Beiträge von Alex80.2

    Das kann natürlich passieren, wenn dein Schalthebel von der Stabilität her mit eine Eisenbahnschiene vergleichbar ist.


    In der Regel verbiegt sich ein Stahlhebel bei einem ungünstigen Sturz. Dann biegt man das Ding wieder zurück und fährt weiter. Und das funktioniert auch nach mehreren Stürzen.

    Ein Aluteil fällt nach dem ersten oder zweiten Mal Zurechtbiegen ab.

    Ein Plastikteil sowieso.


    Ein verbogener Schalthebel ist auch meinem Kumpel an seiner 1250-er GS passiert. Wir konnten das auf der Stelle richten. Dann später haben wir den klappbaren Schalthebel von meiner AT (mit dem QS bekommt man ja einen neuen) eingebaut, passt hervorragend ohne großen Aufwand.

    Bis jetzt nach mehreren Offroadstürzen funktioniert der Hebel immer noch super.


    Und eine Frage an diejenigen, die an einem Plastikschalthebel nichts Schlimmes finden: ein Plastiklenker wäre für euch sicherlich auch ok oder? Erfüllt sein Zweck und wenn das Ding bei einem harmlosen Umfaller z.B an einer Tankstelle abfällt und eine Weiterfahrt ausgeschlossen ist dann ist man selber schuld und zu blöd dafür oder?

    Ich glaube mich zu erinnern, dass am Anfang, wo die 1000er Mangelliste noch aktiv geführt wurde, gab es eine AT die auch im Neuzustand sehr viel Öl verbraucht hatte. Ich glaube der Besitzer hat einen neuen Motor bekommen. Aber das ist schon lange her, muss man nachlesen..

    Die Horrorgeschichten habe ich gelesen und es war mir bewusst, dass eine Gefahr besteht, bin ja oben auch gewarnt worden.

    Nach dem Losfahren habe ich auch sehr oft angehalten und die Position des Teils kontrolliert, war aber die ganze Zeit ok.


    Mir war aber unbekannt, wie die betroffenen ihre Simmerringe eingebaut haben, eingeölt so wie viele das machen, eingeklebt, beim Einkleben die Oberflächen vernünftig vorbereitet oder nicht?

    Und wenn ein Honda Fahrer in den Foren früher die Idee hatte den Wellendichtring zusätzlich einzukleben kam immer ein Manfred und hat das ganze als Lebensmüde und Pfusch bezeichnet. Dann war die Sache erledigt.


    Warum eigentlich?

    Ok, ich hatte nichts Anderes da und habe Loctite Fügen Wellen-Nabe genommen, der eigentlich nur für Metalloberflächen gedacht ist. Wenn man die Idee der Honda Konstrukteure aufschnappt und davon ausgeht, dass der Dichtring lebenslang halten soll, kann man was Stärkeres nehmen. Ein hochwertiger Konstruktionskleber mit Industriequalität ist immer noch günstiger, als den Motor zu öffnen (der Gedanke bringt mich immer noch auf die Palme, wegen einem Simmering, Wahnsinn)


    Ich habe es bewusst getestet und es hat funktioniert. Für mich ist das eine Lösung. Ich habe extra längere Zeit abgewartet ob es auch auf Dauer hält und berichte jetzt darüber.


    Nun gibt es im Internet ein Haufen Geschichten wo die Reparatur in die Hose ging und eine, wo es funktioniert hat.


    Eine Frage habe ich: was macht Honda anders, dass in diesen Motoren so ein hoher Überdruck herrscht, sodass die Simmeringe fixiert werden müssen. Es gibt genug Hersteller, bei denen funktionieren die normalen Wellendichtringe ganz gut.

    Ein kleines Update:

    Zuerst die Antwort zu meiner ersten Frage: Die Wellendichtring für die 1000-er und 1100-er sind absolut identisch. Die sichtbaren “Pinöpel” sind die fein und gleichmäßig aufgetragenen Schmierstofftröpfchen.


    Ich wollte eigentlich mit dem beschädigten Wellendichtring auf Tour gehen. Aber am Tag vor dem Start habe ich die Welle beim laufenden Motor (ohne Ritzel) kontrolliert und musste feststellen, dass die Dichtung doch nicht ganz dicht ist. Es war nicht wirklich viel Öl und im normalen Betrieb wurde das von mir wahrscheinlich als Kettenöl abgehackt.


    Trotzdem hatte ich keinen Bock mit einem leckenden Motor zu verreisen.


    Also habe ich das gemacht. Den alten Simmerring ausgebaut, am neuen den Kragen weggeschliffen und eingebaut.


    Zum Ausbauen habe vorsichtig sechs Löcher in den Wellendichtring gebohrt, mit einem Seitenschneider die Stege durchgetrennt und mit einem Durchschlag (grüner Pfeil) und Hammer die Dichtringkante samt Kragen vom Gehäuse weggedrückt. Wiederholtes Rumfummeln mit dem Seitenschneider und siehe da, die Dichtung war draußen, dabei kein einziger Kratzer am Sitz. Anschließend mit einem starken Magnet und Tupfer den ganzen Bereich gereinigt.


    Am neuen Teil habe den Kragen vorsichtig abgeschliffen und den Wellendichtring mit Loctite Welle/Nabe eingebaut.



    Beim Recherchieren wegen der Klebeeigenschaften von Loctite auf Gummiflächen habe ich erfahren, dass es einen speziellen Loctite Kleber für die Wellendichtringe gibt, es war aber zu spät fürs Bestellen. Sicherheitshalber habe ich die Dichtung mit dem Dirko Dichtstoff beschmiert, falls der Kragen auch eine abdichtende Funktion hat (was ich nicht glaube)


    Der Wellendichtring hält nun seit 7000km und sieht aktuell so aus:


    Für einen oder anderen kann so eine Maßnahme wie ein Pfusch aussehen, ist auch nicht meine Art. Aber aus eigener Erfahrung kann ich nun sagen: wenn man sauber arbeitet, funktioniert es und somit ist die Aktion echt eine Alternative und ein Versuch wert.

    Von mir aus können wir das Thema in “Ein Pfusch der hält” umbenennen

    Das halte ich für dreist gelogen und statistisch für absoluten Unfug.