So Leute, heute ging mir mit dem Reifen die Straße aus.
Der Plan war am Riedbergpass, in einer Linkskurve überholen ansetzen, auf der Gerade am Käfig vorbeiziehen und vorne auf der Bremse VOR der Rechtskurve Tempo abbauen und dann auf der Bremse dann einlenken. Die Strecke kenne ich, bin sie schon oft gefahre, NUR halt immer mit meiner Boxer oder der KTM letzthin meiner Freundin.
Nun, Manöver gestartet, alles lief bestens, nach dem wieder Einscheren und genug Abstandsgewinn zum Käfig ins Eisen und herunterbremsen. Nix da, ABS machte auf und der Reifen wimmerte nur. Das ganze aufwärts. Das war ein echt beklemmendes Gefühl, wenn die Karre nicht langsamer werden will (ist sie natürlich schon, aber nicht so wie ich das gewohnt bin) und die Kurve näher kommt. Gegenverkehr war keiner da und so entschied ich mich, das Bremsmanöver aufrecht weiter über die Gegenfahrbahn zu verlängern, stets mit voll gezogener Bremse. Ging dann alles gut, fuhr ja nicht auf der letzen Rille, aber die Reserve, die ich hatte, benötigte ich voll. Das gab und gibt mir zu denken.
Fazit: Nie mehr so ein Stollenreifen von Pirelli. Ich hatte das Gefühl, dass im Nassen andere Reifen mehr bremsen als der im Trockenen.
Ich stelle mir nur die Frage, ob ein Pendat einer anderen Marke, z.B. Michelin da besser funktionieren würden?
Ich bin auch draufgekommen, dass hinten Mitbremsen echt was bringt. Ich bin erstaunt, wie viel Last selbst bei Vollbremsung vorne hinten noch auf dem Reifen lastet. Da wäre vorne also noch viel drinnen, was aber, zumindestens mit dem STR, nicht der Fall ist. Ich kann mir das nur damit erklären, dass die Stollen, die sich zu stark verbiegen, den Regelrhythmus des sicher sehr guten ABS aus dem Takt bringen. Es wäre interessant zu wissen, wie der Reifen z.B. auf anderen Enduros mit anderen ABS funktioniert.
Im Namlostal dann heute war ich wieder so erstaunt, wie gut selbst so ein Stollenreifen ums Eck geht und sich die ATAS so mühelos fahren ließ.
Ich werde auf einen Straßenreifen (höchstwahrscheinlich CTA3) wechseln wird eh bald sein müssen, der Reifen hat jetzt 3000km und schaut echt mitgenommen vorne aus. Hinten ist er aber noch ganz gut.
Ich kann fast nicht glauben, dass mopedreifen.de mit dem Reifen auf der Rennstrecke fuhr. Der Firmeninhaber ist ein extrem guter Fahrer und hat jahrelange Rennerfahrungen, also sicher ein sehr versierter Fahrer, der den Reifen nicht schonte.