Beiträge von Janosch

    Das werde ich gerne tun, Friedhelm.

    Günstig wird es nicht werden.

    Aber für gute Arbeit bin ich gerne bereit auch gut zu bezahlen.

    Und Vertrauen in die Werkstatt hab ich.


    Wenn meine dann 580.000 km hat, darf sie auch gerne gestohlen werden.

    1. werde ich ein fortgeschrittenes Alter erreicht haben und gehe mal davon aus, dass mir die AT eh zu schwer werden wird und

    2. bin ich gut versichert :lachen:

    Heute ist meine "kleine Rote" zur Inspektion.


    Das letzte Mal bei ca. 72.ooo km lasse ich sie nun bei 98.230 km nochmals durchchecken.


    Ich liebe meine "kleine Rote", weil sie für mich weit mehr ist als nur ein Motorrad.

    Fast 90.000 Kilometer haben wir seit Januar 2021 bereits gemeinsam zurückgelegt – zuverlässig, ehrlich und ohne große Probleme. Jetzt steht die große Inspektion an, um diese symbolische Hürde der 100 tausend zu nehmen. Und wenn das gelingt, ist das nächste Ziel klar: auch die 200.000 Kilometer zu erreichen.


    Die Maschine ist robust, nahezu fehlerfrei und fühlt sich an, als wäre sie genau auf meine Bedürfnisse zugeschnitten. Egal ob lange Touren oder anspruchsvollere Strecken – sie gibt mir stets Vertrauen und Fahrfreude. Genau deshalb möchte ich sie behalten: weil sie sich bewährt hat, weil ich mich auf sie verlassen kann.


    Selbst wenn es etwas mehr kosten würde, käme eine Neuanschaffung für mich nicht in den Sinn. Natürlich sind mir die verschiedenen Angebote an Gebrauchtmaschinen hier im Forum nicht entgangen, und sie haben mich durchaus zu mancher Überlegung angeregt.

    Doch wenn ich nachdenke und mein Schätzchen auf meinen Touren so fühle, denke ich immer wieder: Noch ist die Zeit für einen Abschied nicht gekommen.


    Dafür verbindet uns einfach zu viel – Vertrauen, Erlebnisse und die Gewissheit, dass noch viele Kilometer vor uns liegen.

    Jede weitere Fahrt wird Teil einer Geschichte sein, die noch lange nicht zu Ende erzählt ist.



    Bin gespannt, wie Sie mich, neu durchgecheckt, durch die Saison 2026 führen wird.

    Bei uns auch, Thomas.

    Aber sollen wir uns nun treffen um gemeinsam zu heulen ?


    Nee, machen wir nicht. :lachen:

    Mein heutiges "Foto des Tages" ist im Saarburger Land entstanden.

    Herrlicher Sonnenschein und wolkenlos.


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    Doch Freud und Leid liegen oftmals sehr nah beieinander.

    Gestern noch eine Tour voller Emotionen und die Saison eröffnet, folgen auf den Fuß die nicht so erfreulichen Nebenwirkungen.


    Ja,- nun geht sie wieder los, die Zeitverschwendungen an den Zapfsäulen.

    Das ist die klassische emotionale Achterbahnfahrt, bei der man erst den Gipfel stürmt und dann im freien Fall direkt in der Realität (oder an Zapfsäule 5) landet.

    Doch grenznah wohnend und die ein oder andere Tour nach Luxemburg verlegt, lässt sich auch dieses Übel in einem erträglichen Maß aushalten.


    Bei einem derzeitigen Preis von 1,428 €/Liter kann man es verschmerzen.


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    Freitag Mittag.


    Die Arbeitswoche war bei Zeiten beendet und schon spürte ich es wieder.

    Es war dieses leise Ziehen, das ich einfach nicht ignorieren kann.

    Seit Wochen hatte es sich langsam aufgebaut, dieser Entzug, den nur jemand kennt, der selbst Motorrad fährt.

