Beiträge von Kandidatnr2

    Du hast bei Deiner siebenjährigen Klimaabkühlung schon den Fehler mit den zeitlichen Abläufen gemacht ... Bei der Plattentektonik sind es Millionen Jahre.

    Tatsache ist, dass es viele Sachen gibt, die in den letzten 70 Jahren gewachsen sind, die nicht umweltverträglich sind. So ist es für viele selbstverständlich geworden, sich einmal im Jahr in den Flieger zu setzen und zu einem Urlaubsziel der Wahl zu fliegen. Und je mehr man das macht, je mehr Fahrzeuge man vor der Tür parkt, desto höher ist der erreichte und häufig schwer erarbeitete Lebensstandard.

    Von diesem Lebensstandard, der ja vermeintlich das Glück auf dieser Erde darstellt, werden wir wieder ein Stück hergeben müssen. Der Umweltgedanke, der Verbrauch von Ressourcen und die Nachhaltigkeit werden mehr in unsere Entscheidungen einfließen müssen.

    Einer meiner Profs sagte mal, dass es eine Diskussion nur zwischen Leuten mit gleichem Bildungs- und Wissensstand geben kann - alles andere sei Frontalunterricht.

    Ist hier so ähnlich. Ich will mir nicht anmaßen, über den Klimawandel tatsächlich fundierte Kenntnisse zu haben, denn ich habe was anderes studiert. Für den Rest meines Lebens reicht es, das Wetter von morgen zu kennen- und das ist schwierig genug. Dennoch kann man Fachleuten Vertrauen schenken, ohne eine Propagandaindustrie dahinter zu vermuten und Verschwörungstheorien anzuhängen. Klar, stellt sich auch intellektuell die Frage, wer frei ist in seinen Gedanken.

    Gehst mit einer tropfenden Nase zu mehreren Ärzten und die meisten werden sagen: Das ist ein Schnupfen oder besser ein grippaler Infekt. Aber unter hundert ist bestimmt einer dabei, der röntg die linke Wade und gipst die ein. Und dann kommen zwei weitere, die bestätigen dir, dass es an der Wade zwei Akkupressurpunkte gibt, die das Tropfen der Nase stoppen.

    Ich bin weder Klimaforscher noch Arzt, aber neben einem gesunden Menschenverstand sollte man auch so etwas wie Grundvertrauen in einen gewissen Mainstream haben.

    Daran zu arbeiten, die Welt sauberer und besser zu machen, kann auf jeden Fall nicht schaden.

    Es ist eine Frage der eigenen Kompetenz. Hier gibt es Dachdecker, die können ein Dach decken, Rohrleger, die können ein Rohr legen und Fliesenleger, die können Fliesen verlegen. Dann gibt es Ärzte, Juristen und Apotheker und Meteorologen und Klimaforscher.

    Ich würde mich von einem Klimaforscher nicht operieren lassen und Fliesen dürfte der auch nicht bei mir verlegen. Aber jeder Depp bildet sich ein, wissenschaftlich fundierte Aussagen zum Klimawandel posaunen zu können. Ist wie beim Fußball. Jeder ist Bundestrainer.