Moin Männers, ich krame den Thread mal wieder hoch, denn aktuell ist das Thema bei mir auf der Tagesordnung.
Hab gestern den Schaltmotor des DCT auch nach Ferganez' Anleitung (Danke nochmal dafür) gereinigt, Maschine hat aktuell 34999 km runter.
Aber ich muss weiter ausholen:
Letztes Jahr im August habe ich mit der Frau eine kleine Wochenendausfahrt ins Vogtland unternommen, aber so weit sind wir erstmal nicht gekommen.
Nach ca. 25 km bemerkte ich ein komisches Schaltverhalten. Das Motorrad hing mehrfach in einer Schaltstufe fest und nur durch manuelles Hochschalten konnte ich einen Gang höher schalten und dann nur noch manuell mit mehrfachen Druck auf die + Taste, nach 2 km ging dann gar nix mehr und er schaltete weder hoch noch herunter, hing im 3. Gang fest.
Durch gelesene Hinweise hier aus dem Forum wurde mir klar, das es sich um eine teilweisen Ausfall des Schaltmotors handelte.
Nach Abstellen des Motors und Zündung ein habe ich durch drehen des Hinterrades wieder den Leerlauf gefunden und konnte das Motorrad starten.
Habe dann mehrfach vor den Schaltmotor getreten (nix anderes Adäquates zur Hand ähh Fuß gehabt) und hab dann Probefahrten allein durchgeführt, meine Frau erstmal in den Schatten setzen lassen.
Leider hat es nicht wie gewünscht geklappt, denn die Schaltvorgänge waren wieder verzögert oder klappten gar nicht.
Zum Glück in der Nähe ein Honda Händler, ca. 2km weg.
Wir dahin im 2. Gang und das Problem geschildert, Werkstattmeister ist dann eine große Runde gefahren, war ca. 20 min weg. Was er da gemacht hat, hat er nicht gesagt, ich vermute mal, er hat auch mehrfach gegen den Schaltmotor geklopft/geschlagen.
Nach meiner Bemerkung, das nach einer gewissen Zeit im Schaltmotor Ruckstände der Kohlen zu Schaltfehlern führen und keine korrekten Schaltungen mehr durchgeführt werden, tat er ins Reich der Mythen ab, da brauchte ich mit ihm nicht zu diskutieren, dieses hätte er noch nie gehört.
Auf jeden Fall haben sie nochmal den Tester drangegangen und ausgelesen, und Schaltfehler diagnostiziert, das hat der Fehlerspeicher ausgeworfen.
Da das Motorrad dann wieder nach Aussage des Meisters korrekt schaltet, das ganze Gerödel wieder ans Motorrad dran und weitergefahren. 50 Euro in die Kaffeekasse und gut wars.
Ohne Probleme dann auch am Urlaubsort angekommen.
Auffällig war aber immer so ein hörbares Klacken mittendrin, wie ein nicht korrekt durchgeführter Schaltimpuls, aber nicht zur korrekten Zeit, immer irgendwie mittendrin. Hab dieses Klacker/Knacken schon auf die Kette zurückgeführt, aber nach sorgfältiger Kontrolle kein festes Kettenglied o.ä. gefunden.
Jedenfalls mir diesen hin und wieder auftretenden Klacken auch wieder nach Hause gefahren, Getriebe schaltete aber korrekt.
Den Rest des Jahres nicht mehr so oft gefahren, aber Klacken war immer noch da.
Dann Winterpause und gestern das Zerlegen des Schaltmotors durchgeführt, siehe Bilder.
Ich fand das der Kommutator schon ziemlich eingelaufen ist, auch die Kohlebürsten hatten erkennbare Riefen.
Nun gut, ordentlich gereinigt, abgeschmiert und wieder zusammengebaut. Kurze Runde gedreht, aber Klacken ist immer noch vorhanden. Nochmal die Kette kontrolliert und gereinigt. Kette ist OK.
Hab dann aus der Not heraus einen neuen Schaltmotor bei webike bestellt und werde berichten.
Ich hoffe, das nach Wechsel des Schaltmotors eine Besserung eintreten wird.
Ich halte euch auf dem Laufenden.