    Mein Kopf wusste noch genau, wie sich das anfühlt: den Lenker in der Hand, das Spiel mit Gas und Kupplung, sowie der Rhythmus der Kurven.
    Aber die Maschine stand sehr oft still, denn der Winter war heftiger als in den vergangenen Jahren.
    Einfach zu lang, zu ruhig.

    Heute sollte dieses Verlangen endlich wieder gestillt werden.

    Der Mittag war nicht unbedingt klar, die Luft etwas frisch, knapp 8 °C doch von Regen keine Spur Ich spürte genau dieses Kribbeln, das sagt: Jetzt oder nie.

    Nach ein paar kleineren Übungsfahrten in den letzten Tagen stand sie heute an: die erste richtige Tour des neuen Jahres, meine „kleine Rote“ und ich.


    Bundesstrassen führten mich hinein in den Hunsrück, dieses weite, ruhige Mittelgebirge, das im Winter noch zurückhaltend wirkt, aber fahrerisch immer überzeugt. Über Hermeskeil, bekannt als einer der höchsten Orte in Rheinland-Pfalz und oft Startpunkt für Hunsrück-Touren, ging es weiter am Archäologiepark Belginum vorbei – einer römischen Siedlung an einer alten Fernstraße, ein Ort voller Geschichte.
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    Hier bog ich von der Hunsrückhöhenstrasse ab. Nur wenige Meter bis zur Ortschaft Wederath.

    Dann öffnete sich das Tal, und die Straße fiel ab Richtung Mosel.

    Die Serpentinen hinunter nach Traben-Trarbach waren das erste echte Highlight: flüssige Kurven, guter Asphalt und Konzentration pur. Unten der Fluss, ruhig und braun-grün, eingerahmt von Weinbergen und der Jugendstilarchitektur der Stadt.

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    Entlang der Mosel rollte ich weiter nach Bernkastel-Kues, einem der bekanntesten Weinorte der Region. Fachwerk, enge Gassen, aber noch Nebensaison:

    Das Zylinderhaus, sonst ein Magnet für Technik- und Oldtimerfans, war noch in der Winterpause. Auch im Buddha-Museum herrschte Stille – fast meditativ passend zur Jahreszeit.

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    Durch den Tunnel, welcher unter der Burg „Landshut“ hindurch führt, ging es zurück hinauf in den Hunsrück, und dann kam sie:

    die Strecke hoch nach Longkamp – eine neue Asphaltdecke, weit gezogene Kurven, Höhenmeter, genau das Terrain in dem sich die „kleine Rote“, wie ich meine Africa Twin stets nenne, zu Hause fühlt.

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    Hier oben spürte man den Wind wieder mehr, aber die Konzentration hielt mich warm.
    Über Kempfeld und Allenbach, tief im Herzen der Edelsteinregion, schlängelte sich der Weg zurück in die dichten Wälder des Hochwaldes. Es sind kleine Orte, mit viel Wald drumherum und wenig Verkehr.

    An der Köhlerhütte in Neuhütten schließlich kehrte ich ein. Die Bänke im Biergarten waren noch leer, die Sonnenschirme führten ein tristes Dasein. Doch man konnte es fast schon riechen – den Duft von Schwenkbraten und das Klirren der Gläser hören, das hier in zwei, drei Monaten wieder zuhören sein wird. Wenn der Frühling Einzug gehalten hat. Ein Halt, ein kurzer Blick, ein Gedanke an den Frühling. Das Ganze bei einem guten Weizenbier und dann der übliche Heimweg.

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    Nach 213 Kilometern rollt die Maschine schließlich wieder in die Garage. Die Finger sind kühl, der Kopf ist frei. Kein Spektakel, kein Ziel zum Abhaken – aber dieses tiefe, zufriedene Gefühl, wieder gefahren zu sein.
    Die Saison 2026 ist nicht mehr nur ein Eintrag im Kalender – sie hat für mich heute auf dem Asphalt des Hunsrücks offiziell begonnen.


    Der Entzug war gestillt.

    Meine persönliche Motorradsaison ist wieder eröffnet