Beiträge von macblum

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    Neil Peart (Drums) … auch schon über zwei Jahre nicht mehr unter uns … sehr schade …

    https://www.motorradonline.de/…srisiko-vier-mal-so-hoch/


    Aber das sind ja nur Zahlen. Normal geht alles gut, egal mit welcher Klamotte. Aber im Fall der Fälle gehts mit Schutz natürlich besser. Jeder Einzelne ist zu viel! :hand:


    Hatte hier an anderer Stelle mal den Begriff „Micromort“ ins Spiel gebracht (bitte googeln). Das Risiko zu sterben.


    Die gute Nachricht: ihr verringert Euer Risiko deutlich, wenn ihr aufhört zu rauchen oder zu trinken. Motorradfahren kommt erst viel später.


    Bleibt einfach oben, ist das Beste! :handgestures-thumbupleft:

    Also, nehmt’s mir nicht übel, aber von den 99,9 % Naggischen auf den Mopeds, möchte ich sicher 95 % NICHT SEHEN! :lachen:.


    Sorry, der musste raus! Aber das Thema ist ernst!


    DON‘T DRIVE NAKED! :character-oldtimer:


    Aber die Zahlen überraschen mich. Hatte mal gelesen, dass die größten Risikogruppen die Einsteiger (16-Anfang 20er) und die Wiedereinsteiger (meist Ende 40) wären. Und darunter besonders diejenigen, die mit 18 den Lappen gemacht haben, aber erst mit 50 anfangen zu fahren. Oder die B-196er.


    Außerdem sollte man die Zahlen relativ sehen. Ist es nicht so, dass im Familienalter viele das Mopedfahren aufgeben und daher die absoluten Zahlen niedriger werden? Außerdem hinken die Gruppengrößen „unter 25“, 25-65 und „über 65“.


    Gibt es eigentlich belastbare Zahlen, ob die erhöhte Sicherheitstechnik am Moped die Unfallzahlen senken? (ABS, TC, etc.)


    Sorry, wir sind etwas off topic geraten

    Könnte sein, dass wir uns begegnet sind. Irgendwo zwischen Heide und Neumünster kam mir ne buntgefleckte entgegen … :wboy:


    Ich, wie üblich, in buntem Schwarz.

    Das geht mir schon so.


    Wenn ich nur meine "Office-Bikerjeans" trage und abends noch mal ne kleine Feierabendrunde drehe, fahre ich die Kurven etwas gemächlicher und verzichte völlig auf Ausflüge über die Feldwege. Oder, wenn es sich nicht vermeiden lässt, fahre ich mit einem etwas mulmigen Gefühl. Die Textilkombi und die Stiefel fühlen sich schon sicherer an.


    Im Job trage ich manchmal meine ausgedienten Hallentennisschuhe mit glatten Sohlen (praktisch fürs Fotostudio, wegen der Fußabdrücke). Auf der kurzen Fahrt in die Pause bekam ich das sofort zu spüren, als an der Ampel jeglicher Gripp unter dem Schuh fehlte. Hätte mich fast im Stand abgemault ...


    Aber genau das ist ja das Problem. Die großen Unfälle passieren ja nicht unbedingt auf den großen Touren. Es kann nach 10 Metern soweit sein und daher sollte der Schutz immer optimal sein. Auf jeder Fahrt – auch wenn ich es aus Bequemlichkeit anders mache.

    Andererseits habe ich die Schutzkleidung auf meinen ca. 150.000 Moped-Kilometern nur auf ca. 2x 10 Metern wirklich gebraucht ... aber da waren sie Gold wert!


    Man steckt nicht drin ...

    Meinen Informationen nach sind immer noch in 70% der Unfällen mit Motorradbeteiligung die Autofahrer schuld ...

    Bei meinen beiden Unfällen waren es sogar 100%.


    Im ersten Fall hat mich eine stumpfe Vorahnung verleitet, deutlich unter der zulässingen Geschwindigkeit zu fahren, im zweiten Fall hätte mich ein defensiveres (aber völlig StVO-gemäßes) Anfahren an der Ampel evtl. vor dem eindeutigen Fehler des Autofahrers schützen können ... evtl.!


    Also ich bin nicht freiwillig auf die Schnauze gefallen.

    Auch das kann man wohl nicht allgemeingültig festlegen.


    Ob Du Dein Mopped evtl. als Puffer brauchst, um nicht in die Heugabel des Traktors zu schliddern, lässt sich vorher kaum in dieser Millisekunde entscheiden. Viel schlimmer als der Abflug wird wohl in den meisten Fällen der Einschlag sein ... aber auch die Flugrichtung lässt sich nur schwer beeinflussen :happy-cheerleadersmileygirl:


    Vorausschauendes Fahren und Kopf an, um die Situation zu deeskalieren, bringt wahrscheinlich am meisten. Oder Glück und Kaltschnäuzigkeit: Im letzten Jahr bin ich z.B. einem sehr wahrscheinlichen Wildunfall mit einem Hirschen entkommen, in dem ich GAS geben habe. EIne Vollbremsung hätte uns wohl kollidieren lassen.

