Bist du so nen "schweineschweren Eimer" aktuell schon gefahren? Du wirst dich wohl wundern, wie dynamisch dir das Ding am Arsch klebt, während du dich vorn mit deiner Gebückten einen abmühst und du den großen Schatten im Rückspiegel einfach nicht los wirst. 
Gerade der Trümmer GSA ist mit seiner Masse inkl. Gepäck und eben auch vollgetankt sowas von agil zu bewegen. Ich rede hier nicht von Rennstrecke, sondern vom "normalen" Kurvenwetzen auf Bergpässen. Wo man in der Regel eben auch mit Gepäck unterwegs ist.
Da sind diese Trümmer einfach ne Macht. Wenn man eben auch fahren kann.
Und ja, auch oder gerade ein Panzer wie die GSA ist auch eine Geschmacksfrage. Trotzdem kommt da eben ordentlicher Reisekomfort, klasse Wind- und Wetterschutz dazu. Und die Adventure der GSn ist eben wegen des mehr an Federweg auch noch komfortabler auf sehr schlechten Pisten zu bewegen. Die normale GS als Rally oder HP mit gleichem Federweg ist hier aber härter abgestimmt.
Ich bin aber kein GS Fan, fahre weit lieber Multistada. Doch ich habe dieses Thema auch mal ausprobiert und muss sagen, fahrtechnisch funktioniert dieses ausgezeichnet.
BerryBlack Mensch, wenn für dich eine Tour in Europa schon zu einer Weltreise gehört, verstehe ich natürlich dein Bestreben. Aber richtige Weltreisende verschiffen eben auch ihre Fahrzeuge in einem Container auf einen anderen Kontinent und fliegen anschließend hinterher. Oh Wunder.
Wenn es für dich maßgebend ist, mittels Zusatztanks möglichst viel Spirt zu bunkern, um ach so viele Kilometer ohne jeglichen Stopp durchfahren zu können, dann kannst du das ja gern so machen auf deiner Europatour.
Ich hingegben nutze die Möglichkeiten, die mir auf diesem Kontinent gegeben sind. Lasse mein Bike in die schönsten Ecken von Europa transportieren und fliege entspannt hinterher. Ich spare mir zähe kilometer- und reifenfressende Anreisen auf wenig attraktiven Schnellstraßen.
Auch würde ich mein Motorrad nicht mit unnützen Spritvorräten zusätzlich beschweren. Dafür sind wir in der Regel zu dynamisch unterwegs. Den Unterschied sollte an sich ja jeder selber zwischen vollem und leerem Tank erfahren können.
Ich fahre lieber alle etwa 400km tanken. Trinke selber was und werte die gerade gefahrene Etappe mit meinen Jungs erheiternd aus.
Abschließend gesagt, ich nehme nur so viel Sprit mit, wie unbedingt sein muss. Ja, meine Hyper mit nur noch 9,5l Tankvolumen war einfach zu unpraktisch. Aber eine GSA oder Multi Enduro mit 30l Tank habe ich nur selten vollgetankt, da die anderen in der Gruppe meist nur 20l oder gar weniger an Bord hatten.
Noch mehr Sprit benötigt man mMn vielleicht im Outback aber doch sicher nicht in Europa.
Warum fuhr ich dann solche 30l Bomber? Ganz einfach, weil ich es kann, weil ich sie geil finde, gerade die MTSE die offroad- und reisetauglichste Ducati war und es eben auch besseren Wetterschutz mit dem dicken Tank vor den Cochones gibt. Und auf den Bergpässen nahm uns irgendwie nie einer die Wurst vom Brot.
Nur einmal trafen wir in den Pyrenäen auf ein ganz verrücktes Ehepaar mit einer Pan European aus A oder CH. Wäre der Fahrer die Auspuffe nur so schleifen ließ, machte die Sozia entspannt Bilder von der Umgebung und wahrscheinlich von den verdutsten Gesichtern der Hinterherfahrenden. Nur die schleifenden Auspuff haben diesen Typen in den Kehren einbremsen können. Das war echt ein Spaß anzusehen.