Beiträge von Kandidatnr2

    Also Männer, wir sind ja keine 14-jährigen Mädchen hier, die beim Mobbing aus dem Kellerfenster springen. Wir haben gefestigte unterschiedliche Charaktere auf fast glichen Motorrädern. Und ich behaupte mal, hier ändert sich niemand, nur weil im Forum einer heult. Ich denke auch nicht, dass das einer erwartet. Wir haben hier das "Glück" schon deshalb den gleichen Geschmack zu haben, weil wir uns für ein bestimmtes Motorrad entschieden haben. In markenoffenen Foren (z.B. Netbiker oder -Motor-Talk) geht es sehr viel ruppiger zu, schon aufgrund der unterschiedlichen Motorräder.

    Auch die Gegend spielt immer wieder eine Rolle. Die Empfindlichkeiten der Friesen sind andere als die der Bayern. Und beim Schreiben fehlt die Mimik. Und die ist durch ein Smiley nur schwer zu ersetzen.

    Es bleibt eine Wellenbewegung, mal ist aufregend, mal langweilig.


    Foto vom BER, Erläuterung:


    Bis nach der Wende 1990 hatte Berlin (West) insgesamt drei Flughäfen. Berlin-Tempelhof, Berlin-Tegel und Berlin-Gatow. Während Tempelhof und Tegel auch für zivile Flüge zugelassen war, war Gatow ausschließlich militärischen Flügen vorbehalten. Historisch betrachtet waren die Flughäfen den drei alliierten Mächten Amerika (Tempelhof), Frankreich (Tegel) und England (Gatow) zugeordnet.


    Der Ostteil Berlins, der die „Hauptstadt der DDR“ bildete wurde über den Flughafen Schönefeld bedient, der überwiegend im Umland Berlins lag und nur ein kurzer Teil der nördlichen Landebahn auf dem Gebiet der Stadt Berlin lag. Zu sehen immer noch auf Luftbildern in Google Maps.


    Alsbald nach der Wende wollte man einen für die neue Hauptstadt repräsentativen Flughafen schaffen und andererseits die Stadt vom Flugverkehr entlasten. Zur Wahl standen drei Standorte. Neben Jüterbog und Sperenberg auch die Erweiterung des bisherigen Flughafens Schönefeld.


    Neben politischem Gezerre entstand nun auch ein Run auf die angrenzenden Grundstücke, denn die mussten ja für den Bau enteignet werden. Und so wurden Ackerland und Wald plötzlich spekulativ für Millionen gehandelt. Die Entscheidung fiel 1996 schließlich für Schönefeld.


    Daraufhin begannen diverse Gerichtsverfahren zur Verhinderung des Baus von Anwohnern, Umweltorganisationen u.a. Im Jahr 2006, also 10 Jahre nach der Entscheidung wurde endlich mit dem Bau begonnen.


    Nach diversen Verzögerungen und Verschiebungen sollte der BER (Flughafen Berlin Brandenburg) „Willy Brandt“ schließlich am 1. Juni 2012 öffnen. Hierfür hatte ich bereits Flugtickets für einen Flug nach Olbia (Sardinien) am 3. Juni 2012. Leider wurde daraus nichts und wir mussten doch noch ab Tegel fliegen. Wer hätte gedacht, dass es noch acht weitere Jahre bis zur Eröffnung dauern würde, nur weil eine Brandschutztür nicht funktionierte. Die anschließende Untersuchung brachte eine Mängelliste zusammen, die Überlegungen zuließ, den Flughafen abzureißen und komplett neu zu bauen.


    Der Umzug von Tegel nach Schönefeld und die Eröffnung des Betriebes verlief erstaunlich reibungslos. Der Grund hierfür war das durch das Corona-Virus total zusammengebrochene Fluggastaufkommen im Jahr 2020. Unter Volllast hätte das nie im Leben geklappt. Glück gehabt.


    Über die 8 Milliarden sag ich jetzt mal nichts.

    Ich hätte jetzt aber gern ein Foto vom Stuttgarter Bahnhof mit Erläuterung.