vermutlich zuerst die Schwimmerkammern der beiden Vergaser leer und verhinderte später eine Flutung derselben. Wir monierten das beim Händler, der zeigte sich überrascht stellte aber schnell fest, dass das Problem bei Yamaha inzwischen bekannt sei und wir bekamen einen neuen Tankdeckel mit Entlüftungsventil. Danach war Ruhe.
Ich kann mich aber nicht erinnern dass außer den Startproblemen noch eine Störung während der Fahrt aufgetreten wäre.Viele Grüße
Robert -
Stimmt, das spricht also eher für die Wassertheorie von Raggna. Hoffentlich gerate ich nie an solche Spitzbuben! 😫
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Der Link zu dem Video von NGK ist super, danke auch dafür. Habe ich meiner Tochter empfohlen, die ist in Ausbildung zur Kfz - Mechatronikerin und weiß gut gemachte Animationen immer zu schätzen.
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Eine andere Möglichkeit wäre verschmutzter Sprit durch aufgewirbelten Bodensatz im Tankstellen-Tank. Die Sedimente verstopfen Vergaser anhaltend, das legt sich in der Regel auch nicht mehr von alleine, da ist Zerlegen angesagt. Ich vermute, dass wird bei einer Einspritzanlage auch nicht anders sein oder weiß da einer genauer Bescheid? Die Tankstellenbetreiber sind verpflichtet nach dem Bezug einer neuen Ladung Treibstoff durch ein Tankfahrzeug eine Wartezeit einzuhalten damit sich die aufgewirbelten Sedimente am Boden wieder absetzen können bevor Sprit entnommen werden darf.
Einem Bekannten ist das einmal mit seinem Porsche passiert, er erzählte mir dass er den Tanklastzug noch vom Hof fahren sah. Der Porsche musste in die Werkstatt, der Pächter stritt alles ab. -
Wie hat denn der Tank von innen ausgesehen nach so vielen Jahren? Und der Vergaser? Hast Du das gute Stück wieder anständig zum Laufen bekommen? Ich hätte jetzt mal vermutet eher nein....
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Diese automatischen Blinkerrückstellfunktionen treiben mich zur Weißglut. Ich bin davon an meinem BMW betroffen. Es ist nervig und zudem oft auch gefährlich:
- Es blinkt weiter, obwohl ich dadurch anderen Verkehrsteilnehmern eine falsche Information vermittle. Versuche ich den Blinkhebel manuell zurückzustellen, verlängere ich das automatische Intervall noch zusätzlich! Dabei ist es egal, ob ich ihn rechts oder links antippe, er blinkt dann halt nochmal zusätzlich dreimal rechts oder links.- Ich will hinter einer leicht geschwungen verlaufenden Passage innerhalb einer Ortschaft von der Vorfahrtsstraße abbiegen und halte den Blinkerhebel deshalb gedrückt um die durch Lenkbewegungen verursachte Rückstellung zu vermeiden - so kenne ich das aus der Zeit VOR den kleinen elektronischen Helferlein. Jetzt: Pustekuchen! Der Blinker geht aus obwohl andere Verkehrsteilnehmer auf eine eindeutige Richtungsanzeige angewiesen wären! Ich muss ihn loslassen und nochmal betätigen, je nach Streckenverlauf mehrmals auf ein paar wenige Meter. Das kostet Zeit und vereinnahmt Konzentration die an solch unübersichtlichen Situationen mit der Beobachtung mehrerer warteflichtiger Verkehrsteilnehmer besser angebracht wäre.
All dies sind nervige, vermeidbare Unwägbarkeiten die mit einer normalen, manuellen Blinkbetätigung nicht in Erscheinung treten würden. Ich bin echt froh, bei meiner 2017er AT von so einem Sch... verschont zu bleiben!
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Versuche es mal mit Zwischengas beim Runterschalten.
Hatte bei mir mit jeder Schaltung gut gefunzt.
Dem kann ich nur zustimmen. Zwischengas beim Runterschalten funktioniert bei mir schon stammhirngesteuert, ohne darüber nachzudenken. Das war bei älteren Motorrädern auch nötig, aus dieser Zeit stammt noch dieses antrainierte Verhalten. Deshalb schaltete sich meine neu gekaufte AT schon immer butterweich. Ohne Zwischengas: Keine Ahnung, habe ich nie ausprobiert!
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Noch ein Nachtrag zu überaltertem Benzin - für technisch interessierte.
Ich hatte mal ein defektes Motorrad als Teileträger billig erstanden - ebenfalls eine Freewind - mit sechs Jahre altem Sprit im Kunststofftank. Unten sammelten sich irgendwelche festen, sehr feinkörnigen Sedimente brauner Farbe, dem Überstand war allerdings kein Unterschied zu herkömmlichem Benzin anzusehen und deshalb habe ich beschlossen, die etwa drei Liter als Waschbenzin für spezielle Reinigungszwecke einzulagern.
Eine Gelegenheit ergab sich dann etwa auch ein weiteres Jahr später: Wir hatten eine alte, total verkommene und funktionsunfähige Strickmaschine gekauft um diese wieder flott zu machen, darauf sind meine Frau und ich mittlerweile schon spezialisiert. Außer den üblichen Funktionsausfällen an überalterten Elektrolytkondensatoren und depolymerisierten Schaumstoffen der Nadelsperren gilt es auch stets, die total verharzten Nadeln zu reinigen. Und da fiel mir mein altes "Waschbenzin" wieder ein! Die Nadeln wanderten in ein großes Einmachglas worin sie vom alten Sprit umspült wurden. Damit sich alles gut löst wollten wir das über Nacht einwirken lassen um am nächsten Tag die Arbeiten fortzusetzen.
Leider kam uns etwas dazwischen und so verblieben die Nadeln unbeabsichtigt ganze drei Tage in der Lösung. Ich machte mir da auch keine Gedanken, denn von einer korrosiven Wirkung von Benzin auf Metall hatte ich bisher noch nichts gehört. Um so größer war unser Erstaunen, als wir schon durch das Glas erkennen konnten dass die Nadeln, eigentlich aus legiertem, korossionsbeständigem "Edelstahl" bestehend, sich stark dunkel verfärbt hatten und eine sehr rauhe Oberfläche zeigten. Sie waren damit nahezu unbrauchbar geworden da die zu verstrickende Wolle beim schnellen Darübergleiten unbedingt auf glattpolierte Oberflächen angewiesen ist!
Nach langer Internetrecherche fand ich endlich eine befriedigende Erklärung für diese unerwartete Aggression des alten Sprits auf einer Chemikerseite: Es ist der Benzolanteil im Sprit, der nach dem Verbot der Bleibestandteile zum Großteil für die Klopffestigkeit verantwortlich ist. Benzol wandelt sich im Laufe der Zeit, hier waren es geschätzt sieben Jahre, in Essigsäure um. In unserem Fall reichten drei Tage um einer widerstandsfähigen Legierung so zuzusetzen. Jetzt muss man nur mal abschätzen, auf welche metallischen Strukturen verbleibender Sprit im Kraftstoffsystem eines über Jahre stillgelegten Fahrzeugs einwirken kann...PS: Nach dieser Info machte ich zum ersten mal auch eine Geruchsprobe an dem Kanister mit der alten Plörre: Stimmt! Riecht wie Essig. Was man nicht alles dazulernen kann im Laufe von vielen Jahrzehnten Schrauberei!