    Ich hatte mir vor 2 Jahren als Wiedereinsteiger nur eine Schildkröte (Nierengurt + Rückenprotektor) gekauft und meine 25 Jahre alte Textilkombi getragen. Die war allerdings komischerweise passungenau geworden (dabei bin ich gar nicht mehr gewachsen) und dann war das Futter rissig und jeder Regenschauer lief 1x quer durch die Kombi.


    Egal. Habe die Kombi 1:1 gegen ein neueres Modell von Louis von der Stange getauscht (Vanucci) mit integrierten Protektoren. Dann habe ich auch die Schildkröte gegen einen in der Jacke integrierten Rückenprotektor getauscht. Ich denke zwar, dass die Schildkröte weniger verrutscht und auch den Steiß besser schützt, aber das wurde einfach zu warm im Sommer.


    Zusätzlich habe ich mir noch eine Mesh-Kombi, ebenfalls von der Stange bei Louis (Pro Biker) gekauft mit gleicher integrierter Ausstattung.


    Also nichts besonderes. Ich bin aber auch der Meinung, dass Du im Fall eines Sturzes/Unfalls eben genau die Art Schutz benötigst, die zum Sturzgeschehen passt. Ich habe von Leuten gehört, die es bei hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn zerlegt hat und nach 200 Metern des freien Schlidderns aufgestanden sind und sich die Lederkombi abgestaubt haben. Andere erwischt es eben ganz anders mit schlimmsten Folgen.


    Aus eigener Erfahrung möchte ich noch mal meine beiden Unfälle beschrieben.



    1993 - Landstraße - bin ich in die B-Säude einer S-Klasse eingeschlagen (der Senior hatte mir die Vorfahrt genommen). Ca. 60 km/h gefahren, nach der Vollbremsung mit ca. 30 km/h eingeschlagen. Meine Sozia drückte mich auf die Dachkante und nahm mich zum Glück als Abflugrampe über das Auto. Sie kam mit einer Gehirnerschütterung davon.


    Meine Kleidung: Integralhelm, Jeans, T-Shirt, Slipper (Jaja, ich war jung ...).

    Ergebnis: Anriss Kreuband links, etwa 60 Stiche in der linken Hand und Arm (Glasspiltter des Fahrerfensters), Kieferbruch (!), ein Eckzahn abgebrochen.

    Fazit: Schutzkeidung hätte mir natürlich die Fleischwunden vermieden und evtl. das Knie geschont. Dumm gelaufen war das mit dem Kiefer. Ich blieb wohl – von meiner Sozia angeschoben – mit der Hüfte am Lenker hängen und prallte offensichtlich von oben auf die Dackkante des Mercedes. Dabei muss das Gurtschloss meines Helms den Kiefer durchgedrückt haben.


    Das zeigt, dass die Unfallfolgen sehr spezifisch sein können und man Glück oder Pech bei der Wahl seiner Ausrüstung haben kann. Ganz klar, dass ich mit Jethelm kaum eine Überlebenschance gehabt hätte.


    2006 - Innenstadt - hatte ich einen ähnlichen Kontakt mit einem Vollpfosten, der unvermittelt zu einem U-Turn über 5 Spuren ansetze. Wieder in die B-Säule, diesmal alleine und mit freiem Flug über das Autodach. Als ich die Transalp aufheben wollte bemerkte ich, dass mein rechtes Handgelenk gebrochen war. Ob beim Aufprall oder dem folgenden Sturz weiß ich nicht mehr.

    Kleidung: Textilkombi mit integrierten Protektoren, Stiefel, Integralhelm.

    Ergebnis: außer dem Handgelenk keine weiteren Blessuren.


    Man wir die Geschicke nie ganz lenken können. Sicher geht immer noch mehr Schutz, aber wenn es dumm läuft bringt das dann auch nichts im speziellen (Un)fall. Für mich muss noch die Balance zwischen Schutz und Vergnügen stimmen. Und natürlich muss man zwischen Alltag, Tour und z.B. Offroad oder Rennstrecke (Kurventrining), etc. unterscheiden. (Wobei ich alles in der genannten Ausstattung gefahren bin. Ginge aber sicher besser).


    Auf dem Weg ins Büro trage ich z.B. nur Textiljacke, Bikerjeans mit Knie-Protektoren und BIker Boots.



    Just my 2 Cents ...