Der Mensch steht sich und der Umwelt im Weg, wo er nur auftaucht.
Als ich diese Touren in den 90ern gemacht habe, waren wir fast alleine auf den Schotterpisten – und somit fast kein Problem, aber das scheint sich wohl grundsätzlich geändert zu haben. Aber warum? Ja, die Anmeldungen der Motorräder steigen, aber das liegt in Europa ja kaum am Wachstum der Weltbevölkerung. Also was hat sich geändert?
Die Technik ermöglicht es immer mehr Menschen, sich in Gegenden zu begeben, die früher noch fast unerreichbar erschienen. Damals brauchte man einen Guide, heute hat man eine App oder ein gpx-File.
Jeder Rentner kann sich auf den Mt. Everest tragen oder ins All schießen lassen (wenn er das nötige Kleingeld hat). Modernste Liftanlagen oder "planierte" Klettersteige bringen Menschen in Gegenden, die sie eigentlich physisch überfordern müssten.
Als ich aktuell das an anderer Stelle hier im Forum das Video von der halsbrecherischen Chaberton-Befahrung gesehen hatte, empfand ich Respekt vor der fahrerischen Leistung und zugleich fragte ich mich: "Muss das sein...?"
RE: 1987: Militärstraßen in den Westalpen
Ich beginne zu faseln, ich weiß. Aber ich sehe das Problem, aber ich fürchte, es gibt keine Antwort darauf. Die Geschichte wiederholt sich, immer wieder. Erst macht es einer, dann ein paar mehr, dann zu viele, dann wird es verboten. Dann sucht der Eine ein neues Gebiet, dann folgen andere ... am Ende wird es verboten. Was kann die Lösung sein, die Natur, Anwohner und Freizeitsuchende miteinander versöhnen könnte?
Vielleicht wissen es ja die Ärzte?
(Sorry, gehört eigentlich in "Was schmeichelt Eure Ohren ...")