Alles anzeigenich stimme dir zu das man sich nicht auch noch ein schlechtes Gewissen einreden lassen sollte, finde aber den Ansatz von " Fish" sehr gut aktiv dagegen vorzugehen. Auch wenn möglich den Klapphelm aufzumachen und zu lächeln kann helfen. Diese Kinder sind die Entscheider von Morgen.
(OT) Man kann/sollte noch viel weiter gehen:
Wenn sich JEDER TÄGLICH vornimmt, heute die Welt ein Mü besser zu machen, leben wir bald in einem Paradies! Und da braucht es nicht viel: Das Wichtigste ist WERTSCHÄTZUNG! Wertschätzung von Menschen, Tieren, Dingen.
Ich nehme mir täglich vor (und vergesse es leider zu oft!), "die Saat des Guten" zu säen, mit Freundlichkeit, Lächeln, netten Gesten. Klingt lächerlich, funzt aber phänomenal. Ihr glaubt gar nicht, wie das hundertfach zu Euch zurückkommt. Fangt mal an, in "Eurem" Supermarkt Leute vorzulassen, die im Stress sind und nur wenige Dinge kaufen. Abgesehen vom freundlichen Dank werdet Ihr nach einigen Monaten feststellen, dass sich diese Sitte plötzlich verbreitet und alle ein wenig netter miteinander sind. VORBILD SEIN!
Wie oft man Vorbild ist, kann man selbst gar nicht abschätzen. Gestern hat mir meine 24-jährige Tochter erzählt, wie sehr sie mein Verhalten bei einer gemeinsamen Urlaubsreise - sie war damals noch nicht mal 10!!! - geprägt hat. Ich hatte damals im Hotel einen Bungalow bestellt und, da ich dort schon öfter dort war, darauf hingewiesen, dass es eben NICHT die Nr. 1 sein sollte. Die lag nämlich neben der hoteleigenen Kläranlage. Natürlich haben wir die Nr. 1 bekommen. ![]()
Die olfaktorische Belästigung hielt sich in Grenzen, man konnte hin und wieder am Nachmittag etwas erschnuppern, aber da ging man ohnehin nur zum Bungalow, um Sonnenmilch zu holen o.ä. Nichtsdestotrotz hätte man ein Riesentheater veranstalten können.
Ich habe mir statt dessen einen Termin beim Manager geben lassen - mit Tochter im Schlepptau.
Nach Schilderung des Problems/Vorgangs fragte mich der Manager, wie er denn meinen Schaden (finanziell) kompensieren könne - ein Ersatzbungalow stand nicht zur Verfügung. Ich antwortete, dass ich nichts erwarten würde und auch nichts brauche - ich wollte mit meiner "Reklamation" nur verhindern, dass sich sowas wiederholt und mein Scherflein zum Qualitätsmanagement des Hotels beitragen. Sichtlich irritiert dankte mir der Mann und verabschiedete uns. Die Tochter war sauer mit mir. "Wir hätten uns was wünschen können!!! Aaaaargh!" (Der Wunschtraum jeden Kindes - und Papa macht einen auf großzügig...![]()
Am Abend lag ein Brieflein vom Manager auf dem Schreibtisch. Von Hand geschrieben. Er habe so etwas noch nie erlebt und möchte sich für unseren Großmut bedanken. Also habe er für unsere Familie für übermorgen einen Katamaran mit Personal & Trallalla gechartert, der uns zur freien Verfügung stünde (in Euro ausgedrückt, entsprach das mehr als der halben Bungalowmiete!) . Natürlich wurde das beste Tag des gesamten Urlaubs. Ich habe mich dann mit einer Flasche Cognak und einem ebenso netten Brieflein bedankt...
... mit dem Ergebnis, dass für die restlichen Urlaubstage jeden Abend eine Flasche Wein im Sektkühler bereitstand ![]()
Wenn man andere stets so behandelt, wie man selbst behandelt werden möchte, zahlt sich das aus! Nicht immer so "exzessiv" wie in diesem Beispiel, aber manchmal ist ja auch ein Lächeln viel wert...