Erstmal Chapeau das du das überhaupt hier schreibst, die meisten trauen sich das gar nicht.
Die 1 Frage die sich stellt, fährst du überhaupt so " schlecht " durch Kurven oder vergleichst du dich zu sehr mit anderen.
Ein gewisses Maß an Schräglage sollte jeder machen, die Pflicht sozusagen, danach kommt die Kür. Man muß nicht so schräg und schnell daher kommen wie jemand anderes, es muß nur reichen für das eigene Wohlbefinden und den eigenen bevorzugten Fahrstil. Es gibt immer jemand der schräger und schneller ist.
Man sollte auch seine persönliche Grenze akzeptieren lernen ( oder bewußt entscheiden es zu ändern) und damit leben .
Das bringt mich zum zweiten Thema, und so wie du es schilderst zu deinem Hauptproblem. Die mentale Ebene.
Einige hier schrieben es schon. Du verkrampft, schlimmstenfalls Angst, zumindest aber verkopft.
Da hilft natürlich ein Kurventrainig ( wie schon mehrfach erwähnt) aber es gibt auch ein paar simple Tricks sich auf dem Motorrad ( oder sonst wo) wohler zu fühlen.
Locker werden, Schultern fallen lassen ( nimmt die Anspannung aus dem Oberkörper und den Händen)
Oberkörper aufrichten, den Kopf von rechts nach links drehen, die Gegend genießen...
Singen oder summen um den Geist abzulenken und die Intuition des Fahrens zu fördern und zu entspannen.
Ich persönlich würde meinen Haupt Fahrstil als Swingen beschreiben. Nicht so schnell das ich mich zu 100 % fokussieren muss und noch Luft nach oben ( respektive nach unten), bzw langsamer werden kann wenn es dann doch nötig wird und die Fahrt zu genießen.
Tief Durchatmen z.b,
all die Dinge die man auch sonst anwenden kann im Leben um sich locker zu machen.
Beim Skifahren lernen, z.b wirft man sich gegenseitig Bälle zu, man denkt gar nicht darüber nach wie das Fahren geht und macht es intuitiv richtig.
In einer Gruppe fahren, bzw. Jemanden einzeln hinterher fahren der einen nicht überfordert, kann hilfreich sein, um zu sehen "geht doch".
Fährt man immer alleine, weiß man eigentlich auch nie wo man fahrtechnisch steht und entwickelt sich irgendwann auch nicht weiter.
Ganz wichtig sich die Blickführung bewußt machen und trainieren. Man fährt wohin man schaut.
Das alles wird dir auch ein guter Instruktur vermitteln und ansonsten...
üben, fahren, üben Grüße
HeinoAT