So habe ich das gelernt und so funktioniert das für mich:
Wenn ich an einer engen Stelle wenden muss, dann schätze ich zuerst ab, ob es mir in einem Zug reicht herumzukommen. Wenn ja, setze ich mich im Sattel auf die Kurvenaussenseite, Füsse auf den Rastern, kränge das Motorrad nach innen, lasse im 1. Gang die Kupplung schleifen und bremse mit der Fussbremse.
Dort, wo es nicht reicht herum zu kommen, mache ich es mittig sitzend, Töff aufrecht, Volleinschlag, Füsse am Boden. Fahrtrichtung flach oder aufwärts, sicher nicht abwärts. Vorderbremse von Anfang an leicht gezogen, während dem ganzen Manöver unverändert. Dann Kupplung leicht kommen lassen und mit Motorkraft gegen den Widerstand der Bremse ganz langsam fahren. Wichtig: Die Vorderbremse immer leicht angezogen, gerade so, dass der Töff still steht, wenn ich die Kupplung ziehe. So gibt es den gefährlichen Kippimpuls der Vorderbremse nicht. Wenn nötig mit Gegeneinschlag nochmals etwas zurückrollen.
Rangiermanöver neben dem Töff stehend mache ich nicht gern, ausser auf den Hauptständer hissen, was ich im Garage jeden Tag brauche. Dabei habe ich eine Hand am Lenker, die andere am Gepäckträger und beim Herunternehmen habe ich den 1. Gang drin, so kann ich die Kupplung loslassen zum Bremsen.