Beiträge von Janosch

    Die "Tigerente" traut mir nicht mehr übern Weg.

    Ich denke aber, das wir demnächst mal wieder eine Runde bei frühlingshaften Temperaturen drehen werden.


    Meine "Tigerente" wartet auf den Frühling – und auf das Kribbeln an der richtigen Stelle.



    In Entenhausen heißt es also noch: Warten .
    Die Damenwelt der Quietsche-Enten braucht demnach noch ein bisschen Geduld – die kleinen Erpel sind offenbar noch im Winterschlaf.


    Aber wehe, sie werden erst einmal geweckt … dann gibt’s kein Halten mehr und auf den Straßen von Entenhausen herrscht garantiert reges Enten-Treiben!

    Schnell wird aus dem gemütlichen Gewatschel, ein brennend heißer Balz-Alarm und auf unseren Africa Twins geht’s heißer her als im Ententeich.

    Die „kleine Rote“ hatte wie jedes Jahr um den Jahreswechsel wieder Großes vor.

    Die erste Ausfahrt im neuen Jahr. Neue Abenteuer. Freiheit spüren und eine neue Saison einläuten.

    Voller Vorfreude wurde sie morgens hinausgeschoben und nach einem kleinen Frühstück wollte ich los.

    Dann kam Schnee.


    Drei Schneeflocken später war klar: Das war ein taktischer Fehler.

    Die Twin sagte nichts. Der Motor war kalt. Ich blickte misstrauisch auf den Boden und irgendwo zwischen Gehweg und Einfahrt beschloss ich letztendlich:


    " Nein, heute fahren wir nirgendwo hin. "


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    Ein winziger, unscheinbarer Schneefall.

    Der wahre Skandal ereignete sich jedoch hinten, am Heck

    Dort saß wie immer die „Tigerente“, das Maskottchen.

    Tapfer. Loyal. Völlig unvorbereitet.


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    Das Entlein auf dem Heck versank langsam im Schnee. Erst die Füße, dann der Mut, dann die Lebensfreude. Es fror still und tapfer, während es dachte:

    „Ich wollte doch nur mitfahren…“

    Und sein Blick schien zu sagen :

    Was ist denn nun ?


    Die Temperatur sank weiter und mit Ihr die Hoffnung auf eine erste Ausfahrt.

    Und so standen sie da.

    Ein Motorrad im Winterschlaf.

    Eine „Tigerente“ im Schnee.



    Und hätte ich sie nicht wieder hineingeschoben, stünden sie noch heute dort.

    Letzter Schraubertag des Jahres

    Während andere Raketen vorbereiten, hatte ich meiner "kleinen Roten" noch schnell ein neues Herz eingesetzt.

    Die Batterie war noch Baujahr 2017, somit die erste ab Werk – hat bisher ca. 97.600 km klaglos geschuftet.


    Ab und an ein Murren, 1-2 mal ein Streik, doch nun, kurz vor den Weihnachtstagen: „Janosch, ich kann nicht mehr.“

    Jetzt ist sie in der Kiste der Legenden gelandet und das Bike startet wieder auf Knopfdruck statt nach einem Gebet.


    Sie ist bereit für die nächste Saison – ab sofort wieder voller Spannung.